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Und sie versuchen auch das Metaversum zu dominieren … – Das zweite oder nächste Leben der Mega-Tech-Konzerne #9vor9

Nach reisebedingter Pause gab es heute (endlich) mal wieder ein #9vor9 – und das zu ungewohnter Zeit. Aus terminlichen Gründen werden wir ab sofort Dienstags um 8:30 Uhr auf Sendung gehen und spätestens um 8:51 Uhr aufhören. #9vor9 wird also zu einem bis maximal 9 vor 9 werden. Und Entschuldigung, wenn wir die ein oder andere, den ein oder anderen heute deshalb aus der terminlichen Spur geworfen haben, aber das Replay ist ja weiter verfügbar.

Worum ging es heute? Lars hat uns in Metaversum entführt. Was ist das? Es soll die dreidimensionale Erweiterung des Internets in virtuelle Welten werden, in der dann Avatare durch den Raum schreiten und miteinander kommunizieren. „Es geht darum, dass wir mehr und mehr Zeit, Freizeit wie Arbeit in virtuellen Welten und Simulationen verbringen,“ sagt der ehemalige Amazon-Manager und heutige Tech-Investor gegenüber der ARD. Hier nun unser Gespräch:

Facebook und Microsoft pushen das Metaversum, Apple scheint dagegen noch auf der Bremse zu stehen, so der ARD Bericht. Und auch im Metaverse wird es um Offenheit, Standards und die Beherrschungssucht einzelnen Konzerne gehen. Das ist schon jetzt klar. „Es ist fraglich, ob es jemals ein singuläres Metaversum geben wird“, schreibt das Handelsblatt und führt aus, dass das Metaversum näher komme, je mehr die Firmen ihre virtuellen Welten auf den gleichen technischen Grundlagen und Protokollen errichten. Von Interoperabiliotät sei man aber noch weit entfernt und äußert Bedenken, dass die Mega-Tech-Konzerne Facebook, Microsoft oder Apple noch umfassender bestimmen wollten, was wir sehen, hören und wahrnehmen. Wohl wahr.

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Heimaterinnerungen: Bissenberg in der Hessenschau

Meine Mutter hat mich darauf aufmerksam gemacht: Mein Heimatdorf Bissenberg werde als Dolles Dorf in der Hessenschau vorgestellt. Jetzt habe ich mir den fünfminütigen Beitrag auf hessenschau.de angesehen und natürlich ist manche Erinnerung hoch gekommen. Vor allem habe ich auch viele bekannte Gesichter gesehen. Bekannte Gesichter ist zu wenig gesagt. Die Besitzerin des Bioladens und des Cafés Blattlaus Ina ist eine Schulkameradin. Mit der iin tiefsten Bissenberger Platt über das Gaasekippel philosophierende Gini bin ich aufgewachsen. Sie und ihre Brüder waren Nachbarn meiner Oma und nur zu oft haben wir bei der anderen Familie die Füße unter den Tisch gestellt.

Natürlich kommen Anekdoten und Schoten hoch. Mit meine Oma hat Werner, einem der Brüder von Gini, die erste Zigarette geraucht. Das alte Rathaus kenne ich noch sehr gut. Dort wurden lange Jahre die Mannschaftsaufstellungen für den 1. und 2. Mannschaft und die Jugendmannschaften des TSV Bissenberg ausgehängt und wir sind als Jugendliche dort immer hin gepilgert, um zu sehen wann wir wo spielen. Hans-Werner Büttner, Schulkamerad meiner Mutter, war lange Jahre unser Trainer und ich habe mit ihm auch noch zusammen gespielt. Ich mehr schlecht als recht, er auch in höherem Alter mit guter Technik, abblockendem Stellungsspiel und viel Erfahrung.

Schön, diese Bilder zu sehen und dass es auch wieder eine Kneipe, einen Treffpunkt, den Blattlaus gibt. Schon lange Zeit haben die Dorfkneipen nach und nach ihre Pforten geschlossen. Doch es scheint gerade in diesen Zeiten auch wieder den Bedarf an Gemeinschaft und Treffen zu geben. Große Klasse finde ich es, dass es den Bioladen gibt, denn natürlich ist Bissenberg fast in einer einzigartigen Situation im Vergleich zu vielen umliegenden Gemeinden. Man hat noch einen eigenen Lebensmittelladen.

Mit der Besitzerin Ina habe ich vor vielen Jahren mal über die Vor- und Nachteile des Dorflebens gesprochen. Auch sie war mal weg gegangen, ist aber dann zurück gekommen, hat den Bioladen eröffnet und ist offensichtlich zufrieden auf dem Dorf. Bei mir führte der Weg fort aus Bissenberg und wohl auch nicht mehr in das damls 500 Seelen-Dorf zurück. Nur das rollende R wird bleiben.

Doch natürlich komme ich gerne „heim“. Meine Eltern wohnen noch dort und profitieren von der Gemeinschaft. Alle Nachbarn haben eine Auge auf sie und kümmern sich um sie. Dafür sind wir unendlich dankbar und so geht Gemeinschaft. Und es ist schön, mit den Eltern und Nachbarn wie Hansi und Christa auf dem Mäuerchen zu sitzen und zu schwadronieren. Hoffentlich bald mal wieder. So weit ein kleiner melancholischer Ausflug in die alte Heimat. Hier geht es zum Video, das ich leider nicht direkt im Blog einbetten kann.

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Vor dem Triell: So von wegen immer richtige Entscheidungen treffen oder der Breitbandausbau in Deutschland

Da hat der ach so joviale und bei jeder möglichen und unmöglichen Gelegenheit grinsende Karnevalsprinz Armin Laschet doch auf dem CSU-Parteitag einen raus gehauen. Endlich, werden die Freunde der „Rote Socken 2.0“-Kampagne jubeln. Die SPD habe bei Entscheidungen immer daneben gelegen:

 „In all den Entscheidungen der Nachkriegsgeschichte standen Sozialdemokraten immer auf der falschen Seite.“

Quelle: SPD-Generalsekretär Klingbeil wirft CDU und CSU Schmutzkampagne vor

Die Union besteht jetzt darauf, dass ich das „nur“ auf Wirtschafts- und Finanzpolitik bezogen habe. Und das Gespenst des Schuldenmachens und der Steuerhöhungen wird an die Wand gemalt. Vor dem heutigen Triell wollte doch ich in diesem Blog nur kurz an die digitale und strukturpolitische Kompetenz der CDU erinnern. Die letzte Regierung Helmut Schmidt wollte Anfang der achtziger Jahre den Glasfaserausbau vorantreiben. „Wäre der Plan durchgezogen worden, könnte die Bundesrepublik heute das beste Glasfasernetz der Welt haben,“ schreibt die Wirtschaftswoche. Und das hätte enorme wirtschaftspolitische Folgen gehabt, Hätte, hätte Fahrradkette …

Wer hat die Pläne gestoppt? Die nachfolgende Regierung Helmut Kohl. So viel zur wirtschaftspolitischen und vor allem technologischen und digitalen Weitsicht der Christdemokraten*. Und so viel zu der richtige Seite, auf der die CDU in der Nachkriegszeit immer stand. Die CDU und insbesondere Herr Laschet täten meiner Meinung nach besser daran, auf solche aggressiven Aussagen zu verzichten und stattdessen gerade in der Frage Digitalisierung, Wirtschaftspolitik und notwendiger Strukturwandel wirklich mal fortschrittlich zu sein und nicht Besitzstände ihrer potentiellen Klientel mit Händen und Füßen zu verteidigen.

Als ich die Aussagen von Laschet gelesen habe, war mir klar, dass ich mir die heutige Trielle wohl nicht anschaue, Ich erwarte nichts davon. Und besonders nicht viel zu Digitalisierung und Strukturwandel. Aber vielleicht täusche ich mich ja. Lars Basche wird sicher am Dienstag bei #9vor9 berichten können.

(Stefan Pfeiffer)

*Um es nur auch hier klar zu schreiben: Auch viele Entscheidungen der SPD zeugen nicht gerade von digitalem Veränderungswillen,

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Kyndryl: Wir erstellen, modernisieren und betreiben die IT-Systeme, auf die die Wirtschaft täglich angewiesen ist – Mein neuer Job in Communications ab 1.9.2021

Vor wenigen Wochen habe ich es nicht gedacht oder mir vorstellen können, aber nun passiert es. Ab dem heutigen Tag verlasse ich die IBM nach über 14 Jahren und arbeite für Kyndryl, derzeit noch eine IBM Company. In Zukunft wird sich Kyndryl als eigenständiges Unternehmen, als Spin-Off der IBM um die IT Infrastruktur von Firmen und Organisationen kümmern und baut dabei auf einen bestehenden Kundenstamm auf. Oder wie steht es auf LinkedIn: „We design, build, manage and modernize the mission-critical technology systems that the world depends on every day.“ Kyndryl sorgt dafür, dass viele Prozesse und Dienstleistungen, die wir täglich nutzen, einfach“funzen“.

Mein Kollege Lukas Winklmann hat es sehr treffend gesagt: Wir sind das Herz der Industrie, der Wirtschaft. Konkreter: Viele Flieger würden nicht abheben, Tickets von Fluggesellschaften und Bahn nicht ausgestellt, Banktransaktionen nicht durchgeführt, Päckchen nicht ausgeliefert, der Impfnachweis nicht ausgestellt werden können, wenn Kyndryl nicht die IT der entsprechenden Unternehmen oder Organisationen 100 Prozent stabil und ausfallsicher betreiben würde. Es handelt sich um wirklich missionskritische Infrastrukturen, um die sich die Expertinnen und Experten von Knydryl kümmern und wo sie über langjährige Erfahrung verfügen. Zu den Kompetenzbereichen gehört der IT Betrieb von Infrastruktur und Anwendungen (wie beispielsweise SAP oder Oracle) ebenso wie Cloud und Digital Workplace-Services, Cybersecurity und Resiliency.

Diese Dienstleistungen haben die Kolleginnen und Kollegen geraume Zeit in der IBM als Global Technology Services erbracht. Nun wird der Geschäftsbereich aus der IBM heraus gelöst, um unabhängig und fokussiert auf dem Markt agieren zu können. Mit flachen Hierarchien und einer Startup-Mentalität will man bestehende Kunden weiterhin zuverlässig betreuen, genauso jedoch expandieren – auch in Deutschland. Die Chancen dafür sind da, denn gerade die vergangenen Monate haben gezeigt, wie wichtig ein robuster, 100 Prozent zuverlässiger IT Backbone für das Funktionieren von Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung ist. Und der Bedarf an Infrastruktur wächst weiter, von den funktionierenden Clouds bis zu den intelligenten Geräten in der Produktion, am Rand, an der Edge.

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Digitalisierung beim Triell kein Thema? Und der Armin als Konkurrenz für Livestreaming-König Gunni – Themen bei #9vor9

Natürlich geht der Wahlkampf auch an #9vor9 nicht spurlos vorbei und Lars Basche hatte das Thema Triell, die Diskussion der Kanzlerkandidatin und der beiden Kanzlerkandidaten im Fokus. Nicht nur er hat vermisst, dass das Thema Digitalisierung explizit angesprochen wurde. Wäre ich polemisch, könnte ich schreiben, welche RTL-Zuschauerin und welchen -Zuschauer es denn interessiert. Aber das ist ungerecht böse, denn viele haben offensichtlich der Diskussion gefolgt. Und natürlich ist Digitalisierung in vielen Themen immanent enthalten: Gesundheitswesen und Covid-19, Bildung und Schulen, öffentliche Verwaltung und so weiter. Doch ich bleibe bei Lars und denjenigen, die angeprangert haben, dass der Begriff nicht wirklich gefallen und das doch brandheiße Thema nicht diskutiert wurde.

Lobenswert findet der Lars übrigens, den sachlichen Umgang der Kandidatin und der Kandidaten miteinander. Keine Schlammschlacht gegeneinander, wie man sie in vergangenen Wahlkämpfen durchaus verfolgen konnte. Bisher. Und das ist auch eine gute Überleitung zu meiner Müdigkeit.

Auf Twitter folge ich einer Liste von Personen, deren Tweets ich interessant und bemerkenswert finde. Diese Liste #MeineBlase ist nur für mich sichtbar. Dadurch blende ich den generellen Strom vom Tweets aus und hatte das Gefühl, dass für mich relevante Themen und Kommentare bei mir landen. Dieses Vorgehen ist ein Teil meiner Informationsstrategie. Doch in den vergangenen Wochen bin ich ermüdet und gelangweilt.

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Hätte man mir vor einigen Wochen vorhergesagt, dass ich für eine neue Firma arbeiten werde …

Hätte man mir vor einigen Wochen vorhergesagt, dass ich für eine neue Firma arbeiten werde, hätte ich wahrscheinlich den Vogel gezeigt. Doch manchmal kommt es anders … Zum heutigen 31. August verlasse ich die IBM nach über 14 Jahren. Eine unfassbare lange Zeit und damit hatte ich 2007 sicher nicht gerechnet, als mein damaliger Arbeitgeber FileNet von einem der Hauptwettbewerber im Segment Dokumentenmanagement, Archivierung und Enterprise Content Management, eben der IBM, aufgekauft und übernommen wurde.

Zum 1. Juli 2007 wurde ich damals dann IBM’er, ein Teil von Big Blue. Danach – der erste Beitrag hier datiert auf den März 2009 – ist auch dieser Blog hier entstanden, der einige technische und inhaltliche Iterationen durchlebt hat. Von Posterous und Blogger bin ich auf WordPress.com als Blogging-Plattform umgestiegen, die beiden Blogs digitalnaiv.com als „dienstliches“ Sprachrohr und ei-gude-wie als privates Notizbuch wurden in stefanpfeiffer.blog wurden vereint. Einerseits habe ich so einen Platz, an dem ich alles wie in einem Tagebuch veröffentliche, andererseits geht ein wenig der Fokus, wenn es neben Digitalisierung und Homeoffice auch um Wein oder Fußball geht.

Das ist aber nicht so entscheidend: Dieser Blog ist in großen Teil auch ein „Protokoll“ meiner Arbeit, meiner verschiedenen Rollen und Projekte in der IBM und der Arbeit mit Kolleginnen und Kollegen, Kunden, Partnern und Bekannten aus dem Netz und der realen Welt. Und ja, auch das Netz kann natürlich real sein, manche Freundschaft und gute Bekanntschaft ist daraus entstanden und viele davon halten auch noch. Wenn ich den ein oder anderen Beitrag lese, schüttele ich den Kopf, da ich da doch sehr in Rolle als Marketer verhaftet oder im Zeitgeist gefangen war. Aber es gibt durchaus Artikel, zu denen ich auch heute noch guten Gewissens stehe.

Und als alter Nostalgiker und Romantiker ein kleiner, beruflicher Rückblick. Die erste Zeit ist natürlich von meiner Arbeit als Marketer für das Thema Enterprise Content Management und den damals neuen Job in der Vermarktung der Lotus-Produkte der IBM geprägt. Besonders gerne denke ich an die Zusammenarbeit mit den Kundenvereinigungen zurück, den FileNet Anwenderkreis (AWK) und die DNUG, die Lotrus-Kundenvereinigung. Das hat immer besonders Spaß gemacht, Natürlich denke ich auch mit Freude an die Besuche auf der Lotusphere (meist) in Orlando. Hier ein Rückblick mit Bildern auf die Lotusphere nicht nur mit Captain Kirk. Aus Lotus wurde dann IBM Collaboration Solutions endend mit dem Verkauf des Portfolios an HCL.

Mein Leben als Marketer in der IBM war von großen Veranstaltungen geprägt. Besondere Evente waren für mich die Auftritte auf und die Zusammenarbeit mit der re:publica, initiiert durch meinen damaligen Kollegen Peter Schütt und von mir weiter getrieben. Ob es die gemeinsamen Bustouren mit Bloggern durch Deutschland oder der Auftritt eines ganzen Orchesters und Tangotanz auf den HR Festivals, es waren immer besondere Auftritte, in der wir uns modern, fortschrittlich und offen präsentierten.

Und natürlich gab es auch die „normaleren“ Events: Jahrelang war ich für Messeauftritte von FileNet und dann IBM auf der Fachmesse DMSExpo verantwortlich. Ich kann gar nicht mehr zählen, wie viele Cebit’s ich (schon lange vor IBM) erlebt habe. Beide Flaggschiff-Messen gibt es nicht mehr. Auf der Cebit haben Gunnar Sohn und ich zumindest zum Abschluss noch als Tatortreiniger sauber gemacht. Eine Zeitenwende in Bezug auf große Messen und Veranstaltungen?

Damals haben wir natürlich die Pandemie und deren Folgen für die Eventbranche und Veranstaltungen ahnen können. Aber wir haben darüber nachgedacht, wie wir Messen, Kongresse und Firmenveranstaltungen digital verlängern könnten und mit Formaten wie dem IBM Livestudio experimentiert, erstmals auf der letzten Cebit und dann auf dem IBM PopUp in Berlin*. Das zugrunde liegende Konzept konnten wir dann aufgreifen und in der Pandemie ab März 2020 wöchentlich auf LinkedIn und Twitter Gespräche und Berichte aus der IBM senden. Kommt es am Ende der Pandemie zu einem Zurück zu bekannten, etablierten Vorort-Veranstaltungen? Zumindest eine Sehnsucht nach solchen Events meine ich wahrzunehmen, natürlich auch wegen einer Übersättigung mit virtuellen Formaten, Webinaren und Onlinekonferenzen.

Nicht nur bei Events, in den vergangenen 14 Jahren hat sich in vielen Bereichen von Marketing und Kommunikation eine Menge getan. Soziale Medien haben sich durchgesetzt und werden von Unternehmen genutzt. 2009 habe beispielsweise in diesem Beitrag noch die rhetorische Frage, ob man „Zwitschern“ überhaupt ernst nehmen kann (inklusive des verlinkten Videos von Amanda Lear Follow me). Die Nutzung hat sich verändert: Im Gegensatz zu den ersten, wilden Jahren haben in der Nutzung sozialer Medien in Unternehmen heute weitgehend die Freunde der kontrollierten, offiziösen Kommunikation die Oberhand gewonnen. Im Marketing gewinnt digitales Marketing weiter an Bedeutung. Themen wie Messbarkeit mit data-driven Marketing, Content Marketing oder auch Account Based Marketing wurden und werden diskutiert.

Viele spannende Entwicklungen also. Und es geht ebenso spannend weiter. Ich möchte mich auf jeden Fall bei meinen Chefs während dieser Zeit bedanken, dass ich doch viele Experimente und Projekte machen, Marketingtaktiken ausprobieren durfte. Das empfinde ich als großen Vertrauensbeweis. Und natürlich geht der Dank auch an alle Kolleginnen und Kollegen, an die Agenturen, Geschäftspartner, Kunden und Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht! Merci. Ich freue mich auf meine neue Aufgabe. Dazu morgen mehr.

(Stefan Pfeiffer)

*Leider sind viele der Livestudio-Beiträge nicht mehr live, da die IBM Kanäle konsolidiert wurden.

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Wie arbeite ich neue Mitarbeiter:innen in Pandemie-Zeiten ein? #9vor9 mit Peter M. Wald und dem Thema Hybrid Work

Nach der Sommerpause war #9vor9 endlich wieder zurück und wir reden nur off the records über Urlaub …. in #9vor9 dagegen über Arbeit und Arbeiten. Und das mit unserem gerne gesehenen „Homeoffice“-Gast Peter M. Wald, der an der HTWK Leipzig zum Thema Personalmanagement forscht und lehrt. Die Homeoffice-Diskussion ist zwar sicher nicht beendet – manch einer malt weiterhin schwarz oder weiß den Homeoffice-Gott oder -Teufel an die Wand -, aber ein Teil der Diskussion hat sich in Richtung Hybrid Work weiter entwickelt.

Peter hat hier eine Vielzahl von Literatur gesammelt unf geteilt, die die verschiedenen Aspekt von Hybrid Work beleuchtet. In unserem Gespräch sind wir vor allem auf die Frage von Onboarding, vom Einarbeiten neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Zeiten von Covid19 und eben Hybrid Work-Umgebungen eingegangene. Eine Führungsaufgabe, die viel Planung, Achtsamkeit und Sensibilität erfordert.

Interessant war es für jemanden aus dem Unternehmenskontext zu hören, wie Peter in Lehre und Forschung ja ständig neue Studierende „an Bord nehmen“ muss – und das natürlich jetzt auch in Zeiten der Pandemie und das auf Unternehmen zu reflektieren. Wie schaffe ich es, neue Kolleginnen und Kollegen im positiven Sinne zu sozialisieren, ihnen den Stallgeruch zu vermitteln und sie einzuarbeiten, wenn Präsenz am Arbeitsplatz und in den Büros in vielen Unternehmen noch nicht ge- und erwünscht oder aus Sicherheitsgründen einfach nicht möglich ist. Das sind Herausforderungen, die wie schon erwähnt sorgfältiger Planung bedürfen. Einfach mal rein hören in unser Gespräch und vielleicht gibt es ja auch die ein oder andere persönliche Ankündigung.

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Die Umweltkatastrophe kann überall in Deutschland passieren – Hilfe für die Winzer an der Ahr

Die Bilder von der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und in Nordrhein-Westfalen, in anderen Bundesländern und benachbarten Ländern zeigen eine Naturkatastrophe, Bilder von Verwüstung und Zerstörung. Die Zahl der Toten erschüttert. Besonders betroffen machen mich die Bilder von der Ahr. Sie habe ich mit meiner Frau, Freunden und Familie zweimal besucht und wir haben die Zeit dort genossen. Wir haben in Dernau im Hofgarten von Meyer-Mäkel gesessen, den Regierungsbunker und die römischen Ruinen besucht, sind auf den Spuren von Weindetektiv und Starkoch Eichendorff gewandelt, kurz, haben Land und Leute, Landschaft, Essen und Trinken in vollen Zügen genossen. Wenn ich mir die Fotos anschaue und die Bilder sehe, die jetzt durch Netz und Medien gehen, bin ich schockiert und die Gedanken, sind bei denen, die materielle Verluste oder gar geliebte Menschen verloren oder im Krankenhaus haben.

Doch machen wir uns nichts vor. Diese Katastrophe ist nicht aus heiterem Himmel unerwartet gekommen, wie ein gewisser Ministerpräsident behauptet. Sie war sogar in Deutschland zu erwarten. Meteorologen haben Tage vorher gewarnt. Solche Naturkatastrophen können überall in Deutschland geschehen. Es kann ein Bach, ein Fluss sein, der aufgrund von Starkregen aus seinem Bett tritt und die Umgebung überflutet. Wir hatten das auch schon in meinem Wohnort in nur 100 Meter Entfernung, gottseidank nicht mit solchen Konsequenzen für Leib und Leben. Wir erleben Tornados und Hitzeperioden in Deutschland und anderen Teilen der Welt. Auch unser Dach wurde schon einmal in einem Sturm mit entsprechenden Konsequenzen beschädigt.

Die Bilder sind von 2016 rund 100 Meter von unserer Wohnung entfernt.
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Digitalabgabe, Community-Journalismus, Fake News und lahmgelegte Kreisverwaltung bei #9vor9

Kurz vor der Sommerpause, die wir wie viele andere prominentere Talkshows einlegen, haben Lars und ich heute einen bunten Strauss an Themen behandelt. Nachgelegt zum Thema Cybersecurity – man erinnere sich an die vorhergehende Sendung – haben wir mit Katastrophenfall ausgelöst durch einen Hackerangriff im Landkreis Anhalt-Bitterfeld. Dort musste die Verwaltung ihre Arbeit weitgehend einstellen. Das Thema Sicherheit bleibt … sicher und wird uns alle beschäftigen, vor allem, wo gerade auch die öffentliche Verwaltung nicht gerade die besten Noten in puncto Security ausgestellt bekommt.

Das Thema Community-Journalismus brachte dann Lars auf die Agenda. Anlass ist die Etablierung des Begriffs durch den Medienjournalisten Peter Turi, der in einem Artikel und einer Podcast-Episode das Thema erklärt.

Was ist Community-Journalismus, und wie unterscheidet er sich vom traditionellen Journalismus? Ziel des Community-Journalismus ist es, eine klar definierten Zielgruppe dauerhaft mit nachhaltigen Angeboten zu informieren, inspirieren und zur Kommunikation zu verleiten. Im Community-Journalismus, wie wir bei turi2 ihn verstehen, sind alle nicht nachhaltigen und exkludierenden Methoden verboten – vor allem Clickbaiting und Paid-Content-Teasing. Das heißt: Wir locken niemanden mit übergeigten Überschriften, wir lehnen jede Form von Clickbaiting ab, wir emotionalisieren nicht, wir erklären niemandem, wie er die Welt zu sehen hat, wir legen keine Inhalte hinter Bezahlschranken, wir drängen niemanden, Abos abzuschließen, uns Geld oder Daten zu spenden.

Die Journalistin* der Zukunft baut der Community eine Bühne (* Männer sind mitgemeint) – Peter Turi in Der Journalist
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Cybersecurity ist Toppriorität – in Unternehmen, Behörden, für die Infrastruktur, im Homeoffice und privat – Unser Thema bei #9vor9

Hackerangriffe und Cyberattacken, das war heute ein zentrales Thema bei #9vor9 mit der Stammbesatzung Lars und Stefan. Man kommt an dem Thema einfach nicht mehr vorbei, nicht nur wegen der aktuellen Angriffe der russischsprachigen Hackergruppe REvil, die in die Systeme des amerikanischen IT-Dienstleisters Kaseya  eingedrungen ist und wohl über deren Fernwartungssoftware dann eine Schadprogramme an wohl mehrere hundert Unternehmen in den USA und Europa verteilt hat. Daten wurden verschlüsselt und können nur von den Hackern – natürlich gegen Lösegeld – wieder entschlüsselt und damit nutzbar gemacht werden.

Es scheint, dass die Methoden immer perfider werden und es ist ja auch nicht das erste Mal, dass professionelle Software-Produkte infiziert werden und über diese Hintertür in Unternehmensnetzwerke eingedrungen wird. Und jeder sei vor dem Satz gewarnt „Uns kann das nicht passieren“. Hochmut kommt vor einem potentiellen Sicherheitsvorfall mit entsprechenden Lösegeldforderungen. In den vergangenen Monaten haben wir erlebt, dass auch IT-Unternehmen wie die Software AG, denen man IT-Expertise bestimmt nicht absprechen kann, befallen werden können.

Und vergessen wir nicht die Meldungen über veraltete Windows-Server, die noch immer im Einsatz sind, oder Server und Clients, die nicht die neuesten Patches eingespielt haben. Auf Millionen Rechnern ist noch Windows 7 installiert und und sie sind eine Sicherheitslücke. Diese Microsoft-Probleme existieren schon seit Jahren immer wieder, beispielsweise vor kurzem beim E-Mail-Dienst Microsoft Exchange. Und sie betreffen Unternehmen, Privatpersonen und unsere Infrastruktur.

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