„Statt auf Momentaufnahmen einzulassen, lieber auf kuratierte Fassung von Influencer oder Redakteuren verlassen“ – Klaus Eck

Klaus Eck hat auf PRBlogger einen lesenswerten Beitrag darüber geschrieben, wie wir uns täglich durch soziale Medien und Nachrichten – sein Beispiel sehr stark fokussiert auf Twitter – ablenken lassen. Es gibt  einen Absatz, den ich (nicht nur) als CIO Kurator und Blogger unbedingt empfehlen und zitieren muss, bevor es zum Thema Ablenkung und Konzentration kommt:

Warum Sie mehr Blogs lesen sollten

Statt uns auf die Momentaufnahmen einzulassen, sollten wir uns lieber auf die kuratierte Fassung von Influencer oder Redakteuren verlassen, die in ihrem Content-Stück alles Wesentliche berichten. Deshalb lohnt es sich, Blogs zu lesen und Podcasts zu hören, die uns die (Branchen-)Welt erklären.

über PR-Blogger – Der Aufmerksamkeitsfalle der Social Media Welt entgehen

Selbstverständlich gilt hier, diese Blogs und Podcasts sorgfältig auszusuchen. Natürlich sind die Nepper, Schlepper und Bauernfänger unterwegs, um ihre Sicht der Dinge – und die ist oft eingeschränkt, verfälscht, sehr selektiv oder radikal – zu vermitteln. Das gelingt ja auch, wie wir leider derzeit sehen, viel zu oft. Deshalb muss man immer die Augen offen halten und das eigene Hirn bei Meinungen und Bewertungen, die suspekt oder einseitig erscheinen, einschalten. Gerade auch in den sozialen Medien und bei Blogs und Podcasts. Zur Ehrenrettung: Es gibt mehr als genug seriöse, unterhaltsame und lesens-/hörenswerte Quellen!

Doch nun zum Thema Ablenkung und „Aufmerksamkeitsfalle“, wie es Klaus titelt. Ich beobachte das täglich an mir selbst: Abends vor der Glotze ist der zweite Bildschirm, meist sogar der dritte Bildschirm immer dabei. iPhone und MacBook sind in Reichweite. Meine Frau ist nicht besser. Auch hier gehört das iPhone zum Fernsehen. Die Glotze läuft, aber wo – auf welchem Screen – kriege ich eigentlich wieviel mit? Von wegen Multitasking und parallele Verarbeitung von Informationen.

Auf dem Tennisplatz vibriert die Apple Watch und benachrichtigt mich über den aktuellen Spielstand. Konzentration ade. Und seien wir ehrlich. Auf der Arbeit ist es nicht viel besser. Die neu eintreffende E-Mail piept, der Messenger zeigt in der Statusleiste an, dass neue Nachrichten da sind und ich kann es nicht abwarten …. statt meine derzeitige Aufgabe abzuschliessen oder bewusst an einem Punkt zu unterbrechen.

Es gibt viele, viele „Handlungsanweisungen“, wie man dieses unsinnige Verhalten abstellen, die Sucht nach Neuigkeiten eindämmen kann. Aber ich finde die Zusammenstellung von Klaus sehr gelungen:

  1. Stellen Sie Ihr Handy auf lautlos, wenn Sie ungestört arbeiten wollen.

  2. Schließen Sie Ihre Bürotür oder setzen Sie im Open Space Ihre Kopfhörer auf, wenn Sie konzentriert arbeiten wollen.

  3. Klare Regeln für das soziale Umfeld erleichtern es, die Konzentration aufrechtzuerhalten.

  4. Antworten Sie nicht sofort auf Messenger-Anfragen oder E-Mails, wenn Sie vorher eine Aufgabe abschließen können.

  5. Konzentrieren Sie sich auf einen Screen und wechseln Sie nicht ständig von ihrer Arbeit zum Newsfeed, der Neues verspricht.

  6. Entdecken Sie einen spannenden Online-Artikel, lesen Sie diesen nicht direkt, sondern setzen nur einen Bookmark. Lesen können Sie die Beiträge, wenn Sie diese für Ihre Arbeit wirklich benötigen oder zu einer festgelegten Lesezeit.

  7. Nehmen Sie sich bewusst digitale Auszeiten von einer Stunde und mehr, um keiner Social Ablenkung zu frönen.

  8. Lassen Sie sich nicht von Ihren eigenen Gedanken ablenken, notieren Sie eine Idee, aber bleiben Sie bei Ihrem aktuellen Fokus-Thema. Multitasking ist eine Illusion, sie funktioniert nicht.

  9. Lesen Sie nicht jeden Newsletter: Wenn ich wenig Zeit habe, überfliege ich die Newsletter nicht einmal, sondern lösche sie ungelesen. Meine E-Mails wandern unmittelbar in meine To-Do-Listen auf Todoist. Interne E-Mails haben wir in meiner Agentur d.Tales durch Slack stark reduziert, sodass ich an vielen Tagen tatsächlich eine leere Mailbox erhalte.

  10. Informationen müssen nicht sofort gelesen werden. Sie lassen sich sehr gut taggen und als Bookmark auf Pocket oder Refind ablegen.

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Zum Schluss: Und unbedingt den ganzen Beitrag lesen!

(Stefan Pfeiffer)

 

3 Kommentare zu „„Statt auf Momentaufnahmen einzulassen, lieber auf kuratierte Fassung von Influencer oder Redakteuren verlassen“ – Klaus Eck

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