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Mobiles Arbeiten, mehr Vertrauen und Zusammenarbeit und die neue Dorfmitte – Alexandra Schmied und Birgit Wintermann bei #9vor9

Dr. Alexandra Schmied und Birgit Wintermann von der Bertelsmann Stiftung und dem Projekt Zukunft der Arbeit waren zu Gast bei #9vor9, den Digitalthemen der Woche. Und natürlich haben Lars und ich mit den beiden über Homeoffice, besser mobiles Arbeiten und ihre Studienergebnisse gesprochen. Ein Thema waren dabei, die Gesetze und Bestimmungen, die in Deutschland für Arbeitsplätze gelten oder auch: Wann steht der Betriebsstättenprüfer vor der Wohnungstür, um die Gegebenheiten des Homeoffice zu prüfen?

Wieder einmal gibt es kein schwarz-weiß. Einerseits sind Bestimmungen für die Gestaltung des Arbeitsplatzes und die Arbeit sinnvoll und notwendig, um Arbeitnehmer:innen und auch Unternehmen zu schützen. Andererseits kann eine Überregulierung mit zu detailverliebten Vorschriften dazu führen, dass schnelle und flexible Lösungen be- oder gar verhindert werden. Einen pragmatischen, regulatorischen Rahmen zu geben, scheint ja keine besondere deutsche Stärke zu sein, wenn man sich gerade umschaut.

Dabei wäre es das, was eigentlich gefragt ist. Und so die Beobachtungen von Birgit und Alexandra ist es auch das, was gerade viele kleinere und mittlere Unternehmen umgesetzt haben. Sie sind angesichts der Krisensituation einfach voran gegangen, was in diesem Moment ja auch absolut notwendig war und ist. Aber über solchem Vorgehen scheint immer die Gesetzeskeule zu schweben und dementsprechend herrscht natürlich in den KMUs Unsicherheit. Wie kann man sich absichern? Wie kann man die Unsicherheit senken, fragt @itbeobachter nicht zu Unrecht.

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Hörempfehlung: Von Pressemeldungen per Fax bis zu Hate Speech heute – Gladbach-Mediendirektor Markus Aretz im Mitgeredet-Podcast

Und mal wieder einer Podcast-Empfehlung in meinem Blog: Mit viel Spaß habe ich den MitGeredet.-Podcast der Mitgedacht-Macher David und Christoph mit dem Mediendirektor meines Lieblingsvereins Borussia Mönchengladbach, Markus Aretz, gehört – auch wenn ich an einer Stelle schon brutal enttäuscht wurde: Den lustigsten Schwank aus einer 22 Jahre langen Laufbahn als Pressesprecher bei den Fohlen erzählte Markus Aretz nicht, da die Geschichte mit dem Original Hans Meyer nicht jugendfrei sei. So ein Mist aber auch …

Doch dieser Podcast ist für mich nicht nur für Fußball- und Gladbach-Fan interessant. Markus schildert auch, wie sich die Pressearbeit und Kommunikation vom Versenden von Pressemitteilungen als Fax an eine Liste von Redaktionen und Journalisten in unser Zeitalter der sozialen Medien mit Auswüchsen wie Hate Speech verändert hat. Mich besonders berührt hat die Schilderung, wie es Morddrohungen gegen Jupp Heynckes gegeben hat. Es ist halt nicht alles Sonnenschein, gerade auch nicht im Fußball. Der Podcast ist also auch für den ehemaligen Journalisten und auch heute noch Kommunikator und Blogger interessant. Wer also Lust und Interesse hat, unbedingt mal einhören, bei der Hunderunde und auch sonst.

P.S. Der Markus Aretz wäre auch mal ein toller Gast bei #9vor9, aber ich fürchte, da sind wir (noch) nicht wichtig genug, lieber Lars Basche.

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Digitalthema bei #9vor9: Mehr Frauen in die IT und in KI, meint nicht nur Kim Dressendörfer

Eigentlich sollte man es gar nicht betonen müssen: Zu Gast bei #9vor9 war heute wieder eine Frau. Und allein dieser Satz ist selbst entlarvend. Es ist noch immer nicht selbstverständlich, auch nicht oder gerade nicht in der IT und auf dem Fachgebiete Künstliche Intelligenz. Genau dieses Themas nimmt sich die Fachfrau Kim Dressendörfer aus dem IBM Watson Center in München an. Zusammen mit ihren Kollegen:innen baut sie KI-Lösungen und -Prototypen für Kunden, sogenannte Minimal Viable Products (MVPs). Und sie hat sich nicht nur die Technik auf die Fahne geschrieben: Sie tritt aktiv dafür ein, dass mehr Frauen in der IT und der KI ihren Platz finden:

In unserem Gespräch geht Kim auf verschiedene Beispiele, wo Diversity in Lösungen einfach noch nicht funktioniert, wo Vorurteile unbewusst (oder bewusst) einfließen und die Nutzer:innen prägen. Das kann die Google-Suche sein, die die klassische männliche Scheitelfrisur positiv annotiert und ein krauses Haar eben nicht. Wer darauf achtet, findet eine Vielzahl solcher Beispiel – und das nicht nur auf Facebook und bei Google.

Bekannt wurde Diskriminierung auch im Bereich Gesichtserkennung, wo sich Firmen wie die IBM genau aus diesen Gründen zurückgezogen hat. Kim plädiert für ethische Prinzipien in der künstlichen Intelligenz, fordert ein Aufsichtsgremium der genau darauf ein Auge hat und insbesondere auf Diskriminierungen achtet. Ob das durch gesetzliche Regularien, an denen beispielsweise die EU arbeitet, geschieht oder ob andere Mechanismen greifen, wird zu beobachten und zu entscheiden sein.

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Auto-Mobil: Tesla-Fahrerlebnis mit dem ganz anderen Cockpit im Model 3

Am Freitag war es dann so weit: Ich habe einen Tesla Model 3 mit Dualmotor Probe gefahren. Nach anfänglichen Problemen mit der Online-Registrierung haben die Tesla-Mitarbeiter danach einen reibungslosen und sehr freundlichen Service geboten. Um 11:30 Uhr konnte ich den Tesla in der Hanauer Landstraße kontaktlos abholen und für eine Stunde „bewegen“. Beeindruckend ist auf jeden Fall – typisch Beurteilung eines Mannes – die Beschleunigung, selbst für den Fahrer eines durchaus flotten Diesel-Fahrzeugs ein echtes Erlebnis. Und ja, natürlich kommt es heutzutage nicht auf Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit an.

Was fällt dem Fahrer traditioneller Autos noch auf? Das geräuschlose Dahingleiten, gefühlt noch stiller als im ID.3, den ich vor geraumer Zeit testen durfte. Und besonders ins Auge fällt im wahrsten Sinne des Wortes natürlich der riesige Touchscreen, der das gewohnte Cockpit im Tesla ersetzt. Nahezu alle Funktionen und Informationen werden über dieses Touchscreen eingeblendet oder ausgewählt. Im linken Bereich waren Geschwindigkeit, Geschwindigkeitsbegrenzungen (nicht immer korrekt angezeigt) und optisch durch Symbole dargestellt der fließende Verkehr oder auch Ampeln eingeblendet. Den rechten Bereich des Screens nehmen dann andere Funktionen und Informationen wie die allseits eingebauten Kameras mit ihren Bildern oder die Navigationskarte ein.

Alles ist quasi wie beim iPhone zu bedienen, zu vergrößern oder verkleinern. Wer das gewohnt ist, hat keine Probleme in der technischen Bedienung des Tesla. Natürlich muss man sich daran gewöhnen, das alles, fast alles über diesen Touchscreen konfiguriert wird, die Einstellung der Außenspiegel, Sitzheizung, Klima, eben all die Dinge, die im konventionellen Fahrzeug über diverse Schalter im Cockpit gesteuert wurden. Natürlich konnte ich in der einen Stunde nicht alles ausprobieren, aber alle wesentlichen Dinge habe ich problemlos gefunden. Nur einige Funktionen meines iPhones – zum Beispiel meine Podcast-Liste – habe ich nicht zum Laufen gebracht, aber auch keine große Zeit in die Suche darauf investiert. Auch müsste ich sicher noch austesten, wie die Sprachsteuerung für die verschiedenen Funktionen genutzt werden kann. Geht bestimmt, aber mein Fokus lag mehr auf dem Fahrerlebnis.

Mit dem Wagen bin ich dann von Frankfurt nach Bad Homburg zum Kronenhof gefahren – in Erinnerung an gute alte Zeiten, wo ich dort mit den Kollegen:innen der FileNet Mittag gegessen habe. Die Navigation hat reibungslos funktioniert, die eingebauten Assistenzsysteme haben eingegriffen oder gewarnt, wenn ein Abstand etwas enger wurde oder man sich einem Fahrzeug genähert hat. Insgesamt ein sanftes Dahingleiten im Tesla mit der schon zitierten Möglichkeit, schnell auch mal zu beschleunigen. Hohe Geschwindigkeiten bin ich auf der Strecke nicht gefahren, aber davon verabschiede ich mich eh generell immer mehr.

Das Raum-, Fahr- und Sitzgefühl war insgesamt sehr positiv, auch wenn das Holzige in meinem Testwagen nicht mein Geschmack ist. Ich bin eher der Alu-Chrom-Fan. Gefühlt hat man viel Platz. Hinten sitzt man auch angenehm und der Kofferraum ist mehr als angemessen. Nicht so gut gefallen mit die Türgriffe. Da habe ich es gerne solider und traditionell. Negativ aufgefallen ist mir der Blick durch den Rückspiegel. Die Ausmaße des Tesla sind nicht sehr gut abzuschätzen, aber beim rückwärts Fahren werden dann ja auch die Kameras aktiviert.

In der einen Stunde habe ich keine Zeit damit verbracht, die Tesla Super-Charger auszuprobieren, was sicherlich auch einfach einmal eine Erfahrung wäre. Auch kann ich nicht wirklich die Software und deren hochgelobten ständige Verbesserungen einschätzen. Verarbeitung und Spaltmaße habe ich – wie auch beim ID.3 – ebenfalls nicht begutachtet, so mir Dinge dort überhaupt auffallen würden. Für eine tiefergehende Beurteilung müsste man den Tesla eine Weile fahren. Es ist ein erster, positiver Eindruck, den ich in der Kürze der Zeit gewonnen habe.

Nach der Stunde bin ich dann wieder in meinen A4 eingestiegen, um nach Hause nach Darmstadt zu fahren. Und im Vergleich zum gerade gefahrenen Tesla ist mir sofort aufgefallen, dass die Lenkung des Audi direkter anzusprechen und der Wagen etwas „brettiger“ auf der Straße zu liegen scheint. Natürlich sticht das total andere Cockpit und die verschiedenartige Bedienung in die Augen. Es ist halt nicht das typische Cockpit, wie ich es in den letzten Jahren von meinen Fahrzeugen gewohnt bin. Nun habe ich mir als Luxus vor 4 Jahren das virtuelle Cockpit im A4 gegönnt, bin in der Beziehung verwöhnt. Allerdings gab es zu meiner Zeit noch das MMI-Rad (und keinen Touchscreen), mit dem der deutlich kleinere mittig angebrachte Screen des A4 zu bedienen ist. Die neuen A4 setzen da unterdessen auch auf Touch-Bedienung.

Was ist nun in Beziehung auf Cockpit und Screens mein Zwischenfazit? Der riesige Tesla-Monitor ist mir etwas zu unübersichtlich und hektisch, gerade wenn auch die Fahrzeuge rund um einen herum ständig eingeblendet werden. Der Blick nach halbrechts ist etwas gewöhnungsbedürftig (aber wahrscheinlich eben wirklich nur Gewohnheit). Das Cockpit und die Bedienung des A4 repräsentiert die herkömmliche Weise: Viele Informationen, die angezeigt werden, Schalter und Knöpfe für Klima und andere Funktionen.

Mein Favorit: Der kleine Screen im Cockpit des ID.3 oder gar das Head-Up-Display projeziert auf die Scheibe, wo die wirklich notwendigen Informationen angezeigt werden. Daneben dann in der Mitte einen Screen zur Bedienung der anderen Funktionen. Nur ein erster Eindruck, aber nach meinem derzeitigen Gefühl die gefühlt beste Lösung.

Würde ich den Tesla Model 3 fahren? Ja, als Dienstwagen würde ich ihn ohne weiteres für 3 bis 4 Jahre nehmen. Gerne sogar. Und unterdessen VW und anderen die Chance geben, deren Software reifen zu lassen. Tesla-Fahrer, besonders die mit IT-Affinität, loben ja immer wieder die Over-The-Air-Updates mit neuen Funktionen. Das will VW ja jetzt auch bieten und hier ist ein Bereich, wo man dann sozusagen live nachvollziehen kann, ob die Wolfsburger zu einem Autohersteller und Softwareexperten werden – was ja erklärtes Ziel ist. Ich habe allerdings auch gewisse Bedenken, wenn ich immer wieder lese, dass man über die Software neue Dienste anbieten wolle. Da sehe ich dann schon die Euro-Zeichen in den Augen vieler Autohersteller. Was wird also eine ständige, kostenlose Verbesserung sein und für was werden die Konzerne irgendwann zur Kasse bitten? Auch das wird ein spannendes Thema.

Wäre mir der Tesla Model 3 im Vergleich zum voll ausgestatteten ID.3 mit großer Batterie und Reichweite die rund 60 Euro im Monat oderdie knapp 3.000 Euro mehr auf 4 Jahre wert? Ich weiß es nicht. Und noch bleibt Zeit zum Überlegen.

(Stefan Pfeiffer)

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Der Traum von der proaktiven, bürgerfreundlichen Verwaltung oder wenn das Kindergeld automatisch nach Geburt gezahlt würde

Seit mehr als einem Jahr moderiere ich jetzt fast jeden Dienstag das IBM Livestudio Magazin und berichte dort mit Kunden, Partnern, Influencern und IBM’ern aus der Welt von Hybrid Cloud und KI, aus der Welt der IBM. Ich lerne immer wieder neue spannende Themen kennen, von Quantum Computing bis zur Generalüberholung und Wiederverwendung von gebrauchter Hardware als Beitrag zur Nachhaltigkeit.

Besonders spannend ist es für mich natürlich, wenn Themen behandelt werden, für die ich mich ganz persönlich interessiere. Das sind beispielsweise Digitalisierung im Gesundheitswesen oder auch Digitalisierung in der öffentlichen Verwaltung. Diese Woche hatte ich wieder das Glück, zu letzterem Thema ein Gespräch führen zu dürfen, fast in Anschluss zu meinem ganz persönlichen Rant, der die Tage erschienen ist.

Peter Kuhn von Fortiss, der Landesforschungsinstitut des Freistaats Bayern für softwareintensive Systeme, und meine Kollegin Felizitas Müller aus dem IBM Watson Center in München. Mit den beiden durfte ich mich über ihr Projekt zur proaktiven Verwaltung unterhalten, einem innovativen Ansatz, der die Bürger:innen als Kunde:innen in den Mittelpunkt stellt. Die Idee ist, Services so zu gestalten, dass sie sehr einfach genutzt oder gar automatisch geleistet werden. Ein Beispiel ist das Kindergeld, das in einem solchen Szenario gar nicht beantragt werden muss, sondern automatisch nach der Geburt eines Kindes an die Eltern ausgezahlt wird. Die Daten über die Geburt und Erziehungsberechtigte scheinen vorzuliegen, so dass wohl kein Grund gegen eine solche Automatisierung spricht.

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Der Lars flauscht mit Twitter und der Stefan grantelt über Digitalisierung in Deutschland – #9vor9 – Die Digitalthemen der Woche

Heute (am 20.4.2021) bei #9vor9 der flauschige Lars Basche und der grantige Stefan Pfeiffer mit den Themen Weiterentwicklung von Twitter und dem Digitalisierungsdrama in Deutschland – und das im hoffentlich funktionierendem neuen Design*. Lars hat einen Blick auf seine Heimat in den sozialen Medien, auf Twitter geworfen, und einige der geplanten technischen Verbesserungen von Audio à la Clubhouse über Communities und Newsletter bis zur Monetarisierung über Superfollower vorgestellt. Weitere finden sich hier hinter der Paywall im Social Media Watchblog.

Mich treiben dabei primär zwei Gedanken um: Was passiert mit den Videofunktionen von Twitter, die bisher über Periscope zur Verfügung stehen und die wir ja auch für #9vor9 nutzen. Und werde ich auch meine letzte Heimat in den sozialen Medien durch die anstehende Monetarisierung potentiell verlieren? Twitter beziehungsweise eine durchaus von mir selbst gebaute Blase – aktiv folge ich über eine Twitter-Liste den Leuten, die ich schätze – ist nachdem ich Facebook mehr oder weniger verlassen habe und mir LinkedIn zu viel reines Business und Promotions und deutlich zu wenige Inhalte und Diskussionen bietet (nur meine Erfahrungen, der Klaus sieht das anders) der Ort, an dem ich mich noch immer täglich aktiv austausche. Wäre schade. Und kleiner Scherz am Rande: Nein, wir planen noch nicht, #9vor9 auf Twitter kostenpflichtig zu machen.

Nach unserem Gespräch habe ich dann den Tweet von Michael Kroker zu 15 Jahre Twitter und die Infografik gefunden, die ich hier mal einbaue:

Wie Lars ja auch wortgewaltig dargestellt hat, will Twitter ja jetzt richtig wachsen. Seien wir gespannt.

Ebenfalls heute bin ich über den Social Media Watchblog auf die Überschrift Facebook macht Ernst in Sachen Audio gestoßen. Der vollständige Beitrag ist wieder hinter einer Paywall.

Facebook hat eine Reihe neuer Audio-Features vorgestellt. Darunter ein Tool, um Audio aufzunehmen, ein neues Audio-Posting-Format mit dem Namen Soundbites, einen Clubhouse-Klon für Facebook und Messenger sowie eine weitgreifende Partnerschaft mit Spotify, die den Konsum von Podcasts und Musik innerhalb von Facebook ermöglicht.

Facebook macht Ernst in Sachen Audio | Facebook soll Pläne für ein Kinder-Instagram beerdigen | TikTok finanziert NowThis-Serie

Social Audio war ja Thema in unserem Gespräch mit Julia. Hier werden wir wohl auch bald mal nachlegen müssen.

Also gab mir Lars schon einen Anlasse, zu granteln. Viel lauter grantel(t)e ich ja auch schon eine Weile und die Tage über das Versagen der deutschen Politik und öffentlichen Verwaltung in der Digitalisierung. Kürzlich habe ich in einem Beitrag einige Artikel und Tweets der vergangenen Monate heraus gesucht, bei dem einem nur die Haare zu Berge stehen können. Scheinbar geht es kaum oder nur quälend langsam voran. Stattdessen werden beziehungsweise wurden in der Ära Merkel immer mehr Beamte eingestellt. Und nein, lieber Flausch-Lars Basche, die arbeiten nach meiner Einschätzung eben genau nicht an der Digitalisierung. Da gibt es ganz andere Vermutungen. Ein böswilliger Schelm und Grantler, wer Pöstchengeschachere vermutet.

Da es sonst keiner tut (🤨), zitiere ich einfach mal selbst:

Nach Jahren des digitalen Stillstands, gar Rückschritts scheint ein radikaler Schnitt, ein Neuanfang notwendig. Die jetzigen Regierungsparteien haben es offensichtlich versäumt, die digitale Transformation in der öffentliche Verwaltung nennenswert nach vorne zu bringen. Das können wir uns seit langem nicht mehr leisten.

Unsere scheinbare oder offensichtliche Unfähigkeit zur Digitalisierung in Deutschland dokumentiert in einigen Tweets – und meine 2 Cents dazu – StefanPfeiffer.Blog

Das Thema wird uns auf jeden Fall in den kommenden Wochen noch bleiben, kommunal, regional und bundesweit. Wir werden mit Gästen über die Digitalstadt Darmstadt oder die Digitalisierungsbemühungen generell sprechen.

Bis dahin viele Grüße vom Grantel-Stefan


#9vor9 – Digitalthemen der Woche erscheinen auch immer als Podcast unter https://9vor9.podigee.io/ und sind natürlich über die gängigen Podcast-Plattformen abrufbar.

*Nachdem es im Gespräch mit Sabine und Alexander technisch gerumpelt hat: Wir haben heute erstmals (hoffentlich erfolgreich) mit den Scenes Ecamm experimentiert, die eine Menge an Möglichkeiten zur Gestaltung bieten.

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Unsere scheinbare oder offensichtliche Unfähigkeit zur Digitalisierung in Deutschland dokumentiert in einigen Tweets – und meine 2 Cents dazu

Mir sind in den vergangenen Wochen verschiedene Tweets und Berichte aufgefallen, die sehr kritisch zum Thema Digitalisierung in der öffentlichen Verwaltung Stellung nehmen. Viele Tweets und dahinter liegende Berichte frustrieren einfach nur. Und sie schreien sicher nach tiefergehenden Analysen und vor allem Umsetzungsvorschlägen, wie wir Digitalisierung vorantreiben. Nicht zur Demotivation, sondern einfach als Stoffsammlung zur Diskussion.

Der von mir sehr geschätzte Rafael Laguna de Verra wird wie folgt zu bestehenden Gesetzen und Vorgaben zitiert: Sie behindern, blockieren oft den digitalen Fortschritt. Sind sie vielleicht in dieser Zeit überholt und müssten dringend modernisiert werden?

Handelsblatt und heise online berichten über das Gutachten des Wissenschaftliche Beirat des Wirtschaftsministeriums: eine schonungslose Analyse des Versagens. Der gesamte Bericht kann hier heruntergeladen werden:

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Auto-Mobil: Von Sonderlocken und Schnickschnack, Leasing und dem E-Auto als Dienstwagen

Nun haben wir Mitte April 2021 und der Termin, an dem das Leasing meines Dienstwagens endet, nähert sich unaufhaltsam. Im Juli ist es so weit. Noch immer ist unklar, wie es weiter geht: Wird der Vertrag verlängert, weil ich natürlich in Corona-Zeiten bei weitem nicht die dienstlichen Kilometer gefahren bin, wie zu normalen Zeiten? Gibt es aus genannten Gründen oder auch wegen Einsparungen keinen neuen Dienstwagen?

Oder wird mir wieder ein Dienstwagen angeboten? Besteht gar die Option, ein E-Auto als Dienstwagen zu nehmen? In der Gebrauchtwagenbörse habe ich zwei Tesla Model 3 gefunden, allerdings ist der monatliche Mitarbeiteranteil exorbitant hoch. Mein jetziger A4 würde beim Mitarbeiteranteil deutlich weniger zu Buche schlagen. Die geringere Besteuerung bei Privatfahrten und bei der Fahrt zwischen Arbeitsstätte und Wohnung scheinen mir kein finanzielles Argument zu sein, u.a. da ich im Homeoffice arbeite. Dabei wäre ein E-Auto aus dem Fahrzeugpool durchaus eine Option für die kommenden Monate und Jahre. Ich werde weiter recherchieren und bei Neuigkeiten hier informieren. Und wer hier mehr weiß und Tipps zum Thema E-Auto als Dienstwagen geben kann, ich bin sehr dankbar dafür.

Oder steige ich gar auf einen Privatwagen um und schaffe ein E-Auto an? Jenseits der bei Männern natürlich besonders beliebten Frage nach Modell und Ausstattung, stellt sich natürlich die Finanzierungsfrage: Kauft man ein E-Auto, least man den Wagen oder entscheidet man sich gar für ein Auto-Abo, etwas was Autopapst Ferdinand Dudenhöffer auch in meinem Gespräch mit ihm im IBM Livestudio als das künftige Finanzierungsmodell postuliert.

Auch angesichts der Dynamik im Markt werde ich – falls ich mich für einen Privatwagen entscheide – leasen – oder abonnieren. Einerseits wegen der einmaligen Investstion, andererseits wegen Technik und Reichweite der E-Autos, den sich derzeit ständig deutlich weiter zu entwickeln scheinen. Auch kommen immer neue Modelle auf den Markt, hoffentlich auch im Markt für Kompaktwagen.

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Das kleine gallische Dorf oder die Elf vom Niederrhein ist und bleibt der Verein für Fußballnostalgiker

Hier im Blog habe ich zuletzt am 15. Februar 2021 über Borussia, die Fohlenelf vom Niederrhein geschrieben. Anlass war natürlich der Weggang von Marco Rose zu den Schwarz-Gelben. Dieser Wechsel stieß oder stößt aus sportlicher Perspektive bei mir auf genau so wenig Verständnis wie … der Wechsel von Adi Hütter von der Eintracht nach Gladbach. Nun gibt es sicher genug Experten, die erklären, warum es bei Dortmund viel mehr sportliche Möglichkeiten oder Chancen zum Einkauf neuer, besserer Spieler gibt. Deshalb sei der Schritt von Rose nur sportlich konsequent.

Dortmund hat ja auch immer wieder sein finanzielles Potential bewiesen und oft genug Spieler von der echten Borussia mit ihren Dollares einfach so weg gekauft – und ist gerade selbst in Gefahr, ihren besten Stürmer zu verlieren. Es ist ein Geschäft und beim Begriff Spielervermittler bekomme ich mittlerweile ein mehr oder weniger starkes Bauchgrimmen.

Jetzt zahlen die Schwarz-Gelben 5 Millionen € Ablöse an die Fohlen, die Fohlen wohl 7,5 Millionen € an die Eintracht dafür, die jeweiligen Trainer per festgeschriebener Ausstiegssklausel aus ihren Verträgen und ihren Vereinen weg zu kaufen. Der normale Wahnsinn des Fußballgeschäfts ist also nun sehr sichtbar auch auf dem Trainermarkt angekommen. Unwillkürlich muss ich an 1973 denken, als Real Madrid wohl rund eine Million Mark für Günter Netzer nach Gladbach überwiesen hat. Damals.

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Graswurzelinititaiven aus der Mitte des Unternehmens – #9vor9 mit Sabine und Alexander Kluge

Zu Gast bei #9vor9 waren am 13. April 2021 Sabine und Alexander Kluge, die seit Jahren Organisationen, Unternehmen, Teams und auch Einzelpersonen in Sachen Zusammenarbeit, Selbstorganisation und Führung begleiten und coachen. Wir haben zusammen über sogenannte Graswurzelinitiativen in Unternehmen gesprochen, Initiativen von unten, besser aus der Mitte des Unternehmens, die Dinge, Prozesse, Produkte, Zusammenarbeit, Kundendienst in einer Organisation verbessern wollen. Genau eben nicht per Order Mufti ,sondern meist aus Eigenmotivation der Mitarbeiter:innen.

Aus meiner Sicht ist ein solches Engagement generell und insbesondere in Zeiten der (nicht nur digitalen) Transformation besonders wichtig und notwendig, stoßen aber durchaus an Grenzen. Das kann das Hierarchiedenken oder Besitzstandsdenken sein, das kann Angst vor Veränderung sein oder das das nahende Quartalsende im neuerlichen „most important quarter in the history of our company“.

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