Bloß nicht auf soziale Kontakte verzichten: Gestaltet sie anders und lasst Eure Lieben nicht alleine!

Wir sollen derzeit möglichst auf Sozialkontakte verzichten, verkündet die Kanzlerin angesichts der Corona-Krise und der Maßnahmen, die die Behörden nun ergriffen haben. Schulen und Kitas schließen, Ausstellungen, Konzerte und Veranstaltungen absagen, um eine Verbreitung des Virus zu vermeiden. Alles wahrscheinlich richtige und wichtige Massnahmen.

Soziale Kontakte anders gestalten: Dann videochatten wir mit Oma

Diese Aussage der von mir sehr geschätzten Kanzlerin ist mir gelinde gesagt aufgestoßen. Angela Merkel hat es wahrscheinlich gut gemeint und fordert dazu auf, sich nicht in Person zu treffen. Ich hätte mir eine etwas andere Art der Betonung, einen anderen Spin gewünscht. Ja, liebe Mitbürger:innen, vermeidet persönliche Treffen, aber pflegt den sozialen Kontakt und pflegt die Kommunikation. Nicht dadurch, dass ihr Euch in Person trefft. Nehmt den Telefonhörer in die Hand und ruft Euren Oma und Opa im Pflegeheim an. Und ja, macht Videotelefonate mit Facetime oder vergleichbaren Werkzeugen. Stellt sicher, dass wir uns alle nicht allein fühlen und redet miteinander. Diese Botschaft hätte ich mir gewünscht.

Klar, Onlinekommunikation, virtuelle Kommunikation kann und soll nicht die Umarmung ersetzen. Aber gerade in diesen Zeiten ist es wichtig, dass wir miteinander sprechen. Wir werden im persönlichen Umfeld auf geraume Zeit umdenken müssen, denn wir wissen einfach nicht, wann Normalität eintritt. Bis dahin sollten und müssen wir die technischen Möglichkeiten intensiver nutzen, die wir haben. Wenn uns danach ist, dann halten wir halt abends per Skype einen Schwatz und prosten uns zu. Warum nicht. Hauptsache, wir sind in Kontakt und schwatzen miteinander. Hauptsache, wir lassen uns nicht alleine.

Kommunikation nicht einstellen: Virtuelle Formate ausprobieren

Das gilt nicht nur für das persönliche Umfeld. Das gilt auch für unser berufliches Leben. Wir sollten schauen, so viel normale Kommunikation und Interaktion sicher zu stellen, wie es möglich und auch erträglich ist. Wir wollen ja nicht nur vor dem Bildschirm verbringen. Aber wir sollten uns nicht unterkriegen lassen. Wenn die Kunstausstellung, bei der man eigentlich mit rekordverdächtigen Besucherzahlen gerechnet hat, nun geschlossen ist, dann ermöglicht virtuelle Besuche des Museums. Und wenn dabei das Gefühl, die Lebendigkeit, das Liveerlebnis fehlt, dann denkt drüber nach, wie man live führen kann und die Interessenten:innen nehmen über Facebook, Twitter oder YouTube teil, können Fragen stellen und diskutieren.

Ähnliche Gedanken muss man sich in Unternehmen machen. Wie bleiben wir in Kontakt, in Kontakt zwischen Mitarbeitern, aber auch mit Kunden, Geschäftspartnern und Interessenten. Darüber diskutieren wir ja auch hier, in 9vor9 und auf sozialen Kanälen wie Twitter die letzten Tage sehr intensiv. Wir müssen Dinge ausprobieren, wie man das machen kann. Manches wird auch schief gehen. Manchmal wird man auch genervt sein. Aber lasst uns nur nicht die sozialen Kontakte stoppen und aufgeben. Das sollten wir uns auch vom Corona-Virus nicht bieten lassen.

(Stefan Pfeiffer)

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