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Microsoft und nicht nur die deutsche Verwaltung, Huawei, Maersk und die DFB-Auswahl – Bunter Reigen beim Wochenrückblick #57

Im DigitalNaiv’en Wochenrückblick gibt es diesmal ganz unterschiedliche Themen, von Fussball über Newsletter bis zu einer Reihe IT-zentrischer Digitalthemen. Damit fange ich auch an. Der Streit rund um den Einsatz von Microsoft35 oder Office365 geht weiter. Die Datenschutzkonferenz (DSK) und der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber stellen einen datenschutzkonformen Einsatz weiter in Frage und fordert Anwender auf, weitere Schutzmassnahmen zu treffen.

Die Datenschutzkonferenz (DSK) hat eine neue Bewertung zur Nutzung von Microsoft 365 veröffentlicht, die öffentliche wie auch nicht-öffentliche Anwender betrifft. Nicht nur Schulen und Behörden, auch Unternehmen sollten jetzt prüfen, wie sie die Office-Lösung aus der Cloud datenschutz­gerecht einsetzen können.

Sollten Unternehmen Microsoft 365 nutzen oder nicht? – Security Insider

Microsoft sieht das naturgemäß ganz anders, wie auch im Artikel auf Security Insider zu lesen ist. In der Unternehmensrealität scheinen mir die Bedenken keine Rolle zu spielen. Die Unternehmen setzen Microsoft365 beziehungsweise früher Windows und Microsoft Office einfach ein, vielleicht auch, weil es keine wirklichen Alternativen zu geben scheint. Nur die öffentliche Verwaltung hadert hier und da. Mal schauen, ob sich das durch die von SAP und Microsoft für 2024 angekündigte Verwaltungs-Cloud ändern wird.

Natürlich gibt es auch diejenigen, die postulieren, dass doch alles nicht so schlimm ist und man Teams und die anderen Microsoft-Tools halt einsetzen solle. Die Datenschutz-Manie der hierzulande sei typisch deutsch. Völlig überzogen. Meine 2 Cents: Digitale Souveränität Europas sieht auf jeden Fall anders aus, als sich dem Monopolisten Microsoft widerspruchslos hinzugeben.

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Knapp ein Jahr nach dem Pflanzen: Wie geht es unseren Bäumen im Odenwald?

Es ist fast ein Jahr her, dass wir – einige Kyndryls – im Odenwald bei Erbach damit begonnen haben, 1.000 Bäume zu pflanzen. Für diejenigen, die damals dabei waren, war es ein tolles Ereignis. Nun haben wir, Roland Seel und ich, knapp ein Jahr danach im August 2022 die Lichtung besucht und uns dort mit Forstdirektor Jost Arnold und Oberförster Hubertus Kasper verabredet.

Im Video könnt Ihr unsere Bäume sehen und Jost erklärt uns einmal mehr in plastischer Art und Weise, wie es derzeit aussieht. Wir nehmen die Spannung vorweg: Wir hatten unsere Bedenken, aber unsere Bäume haben den heißen Sommer vergleichsweise gut überstanden und wachsen inmitten eines buntes Pflanzenökosystems gut auf.

Und wer einmal in der Gegend ist: Es lohnt sich einen Abstecher zu unserem Wald am Nibelungenweg zu machen. Bald wird dort auch ein Kyndryl-Schild stehen. Wir beide werden auf jeden Fall wieder kommen und den Wuchs unserer Bäume verfolgen und die schöne Natur und Gastronomie der Gegend genießen.

Hier findet Ihr unseren Wald bei LifeTerra. Und das sind die Google-Koordinaten.

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Vom smarten Eierkocher zu zu energiesparenden Thermostaten – #9vor9 zum SmartHome

Das SmartHome: Licht per Smartphone ausschalten, gucken, wer vor der Tür ist, den Rasen zeitgesteuert sprengen und viele andere Spielereien. Angesichts der Energiekrise könnte SmartHome jedoch angesichts explodierender Energiepreise an Bedeutung gewinnen. Smarte Thermostate steuern die Heizkörper und helfen sparen. Bringt das was? Das habe ich mit Lars diesen Dienstag (27.9.2022) diskutiert.

Unbestritten hat Lars das intelligentere Gerät im Einsatz: den intelligenten Eierkocher. Bei mir sind es die besagten Thermostate neben Energiespar-Steckerkleisten schon lange im Einsatz. Bringen sie was? Das glaube ich schon, aber es braucht doch einige Zeit, bis sie sich amortisieren, besonders natürlich dann, wenn man sich in der eh etwas teureren Apple Home-kompatiblen Welt bewegt, in der wir uns daheim bewegen.

Von welchem Einsparpotential kann man denn ausgehen? Da gehen die Aussagen natürlich auseinander. Die Anbieter smarter Thermostate propagieren – so der aktuelle Bericht auf Zeit Online -, dass Kunden „Heizkosten im Schnitt um 22 Prozent senken können“. Die Stiftung Warentest ging 2019 für Wohnungen von einem Sparpotenzial von fünf bis acht Prozent aus. Vieles hängt natürlich davon ab, wie man vorher manuell seine Heizung gesteuert hat, ob man zeitnah die Thermostate runter geregelt hat.

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Mastodon-Tool & Link des Tages: Text im Browser markieren, editieren und mit Link zur Quelle als Toot veröffentlichen

In meinem Profil habe ich mich als Informationsjunkie bezeichnet. Ich „konsumiere“ sehr viele Informationen, heutzutage natürlich meist Internet-Seiten. Und wenn ich auf interessante Aussagen treffe, zitiere und kommentiere ich diese gerne. Auf Twitter setze ich dazu meist die Browser-Erweiterung Buffer ein, die nicht nur markierten Text übernimmt, sondern es mir auch erlaubt, Tweets auf Termin zu legen.

Text markieren, rechte Maustaste drücken, in Mastodon teilen wählen und …

Für Mastodon habe ich Mastodon Share von Kernox auf Github gefunden. Das Tool ist etwas umständlich und freakig1. Ich muss zuerst den Text markieren, mit der rechten Maustaste die Markierung teilen, dann über das Symbol der Erweiterung gehen, um den Text, den ich veröffentlichen will, zu editieren. Und wehe ich gehe während des bearbeitens des Textes auf einen anderen Browser-Tab. Dann ist alles weg.

.. und in der Version 0.6 von Kernox klickt man auf das Symbol in der Browser-Leiste, bearbeitet den Text und kann dann „tröten“.

Einige Einschränkungen sind hausgemacht, für andere kann man die Entwickler gar nicht verantwortlich machen. Ich habe noch kein Tool gefunden, mit dem ich beispielsweise Entwürfe für „Toots“ speichern kann und auch eine Funktion, um Veröffentlichungen auf Termin zu legen, fehlt mir. Dies sind Funktionen, die im Basiscode von Mastodon verankert werden müssten.

Doch zurück zu Mastodon Share: Trotz der Limitationen nutze ich die Erweiterung nun seit einigen Tagen und bin zufrieden. Dadurch kann ich weiter interessante Inhalte kuratieren und kommentieren. Wegen der beschriebenen Problemchen gebe ich der Version von Kernox maximal 3 bis 4 Punkte. Trotzdem möchte ich die Extension als Tool des Tages nicht missen!

Und dann bin ich im Chrome Store doch glatt auf den Mastodon Share Button von Browser Natives in der Version 1.0 gestoßen, der einige der oben beschriebenen Kinderkrankheiten auszumerzen scheint. Beispielsweise kann man einen selektierten Text in aller Ruhe in einem Tab nachbearbeiten. Doch zu früh gejubelt: Zu oft kommt eine Fehlermeldung, wenn ich Zitate und Texte aus meinem WordPress.com-Blog oder von anderen Webseiten nach Mastodon-publizieren möchte. Eine E-Mail-Anfrage an die Entwickler läuft auch mit der Frage, ob die beiden Entwicklungen zusammen hängen. Please stay tuned.

Das Editieren scheint mit dem Mastodon Share Button von Browser Natives einfacher zu gehen: Ein Extra-Browser Tab öffnet sich.

1 Diese Version von Kernox muss man über Github installieren, dabei das richtige Verzeichnis mit Manifest (Mastodon-Share-Browser-Extension/src/) finden, damit sich die Extension installiert. Auch wird bei den Chrome-Erweiterungen angezeigt, dass die eingesetzte Manifest Version 2 ab 2023 nicht mehr unterstützt werde. Ich bin gespannt.

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Erhöhte Obacht bei E-Mails und ich habe nichts zu verbergen ODER Phishing und gestohlene WhatsApp-Daten

Zwei Service-Themen hier, die ich auf Mastodon bereits verteilt habe, nochmals für Leserinnen und Leser meines Blogs: Weihnachtszeit ist die Zeit, viele Päckchen und Pakete zu verschicken. Das wissen auch die bösen Buben und schicken gefälschte E-Mails – in meinem Beispiel angeblich von DHL – in der Hoffnung, dass Empfängerinnen und Empfänger auf Links klicken, Daten preisgeben oder sich einen Virus einfangen. Deshalb gilt es, nicht nur jetzt aufmerksam zu sein. In meinem Beispiel ist es die wirkliche E-Mail-Adresse, die die Fake-Mail als Phishing-Versuch entlarvt. In jedem Mail-Programm kann man sich die anzeigen lassen, hier in Apple Mail durch Klicken auf den Pfeil nach unten. Zudem hatte ich gerade nichts bestellt. Also auch darüber nachdenken, ob die Nachricht plausibel ist.

Und es hat wieder einmal die Nutzer von WhatsApp getroffen. Fast eine halbe Milliarde Nummern von WhatsApp-Anwenderinnen und -Anwendern stehen im DarkNet zum Verkauf. [Ironie ein] Es sind auch nur 8 Millionen aus Deutschland, kein Grund besorgt zu sein. Wir haben ja nichts zu verbergen, [Ironie aus]. Es ist erstaunlich, wie so etwas der Mehrzahl der Leute am Boppes vorbei geht

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Mastodon-Tool & Link des Tages: Twitter-Follower mit Movetodon im Fediverse finden und folgen

Auf Twitter habe ich. noch immer über 5.000 Follower und viele davon sind Freunde, Bekannte und „Expertinnen“ und Experten, mit denen ich nicht den Kontakt verlieren möchte. Und da ich wenig Vertrauen in die Zukunft von Twitter unter Elon Musk habe, stellt sich mir die Frage, ob ich einige der Follower nach Mastodon „mitnehmen“, mit ihnen im Fediverse im Kontakt bleiben kann.

Dafür gibt es unterdessen verschiedene Tools, die dankenswerterweise entwickelt wurden. Schnell bin ich auf Fedifinder von Luca Hammer gestoßen. Das Tool scannt Deine Twitter-Follower danach, ob Mastodon-Informationen vorhanden sind, und exportiert die Kontakte in eine CSV-Datei, die man dann in Mastodon importieren kann. Hat sauber funktioniert, aber natürlich werden alle gefundenen Kontakte übernommen, außer ich bearbeite vorher die CSV-Datei. Ich habe dann die Liste der Personen, denen ich folgen will, später manuell in Mastodon bereinigt.

Mein Favorit ist aber unterdessen Movetodon von @[email protected]. Hier werden die Kontakte eben nicht wie bei anderen Tools in eine CSV-Datei kopiert, die man dann importieren kann. Tibor hat es so programmiert, dass ich unter https://www.movetodon.org/, nachdem ich meinen Twitter-Account freigegeben habe, die Personen sehe, die auch auf Mastodon sind. Es wird angezeigt, ob ich jemandem bereits im Fediverse folge oder noch nicht, seit wann die Person im Fediverse und wie aktiv sie ist.

Ein kleiner Wunsch bleibt noch: Tolle wäre es, wenn man noch nach Aktivität sortieren könnte. Es bringt ja wenig, jemandem zu folgen, der nur registriert, aber nicht aktiv ist. Nützlich ist, dass man auch nach Aktivität sortieren kann und sich so nur den Mitglieder folgen kann, die wirklich aktiv sind. MovetoDon bietet ganz tolle Funktionalität und dafür 5 Sterne oder mein Tool des Tages. Unterdessen gibt es noch einige weitere Werkzeuge, aber das sind die beiden, die ich selbst benutzt habe und benutze.

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Netflix’er trifft auf ARD/ZDF Mediathek-Nutzer – Die Onlinestudie 2022 bei #9vor9

Was für eine Woche, aber natürlich muss ich der Chronistenpflicht nachkommen. Hier ist unser Talk vom Dienstag (29.11.2022) rund um die ARD und ZDF Onlinestudie 2022. Generationen prallten aufeinander: Der intensive Netflix- und andere Streamingdienste nutzende Lars Basche trifft auf den ARD und ZDF Mediathek-Nutzer Stefan Pfeiffer (der nur dann Disney+ abonniert, wenn es etwas Neues zu Star Wars gibt).

Wir reden über die ARD-ZDF Onlinestudie, die die öffentlich-rechtlichen Sender im November veröffentlicht haben. Wir stellen die wichtigsten Ergebnisse vor und kommentieren diese, so zum Beispiel die immer noch bestehende Dominanz der Meta-Plattformen in Deutschland, vor allem Facebook steht immer noch gut da. Video in seinen unterschiedlichen Formen und auf den unterschiedlichen Plattformen ist absoluter Mainstream, selbst die älteren Generationen nutzen immer mehr Bewegtbild im Netz, wovon vor allem die Mediatheken von ARD und ZDF profitieren.

Und Audio ist ebenfalls ein Massenphänomen. Musik spielt hier immer noch die größte Rolle, aber auch Podcasts oder Radiosendungen/-beiträge zeitversetzt werden immer stärker regelmäßig gehört. von 30% der Gesamtbevölkerung und sogar fast 50% der 14- bis 29-Jährigen. hier die Studienergebnisse im Überblick: https://www.ard-zdf-onlinestudie.de/.

Und jetzt ist sie endlich da: die 100. Episode unseres Podcasts, die ich schon vergangene Woche voreilig angekündigt hatte, bevor Lars dann feststellte, dass er nicht den richtigen Ton getroffen hat. Dann ist es jetzt endlich Zeit, auch mal danke zu sagen, an den Lars als meinen langjährigen Sparringpartner und auch an Gunnar Sohn, der mal mit uns zusammen zu IBM-Zeiten gegründet und getrieben hat und dem wir weiter in Freundschaft verbunden bleiben. Und Du weißt, lieber Gunni, dass wir auf Deine Comeback warten …

Episode 100 – Über die ARD/ZDF Onlinestudie – Die Digitalthemen der Woche

Da ist sie nun endlich, die 100. Episode der Podcast-Version unserer kleinen Sendung rund um Digitalthemen, die uns interessieren und beschäftigen. Wir reden über die ARD-ZDF Onlinestudie, die die öffentlich-rechtlichen Sender im November veröffentlicht haben. Wir stellen die wichtigsten Ergebnisse vor und kommentieren diese, so zum Beispiel die immer noch bestehende Dominanz der Meta-Plattformen in Deutschland, vor allem Facebook steht immer noch gut da. Video in seinen unterschiedlichen Formen und auf den unterschiedlichen Plattformen ist absoluter Mainstream, selbst die älteren Generationen nutzen immer mehr Bewegtbild im Netz, wovon vor allem die Mediatheken von ARD und ZDF profitieren. Und Audio ist ebenfalls ein Massenphänomen. Musik spielt hier immer noch die größte Rolle, aber auch Podcasts oder Radiosendungen/-beiträge zeitversetzt werden immer stärker regelmäßig gehört. von 30% der Gesamtbevölkerung und sogar fast 50% der 14- bis 29-Jährigen. Viel Spaß denn auch beim Hören dieses Podcasts.
  1. Episode 100 – Über die ARD/ZDF Onlinestudie
  2. Episode 99 – Über Twitter und den Chief Twit
  3. Episode 98 – Über kompreno
  4. Episode 97: Über Digitalisierung und Schule
  5. 9vor9 Episode 96 – Über das Smart Home

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Elon holt die Nazis zurück – China und die deutsche Autoindustrie – Communities sind nicht am Ende – im #DigitaleNaiv’en Wochenrückblick #56

Natürlich waren Elon Musk und Twitter, das Fediverse und Mastodon auch diese Woche wieder Thema. Ich bin gespannt, was kommende Woche geschieht, sollte Musk wirklich eine Generalamnestie für alle gesperrten Twitter-Konten durchführen und dann noch mehr Hetze und Shit auf Twitter verbreitet werden:

Die Nazis kommen wieder, unter anderem. Wer in den letzten Jahren etwa wegen Hass und Hetze von der Plattform geschmissen wurde, darf zurück. Nicht mit neu angelegten Accounts ohne Follower*innen, sondern mit der alten Reichweite. Fachleute halten das für eine Katastrophe.

Twitter-Amnestie: Elon Musk holt die Rechtsextremen zurück

Vielleicht überlegen sich dann noch einige Journalisten, Influencer, Verlage und öffentliche Institutionen, ob es nicht Alternativen zu Twitter gibt. Und es wird auch spannend sein, ob es eine neue Welle – ist es dann eigentlich die 5. Welle? – von Zuwanderinnen und Zuwanderern nach Mastodon geben wird.

Ich bin gespannt und würde mir wünschen, dass noch mehr Institutionen aus Bund, Ländern, Kommunen, Stiftungen, Forschung oder Kunst ins Fediverse kommen. Ja, es ist Bewegung drinnen, aber aus meiner Sicht noch viel zu wenig. Toll wäre es, wenn ARD und ZDF wie von Leonhard Dobusch schon länger angeregt, ihre Mediatheken mit dem Fediverse verheiraten würden. All das könnte dazu beitragen, dass ein föderiertes, unabhängiges Netz von Instanzen mehr an Bedeutung gewinnt. Das wäre mal ein deutliches Zeichen.

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Trump’eltier, Musk’elkater und die Hoffnung auf eine einzigartige Chance, Twitter-Alternativen zu schaffen bei #9vor9

Live aus dem Aquarium haben sich Lars und ich über Twitter, den Musk’elkater, den das Unternehmen, insbesondere seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch seine Kunden erleiden müssen sowie am Rande auch über das Trump’eltier sowie die Entwicklung rund um Mastodon unterhalten. An diesem Themenspektrum kommen wir aktuell als Social Media-Interessierte einfach nicht vorbei.

Beide haben wir unsere Aktivitäten auf Twitter angesichts der Ereignisse der vergangenen Tage und Wochen herunter gefahren. Twitter hat – so unsere Beobachtung – derzeit zwei große Herausforderungen: Es scheint vermehrt zu technischen Problemen und Instabilität zu kommen. So konnten beispielsweise plötzlich ganze Filme und Videos hochgeladen und geteilt werden. Das Copyright-System scheint kollabiert zu sein.

Und auf anderen Seite sehen wir einen Derwisch von Elon Musk, der Werbekunden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die normalen User durch seine unvorhersehbaren Entscheidungen von den Massenentlassungen bis zur Wiederzulassung von Trump abgeschreckt. Zitat Lars: „Und ich, bescheuert wie ich bin, habe noch dabei mitgemacht bei dieser Umfrage und habe mich sowas von geärgert im Nachhinein.“ Prognose Lars: Trump wird wieder aktiv werden. Ein weiterer „Todestoß“ für Twitter, wenn es so käme.

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Warum die Tumblr-Ankündigung, über ActivityPub mit Mastodon und dem Fediverse zu integrieren, so relevant sein könnte

Automattic CEO Matt Mullenweg hat angekündigt, dass Tumblr durch die ActivityPub-API von Matthias Pfefferle mit Mastodon und dem Fediverse integrieren will. Warum ist das so wichtig? Tumblr hatte 2019 rund 472 Millionen Konten und ist eine Microblogging und Person-to-person-Kommunikationsdienst, der 2007 von David Karp eingeführt wurde und unterdessen im Besitz von Automattic, die auch WordPress besitzen.

Dies könnte ein sehr bemerkenswerter Schritt, ja Meilenstein oder Game Changer sein, um Mastodon und das Fediverse erfolgreicher zu machen und dazu führen, dass Tumblr der meist genutzte Fediverse-/Mastodon-Client wird. Natürlich zählt nicht die pure Anzahl der User, sondern wie aktiv (und in welchem Stil) die Anwenderinnen und Anwender miteinander kommunizieren werden.

Hier eine Infografik von Statista und MIT Technology Review, die heise online gerade zu den aktiven Anwenderzahlen von Twitter, Tumblr und Mastodon veröffentlicht hat. Klar dominiert Twitter noch in den Nutzerzahlen, würden aber Tumblr-User das Fediverse in der Anzahl der aktiven User deutlich nach vorne bringen. Welchen Einfluss auf die Diskussionskultur im Fediverse haben könnte, ist derzeit natürlich schwer vorher zu sagen.

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Alexa kauft nicht wie gewünscht ein, Twitter im Standmixer, schwächelnde Platzhirsche im Silicon Valley – Wochenrückblick #55

Der Digitale Wochenrückblick ist diesmal eher ein Monatsrückblick. Zwar haben mich insbesondere Elon Musk, Twitter und Mastodon bewegt, aber ich habe nicht gebloggt. Doch – ich gestehe – ich habe „ge-tröt-et“, dass heißt auf Mastodon Beiträge veröffentlicht. Unterdessen fühle ich mich dort schon sehr wohl, obwohl ich gestern nach einer nutzlosen Diskussion den ersten Anwender blockiert habe. Vielleicht lag es ja an mir?

Über diesen Tröt von @[email protected] bin ich gestolpert. Er beschreibt den architektonischen Unterschied zwischen Twitter und Mastodon sehr gut.

Doch bin ich über eine Aussage gestolpert, die mich nachdenklich gemacht hat. Facebook, Instagram und WhatsApp haben über 3,7 Milliarden aktive Nutzer. Mastodon hat – so die Zahl, die direkt vom deutschen Mastodon-Erfinder Eugen Rochko am 7. November 2022 kommuniziert wurde – eine Million aktive Nutzer. Insgesamt hat man über 7 Millionen User, wie man hier aktuell nachschauen kann.

Was war der Anlass? Am Freitag habe ich einmal mehr den Handelsblatt Disrupt-Podcast gehört, der sich diesmal im besonderen um die Entlassungen bei Meta, Twitter und Amazon gedreht hat. „Die Technologie-Konzerne gehen auf Sparkurs. Ist die goldene Zeit von Big Tech vorbei?“, so wird der hörenswerte Podcast angeteasert. Zu einzelnen Facetten gleich mehr.

Und das ist ein sensationeller Erfolg, denn Mastodon und das gesamte dezentrale Fediverse wachsen enorm. Die Administratoren, die meist ehrenamtlich die Server betreiben, haben mit dem Ansturm der Anwenderinnen und Anwender zu kämpfen, müssen deshalb die Kapazitäten erweitern und sind natürlich auch in der Moderation stark gefragt.

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Mastodon und das Fediverse: Was mir gefällt, was mir noch fehlt [Update am 17.11.2022]

Ich reaktiviere mal diesen Blogbeitrag, in dem ich in meiner ersten Aktivitätswelle auf Mastodon Eindrücke, Informationen und Links gesammelt habe. Der Beitrag ist in Anknüpfung an meinen Blog entstanden und enthält in Stichpunkten eine Liste, was mir derzeit positiv oder auch negativ in Mastodon und im Fediversum auffällt. Ich werde einige Tage weiter an der Liste arbeiten, Änderungen und Ergänzungen immer mit Datum kennzeichnen. Euer Input ist natürlich willkommen! Und sorry, am Anfang fehlen einem natürlich viele „Dinge“ … und vor allem Leute.

Was mir gefällt auf Mastodon

  • 17.11.2022 – Seit wenigen Tagen nutze ich Mastodon Share, dass es für Firefox und Chrome gibt. Damit kann ich Texte in einen Tröt inklusive Link und Überschrift einfügen und das dann teilen. Nützliche Fediverse sammele ich in einem separaten Beitrag.
  • 30.4.2022 – Sehr positiv ist die Hilfsbereitschaft auf Mastodon. Gerade wenn man mit dem Hashtag #neuhier Fragen stellt – auch sogenannte „Dumme“ als Newbie – bekommt man meist freundliche Hilfe.
  • 28.4.2022 – Alles ist noch sehr persönlich. Aufbruchstimmung gerade – siehe Tröt von Don.
  • 28.4.2022 – Die Brücke zwischen Twitter und Mastodon tut es jetzt bei mir. Ich kann automatisch von Twitter nach Mastodon und umgekehrt publizieren und das auch feinjustiert einstellen. Der Link zum Tool ist https://crossposter.masto.donte.com.br/. Wie stark ich es nutzen werde: Tendiere eher dazu, die 500 Zeichen von Mastodon wo nötig zu benutzen.
    • 30.4.2022 – Habe das automatische Cross-Posten ausgeschaltet. Für Mastodon relevante Tweets/TRöt’en werde ich manuell rüber kopieren.
  • 28.4.2022 – Es gibt auch einen funktionierenden Teilen-Button für meinen bevorzugten Browser Firefox.

Was mir fehlt oder nicht gefällt

  • 30.4.2022 – Der mobile iOS Client von Mastodon gefällt mir nicht. Da kann ich nur die generelle Timeline ansehen. Bin jetzt auf (das kostenpflichtige) Toot! gewechselt, um meine Listen auch auf dem iPhone anzeigen lassen zu können.
  • 28.4.2022 – „Meine Themen“ – siehe mein Mastodon-Profil – fehlen meistens noch inhaltlich. Habe nichts zur Home Office-Diskussion oder zum Thema Digitalisierung in Deutschland gefunden. Erster Eindruck. Und ohne für mich interessante Inhalte und ohne eine kritische Masse an Leuten wird das nichts.
  • 28.4.2022 – Viele Influencer fehlen noch. Das muss sich entwickeln. Denen fehlt offensichtlich die Reichweite, auch den netzafinen Politikerinnen und Politikern.
  • 28.4.2022 – Die deutschen Bundes-/Landesministerien und Behörden sind derzeit nur vereinzelt vertreten. Hier könnte man neben der EU ein Zeichen setzen.
  • 28.4.2022 – Um erfolgreich zu sein, muss Mastodon auf allen bekannten Medienplattformen ebenso wie Twitter und Konsorten mit der Option Teilen per Mastodon vertreten sein. Ich hätte einen solchen Button gerne in meinem WordPress.com-Blog.
  • 28.4.2022 – Natürlich gibt es noch keine Integration in Social Media-Dashboards wie Buffer.
  • 28.4.2022 – Eine Integration in Restream, das ich zur Live-Übertragung unseres wöchentlichen Videocasts nutze fehlt mir. Allgemein ein Randthema.

Quellen

Lesenswerte Quellen und Hintergrundartikel. Wird ebenfalls ergänzt:

Image by Sasin Tipchai from Pixabay