Muss sein: Der nicht ernste Rückblick auf „meine“ Cebit

Und nun noch einige Erinnerungen an die Cebit, die oft auch viel Spaß gemacht hat. Eine der ersten Male war ich als angehender Journalist, noch Student auf der Cebit. In Erinnerung geblieben ist mir, wie ich in Halle 1 auf dem IBM Stand (wirkliIMG_2647ch!) auf das Dach geführt wurde und man mir Office Vision zeigte, eine grafische Benutzeroberfläche mit Drag-and-drop von Elementen auf das Fax- oder Druckersymbol. Ich war tief beeindruckt von der unfassbaren Grösse des Standes der IBM und eines Pressezentrums auf dem Dach der Halle. Das muss um 1992, wahrscheinlich sogar früher gewesen sein. Überschrift von damals in der Computerwoche: Die CeBIT wächst weiter: 1992 mehr Hallen und mehr Aussteller auf 21 Hallen zwischen dem 11. und 18. März, knapp 650.000 Besucher.

Danach war ich mit der intellis regelmässig in Karnickelställen auf dem Microsoft-Partnerstand. Gefühlte, leider nicht verdiente Goldgräberzeiten. Windows startete seinen Siegeszug, Windows 3.1 und Windows 95 ikamen auf den Markt und wir verkloppten Windows-Applikationen amerikanischer Hersteller in Deutschland und der Schweiz. Die damaligen Partner, das Ökosystem von Anwendungen hat Windows damals – im Gegensatz zu OS/2 – groß gemacht. Eine wilde, aufregende Zeit mit Parties bei KHK, wo jedem Abend die Band Kaaa-Haaaa-Kaaa skandierte und Bier in Strömen floss. Unvergessen auch die legendären Novell-Feiern. Partyzeit in jugendlicherem Alter …

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And there was Band played on the Cebit – MIS Mitarbeiter rockten damals live die CeBIT.

Es brummte – und das nicht nur an 5 Tagen unter der Woche. Es war die Zeit, als die CeBIT noch über das Wochenende ging und die berühmten Beutelratten in Masse unterwegs waren.

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Zu MIS-Zeiten in jugendlicher Schönheit am Stand.

Danach war ich mit der Darmstädter MIS regelmässig auf der CeBIT. In den ersten Jahren der MIS sind wir mit einer Reihe Wohnmobilen zur CeBIT gefahren. In den Wohnmobilen Prospekte, Monitore, Exponate – und einige Kisten Bier. Genächtigt wurde auf dem Campingplatz am südlichen Ende der CeBIT in den Campingmobilen. Morgens nach oft alkohodurchdrängter Nacht in Badelatschen zu den Duschen. Die Männerduschen waren meist kalt, also mal schnell rüber zu den Mädels, Geschreie, aber trotzdem dort geduscht. Auf dem Weg zur Messe wurde dann in einer Imbissbude schnell gefrühstückt und ich werde nie vergessen, wie mein Freund und Kollege Ioannis morgens versuchte, Currywurst mit Pommes zu bestellen. Gerne erinnere ich mich auch an die Touren mit meinem Freund Merten Slominsky und seinem Team von Jetform. Kein Auge blieb wirklich trocken.

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Im Netz gefunden: Der damalige FileNet Stand

Nach meinem Wechsel zu FileNet im Jahr 2000 ging es weiter. FileNet hatte in Halle 1 einen fest installierten 1.000 Quadratmeter großen Stand, den wir dann auf die Hälfte reduzierten. Nie „verziehen“ haben mir meine Vertriebskollegen das Jahr, in dem sie mit Fliege, Weste und weissem Hemd den Besuchern zu Diensten sein durften. Immer diese vermeintlich kreativen Marketingleute mit ihren verrückten Ideen. Tja, und dann killte ich zusammen mit Rudi Gessinger für FileNet die CeBIT, da wir von den Ergebnissen nicht mehr überzeugt waren.

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2007 wurde die FileNet von IBM übernommen – und plötzlich stand ich wieder auf der CeBIT und das auf einem wirklich imposanten Stand, zuerst in Halle 1, dann in Halle 2. Dumm gelaufen. Doch wieder Cebit. Einige Jahre sind seitdem ins Land gegangen. Meist war ich dann doch für irgendwas auf der Cebit verantwortlich. In guter Erinnerung ist mir beispielsweise der Auftritt 2017 mit Design Offices geblieben. Zum einen haben wir unseren Bereich auf der Cebit mal ganz anders gestaltet, so New Work- und Coworking Space mäßig, zum anderen weil man mit dem Team von Michael Schmutzer auch gut feiern konnte.

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Tja, und in diesem Jahr gab es dann das IBM Livestudio@Cebit, ein Experiment, Live-Berichterstattung über soziale Medien mit der Präsenzveranstaltung Cebit zu kombinieren. War eine tolle Erfahrung wieder mit einem Klasseteam und als ob wir es geahnt hätten, haben Gunnar Sohn und ich als Tatortreiniger verkleidet in der letzten von Lars Basche moderierten Sendung das Studio gestürmt. Für mich zumindest ein würdiger Abschluss. Hier das kurze Video, mit dem wir Lars überraschten:

Nett war dann auch der Abend mit Sascha „Palle“ Pallenberg, den wir im Livestudio einläuteten und den wir unserem Messe-Hotel, dem Best Western Kronsberg, dann „böse“ beendeten. Tja, das war es dann wohl. Ich werde vermissen, einmal im Jahr gute Bekannte, Kollegen und Freunde zu treffen und mit ihnen zu quatschen. Denn oder gerade auch das war für mich Cebit.

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Die Tanzbären dürfen nicht fehlen: Künstlerisch wertvoll Martin und Jo vor der animierten IBM Display-Wand

(Stefan Pfeiffer)

P.S. Eigentlich ist das ein aktualisierter Beitrag von 2017. Da habe ich schon mal auf die Cebit zurück geschaut.

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