Virtuelle Eventformate heute: Wo bleibt der soziale Kontakt, das „Netzwerken“ – #9vor9 mit Gerhard Schröder und Lars Basche

Die perfekte Präsentation von Produkten oder Dienstleistungen kann man in einem virtuellen Format hinbekommen. Apple hat es beispielsweise vor kurzem wieder vorgemacht. Was ist aber mit dem Netzwerken, dem sozialen Kontakt, dem gemeinsamen Kaffee oder Bier, das der:die Vertriebler:in auf der konventionellen Veranstaltung mit seinen Kunden:innen und Interessenten getrunken hat, dem Small Talk, der aber so wichtig ist? Schwierig und ausbaufähig, das meinten alle Teilnehmer des heutigen #9vor9, zu dem wir Gerhard Schröder von K3 begrüßen durften.

Und in punkto Netzwerken und sozialer Kontakt auf oder während Events bleibt noch eine Menge zu tun. Vielleicht ist der Ansatz, vom Event, von der virtuellen Veranstaltung her zu denken, nicht der beste? Vielleicht sollten wir eher von einer latenten, kontinuierliche Kommunikation mit Kunden:innen und Interessenten sprechen, die wir im gesamten Buying Cycle und danach (!!) begleiten und denen wir Angebote machen. Ich musste an meine Arbeit mit der DNUG denken, der Vereinigung der Kunden, die (damals noch IBM) Collaboration-Produkte einsetzten, einer Community einem festen Anlaufpunkt im Netz, wo man Fragen stellen konnte (und kann) und Platz für Diskussion war. Die DNUG gibt es natürlich auch heute noch.

Die Veranstaltungen waren auch für die DNUG zentral, ein oder zwei große Konferenzen im Jahr, dazwischen Workshops. Trotzdem glaube ich, dass wir von einem solchen Konzept lernen können, dass wir über die einzelne Veranstaltung hinaus denken müssen. Gerhard brachte andere Beispiele: Interessenten in einem speziellen Segment vernetzen sich über eine Plattform wie Discord. Dein Ort zum Reden, so titelt Discord auf seiner Home Page. Oder aber man verabredet sich mit Kunden:innen zum virtuellen Mensch-Ärger-Dich oder an der Spielekonsole. Spinnereien? Die ein oder andere Idee erscheint auf den ersten Blick fremd, aber wir müssen – davon bin ich überzeugt – Experimente wagen.

Zurück zu meinem Eingangsstatement: Da erwecke ich den Eindruck, dass die perfekte Präsentation ein Klacks ist. Ist sie natürlich nicht, wie wir alle tagtäglich bemerken. Apple mag seine Präsentationen perfekt inszenieren und produzieren, aber wir können alle sicher sein, dass dahinter auch eine große Produktionsmannschaft steht, technisch und inhaltlich. Natürlich hat nicht jeder diese Mannschaft. Und natürlich präsentiert nicht jeder eine Apple Watch Serie 6.

Und vielleicht will auch mancher gar nicht diese glatte, zu perfekte Inszenierung. Ich bin ja durchaus ein Freund etwas rauerer, authentischer Formate. Doch sicher müssen wir aber alle in der Präsentation unserer Inhalte besser werden. Wir brauchen eine bessere Technik. Und wir müssen lernen, besser zu präsentieren und zu kommunizieren, in die Kamera schauen beispielsweise. Und wie Gerhard es so schön gesagt hat, wir müssen üben, üben, üben. Und wir können viel von seinen Erklärvideos lernen. Hier also eine warme Empfehlung für alle, die besser werden wollen. Er hat jetzt gerade auch ganz aktuell ein Video IBM-, Microsoft- u. Daimler-Mitarbeiter – Feedback zu virtuellen Messen veröffentlicht.

Und natürlich gibt es #9vor9 auch wieder als Podcast auf den bekannten Plattformen und hier im Netz.

Einige Bemerkungen zur Technik, die ich ursprünglich hier niedergeschrieben hatte, habe ich in diesen separaten Beitrag verschoben.

(Stefan Pfeiffer)

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