Lesezeichen: Welche genutzten Apps und Websites teilen wie häufig Daten mit Facebook? | Der Spiegel (und andere Quellen)

Gestern habe mich Gunni und Kompagnons (freundlichst gemeint) mal wieder eine Diskussion darüber geführt, ob man nun auf Facebook sein müsse oder nicht.

Dazu passend bin ich dann auf diesen Beitrag auf Der Spiegel gestoßen. Facebook hat in der App und im Browser ein Werkzeug freigeschaltet, mit dem man die Facebook-Aktvitiäten außerhalb von Facebook sehen kann.

Viele Nutzer dürften die angezeigten Angaben überraschen: Oftmals werden es Dutzende oder gar Hunderte Dienste sein, die Facebook mit Informationen versorgen, welche das Unternehmen dann zum Beispiel zum Personalisieren von Werbeanzeigen verwendet.

Facebook: Neues Tool zeigt, wer Ihre Daten ans Netzwerk weitergibt – DER SPIEGEL

Stimmt. Vielen Nutzern ist wohl gar nicht gegenwärtig, dass durch das Einloggen über Facebook – ein Dienst, den viele Apps und Webseiten anbieten – oder durch sogenannte Facebook-Pixel, die auf Webseiten zu „Analyse-Zwecken“ hinterlegt sind, das Öffnen einer App, das Ansehen von Inhalten, durchgeführte Suchen oder den Erwerb eines Artikels. Daten übermittelt werden. Manche Interaktion wird man als Nutzer gar nicht erkennen, denn die Daten stammen von Werbe- und Datendienstleistern, so Facebook. Nun kann die Datenübermittlung eingeschränkt werden und wieder einmal wird alles gut:

Facebook neues Tool biete „eine neue Form von Transparenz und Kontrolle“, behauptet Mark Zuckerberg, dessen Blogpost den Titel „Mit mehr Kontrolle über die eigene Privatsphäre ins neue Jahrzehnt“ trägt.

Facebook: Neues Tool zeigt, wer Ihre Daten ans Netzwerk weitergibt – DER SPIEGEL

Den ganzen Beitrag lesen, seine eigenen Einstellungen überprüfen und vor allem „Speichern deiner künftigen Aktivitäten“ gesammelt deaktivieren!

Nachtrag: Weitere Beiträge zum Thema

Kaum ist dieser Beitrag veröffentlicht, stoße ich am heutigen Vormittag auf weitere Berichte, die absolut erwähnens- und lesenswert sind. So hat The Washington Post einen kritischen Beitrag publiziert, in dem detailliert erläutert wird, welche Einstellungen man vornehmen muss, um den höchst möglichen Datenschutz rund um Facebook zu gewährleisten. Klar wird, dass es nicht einfach ist, vor allem natürlich verlangt, dass die Anwender selbst aktiv werden müssen. Die Datensammlerei wird von Facebook selbst natürlich erst einmal nicht eingeschränkt. Bleibt wieder die menschliche Bequemlichkeit und auch die Notwendigkeit, dass jeder einzelne Anwender das Thema versteht, durchdringt und ernst nimmt. Und Geoffrey A. Fowler stellt auch klar:

Now I have to share a bummer: Changing these settings doesn’t actually stop Facebook from collecting data about you from other businesses. Facebook will just “disconnect” it from your profile …

New ’Off-Facebook Activity’ tool shows exactly how much the social network tracks your life – The Washington Post

Besonders hinweisen möchte ich auf die Empfehlungen von Geoffrey A. Fowler am Ende des Beitrags, welche Werkzeuge man denn nutzen kann, um die Datensammlwut einzuschränken. Seine Ausführungen gipfeln in folgender Aussage:

Sensibel für Datenschutz, aber auch bequem

Dazu vielleicht passend diese Statistik vom März 2019, die eMarketer gerade im Rahmen eines Podcasts zum Thema Privacy veröffentlicht hat. In Deutschland sind beispielsweise 78 Prozent der Nutzer in puncto Datenschutz besorgt, aber 61 Prozent akzeptieren aber aus Bequemlichkeit bestimmte Risiken.

Social Media Watchblog #609: Gelöscht wird gar nichts

Sehr lesenswert ist auch die Zusammenfassung des Social Media Watchblog Briefings #609 (nur verfügbar gegen Abonnement), die sehr verständlich die drei verschiedenen Bereiche aufdröseln, das Privacy-Checkup-Tool, Alerts for Third-Party Logins sowie Off-Facebook Activity. Hier sehr prägnant:

Wer OFA aktiviert, löscht gar nichts. Es wird nur die Verknüpfung mit dem eigenen Facebook-Konto aufgehoben. Facebook behält die Informationen und sammelt sie auch in Zukunft. Im Hilfebereich vermeidet Facebook folgerichtig die Begriffe „löschen“ oder „entfernen“ …

Social Media Watchblog #609, nur als Abo verfügbar

(Stefan Pfeiffer)

Ein Kommentar zu „Lesezeichen: Welche genutzten Apps und Websites teilen wie häufig Daten mit Facebook? | Der Spiegel (und andere Quellen)

  1. Natürlich habe ich sofort geschaut, welche Non-FB-Instanzen Daten über mich weitergeleitet haben. Unglaublich, obwohl ich doch meinen digitalen Fußabdruck nach Möglichkeit relativ klein zu halten versuche. Aber man kann ja zumindest ein wenig dagegen tun. Was mich gerade in diesem Zusammenhang noch viel mehr interessiert, ist, welche Daten FB von solchen Personen hat, die weder bei FB noch bei Instagram aktiv und auch sonst weitgehend in der digitalen Steinzeit zurückgeblieben sind. Trotzdem dürfte durch die Vernetzung dieser Personen mit digital aktiven Menschen ein netter Daten-Cocktail entstehen, von denen die Betroffenen keine Ahnung haben.

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