Lesezeichen: Journalismus neu erfinden oder eitle Nabelschau?

Ich habe ihn des öfteren zitiert. Ich schaue noch immer in sein Morning Briefing. Doch sind mir immer wieder Aussagen „over the top“, teilweise verletzend und unter der Gürtellinie. So habe ich kritisiert, dass er die SPD-Vorsitzende Saskia Esken als „bedürftig“ bezeichnete. Oder der von mir ungemein geschätzte Virologe Christian Drosten wird – so Der Spiegel, als „Souffleur“ bezeichnet. Die Rede ist von Gabor Steingart. Vor kurzem habe ich hier noch kommentiert, dass die Zeit der kostenlosen Angebote jetzt wohl vorbei ist. Der Spiegel hat am 9. Oktober 2020 einen ausführlichen Bericht zum Pioneer-Projekt und zum vermeintlichen Retter des Journalismus (hinter der Paywall) veröffentlicht. Lesenswert.

Um Gönner wirbt Steingart mit dem Slogan „100 Prozent Journalismus. Keine Märchen“. Doch Steingart vermischt, was getrennt gehört – Geschäft und Journalismus. …

Freunde und Weggefährten berichten, Steingart leide unter dem eigenen Bedeutungsverlust und dem ausbleibenden kommerziellen Erfolg. Umso lauter werde er.

Gabor Steingart: Die unbequeme Wahrheit über den Ex-Handelsblatt-Herausgeber – DER SPIEGEL

Umso lauter werde er – das erinnert mich an jemanden. Der Spiegel berichtet auch, dass Richard Gutjahr, der mit Daniel Fiene den von mir geschätzten Tech Briefing-Podcast macht, nicht mehr dabei sein könnte. Auch andere Mitglieder des journalistischen Teams seien auf Distanz gegangen.

(Stefan Pfeiffer)

Bild von Markus Winkler auf Pixabay

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