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Trotz Elon Musk, Zuckerberg und Co: Wir dürfen „das Internet“ nicht aufgeben! Wo ist die Perspektive? – Thema bei #9vor9

Beim heutigen konnte es nur ein Thema geben: Die finalisierte Übernahme von Twitter durch Elon Musk. Lars und ich haben uns die Entstehung ebenso angeschaut wie die wirren Meldungen, die Musk in den vergangenen Tagen abgesondert hat: Geld für den blauen haken, Entlassung des bisherigen Managements, Ankündigung von Massenentlassungen, mit dem Waschbecken in die Firmenzentrale und vieles mehr. All das ist nicht besonders vertrauenerweckend. Hü und hott. Es werden mal schnell Tweets von „Chief Twit“ raus gejagt, die er dann wieder löscht oder löschen muss.

Schon das Hin und Her beim Kauf ist exemplarisch, wie eine Grafik der FAZ (leider hinter der Paywall) zeigt , die die verschiedenen Äußerungen von Musk auf den Börsenkurs der Twitter-Aktie spiegelt. Es zeigt sehr deutlich, wie sprunghaft Musk agiert. Das mag durchaus Methode haben, denn eine ähnliche Art der Kommunikation haben wir ja gerade rund um SpaceX und die Zurverfügungstellung der Satelliten für die Ukraine verfolgen müssen. Musk spielt seine Macht und seine Öffentlichkeitswirksamkeit als reichster Mensch der Welt ungehemmt aus. Dies macht nicht gerade besonders viel Mut.

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Nach der Übernahme durch Musk: Should I stay or should I go? Time to say goodbye? The final countdown? – Wochenrückblick #54

Dieser Wochenrückblick ist auch ein Blick in die Glaskugel, ein Ausblick, ein Blick in eine vielleicht noch düstere Social Media-Zukunft. Elon Musk hat jetzt für 44 Milliarden Dollar Twitter übernommen.. Na und, werden viele sagen, denen. Twitter eh suspekt war oder die es für eine Plattform von Hate Speech hielten und halten. Und was soll das überhaupt? Auf Twitter tummelt sich neben der Hater und braunen Spinner eh nur die Journalisten- und Influencer-Blase.

Nun hatte ich gerade dieser Tage vierzehnjährigen „Geburtstag“ auf Twitter und meine Erfahrungen waren über all die Jahre weitgehend positiv. Das ist sicher auch so, weil ich meiner Blase folge, einer Liste von Personen, die ich interessant finde und die ich händisch zusammengestellt habe – und die Liste heißt wirklich so. Der allgemeinen Timeline von Twitter folge ich überhaupt nicht, so dass mancher Shit und unerträgliche Hate Speech bei mir gar nicht erst ankommt.

Aus den Tweets meiner Blase speist sich auch mein Wochenrückblick. Die dort eintreffenden Meinungen und Nachrichten sind für mich oft relevant und über Re-Tweets komme ich natürlich auch an Informationen jenseits der Vertreter, die sich in meiner Liste befinden. Und ja, es ist ganz bewusst ein Filter, denn ich will mich nicht über Trolle, Bots, Spinner und radikale, spinnerte Ansichten ärgern. Wer mir blöd kommt oder wen ich blöd finde, den blockiere und ignoriere ich ganz schnell.

Nun mag es den oder die Eine oder den Anderen geben, die sagen, dann mach doch weiter so. Wenn du das so spielst, macht es doch auch nichts, wenn Elon Musk Twitter besitzt. Genau an dieser Stelle bin ich mir nicht sicher, denn ich glaube, dass es durchaus wichtig ist, dass auf Twitter moderier, Hate Speech auf Twitter kontrolliert und gelöscht wird, und einem Donald Trump und seinen Konsorten die Plattform nicht wieder geöffnet wird.

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Kompreno? Compris? Verstanden? Unser Talk mit Jochen Adler zu kuratierten Qualitätsinhalten

Am 25. Oktober war Jochen Adler vom Startup Kompreno bei uns zu Gast. Er stellte sein Projekt vor, bei dem eine Reihe europäischer Qualitätspublikationen kuratiert werden. Kompreno sucht Artikel zu diversen Themen heraus, übersetzt sie und stellt sie dann seinen Abonnentinnen und Abonnenten zu sehr fairen Preisen zur Verfügung. So kommen deutsche Leserinnen und Leser beispielsweise in den Genuss, Artikel aus Le Monde oder dem Independent in deutscher Sprache lesen zu können.

Natürlich nenne ich die bekannten Publikationen. Doch es sind auch für unsereins unbekanntere Publikationen aus Belgien, Spanien und vielen anderen Ländern bei Kompreno dabei. Leserinnen und Leser aus anderen europäischen können sich die Artikelsammlungen in ihrer Sprache – derzeit französisch, spanisch, englisch, italienisch – liefern lassen und kommen so in den Genuss, deutschen Journalismus von Die Zeit oder brandeins konsumieren zu können. Auf der Webseite von Kompreno werden die ausgewählten Publikationen wohl korrektweise als Leuchtturmmedien bezeichnet.

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Der DigitalNaive Wochenrückblick #53: 14 Jahre auf Twitter, zu viel Macht von Elon Musk und utopische Visionen auch von ihm im Silicon Valley

Ich bin bekennender Fan der Känguru-Hörbücher von Marc-Uwe Kling. Zum Niederknien sind auch immer wieder die Zitate, die „falsch“ zugeordnet werden. Die unten abgebildeten Zitate sind Richard David Precht, Heidi Klum und Donald Trump zugesprochen worden. Na, was ist mein Lieblingszitat?

Der technologische Wandel, nicht immer Fortschritt, geht weiter. Manche Idee scheinen unvorstellbar, aber im Silicon Valley wird daran gearbeitet. Neurolink – ein Unternehmen von Elon Musk – will eine elektronische Verbindung zum menschlichen Gehirn zu schaffen, Smartphone und Gehirn verbinden. Nahezu unvorstellbar. Da erscheinen Zuckerbergs Visionen vom Metaverse direkt harmlos. Claus Cleber und Angela Andersen berichten aus dem Silicon Vally. Und Richard Hutjahr hat Kleber in seinem neuen Podcast interviewt. Beides Hör- beziehungsweise Sehempfehlungen.

Elon Musk ist mir zugegebenermaßen unheimlich. Seine Äußerungen zur Ukraine. Die kürzliche Drohung Starlink für die Ukraine abzuschalten, dann zurück zu rudern und nun um Spenden zu bitten, zeigen für mich einmal mehr einen unsteten, wirren Geist.

Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich auf Twitter bleiben werde, sollte es Musk übernehmen und es Spinnern wie Donald Trump unter anderem unter dem Mäntelchen der totalen Meinungsfreiheit wieder öffnen. Die Zuckerberg-Welt mit Facebook, Instagram und WhatsApp habe ich damals wegen der Profitgier und Datenverwertung des lieben Mark verlassen.

Dabei fühle ich m ich auf Twitter immer noch als Informations- und Diskussionsplattform wohl, wie ja auch dieser Wochenrückblick zeigt. Und das seit 14 Jahren, wie mich Twitter gestern erinnerte, Im Oktober 2008 bin ich beigetreten und bin auch dabei geblieben. Es wäre schade, aber …

In dieser Woche blicke ich einmal mehr in die Arbeitswelt, ins Homeoffice und auf sogenannte Führungskräfte. Danke an Britta Redmann, Claudia Toedtmann, Slack-CEO Stewart Butterfield und Jonas Volkert für die Beiträge.

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

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Digitalisierung und deutsche Schulen #9vor9

Es gibt den Digitalpakt Schule. Es wurden nennenswerte Beträge zur Digitalisierung der Schulen bereit gestellt. Doch wie sieht es in der Praxis aus. Papa Lars Basche plaudert in aus dem Nähkästchen. Seiner persönlichen Wahrnehmung nach ist es voran gegangen. Sohnemann nutzt das iPad in der Schule und auch „die Kleine“ bekommt schon Digitales mit. Aber es hapert wohl noch an vielen Stellen. Nicht nur, dass die Gelder des Digitalpakts Schule nicht „in time“ abgerufen werden. Auch das digitale Bewusstsein vieler „Lehrkörper“ ist nicht besonders ausgeprägt. Digitales, Social Media, Sensibilisierung für die Chancen und Risiken findet wohl kaum im Unterricht statt.

Hier nun einige der Quellen, die wir im Gespräch angesprochen haben. Beispielsweise hat die Initiative D21 eine Studie zu den „21st Century Schools“, den Schulen des 21. Jahrhunderts veröffentlicht. Demnach sehen viele Eltern Defizite bei der Digitalisierung der Schulen. Das Handelsblatt berichtet am 25. April 2022 über das Hemmnis Bürokratie: Was Schulen daran hindert, digitaler zu werden.

Und hier die Podcastversion:

Episode 100 – Über die ARD/ZDF Onlinestudie – Die Digitalthemen der Woche

Da ist sie nun endlich, die 100. Episode der Podcast-Version unserer kleinen Sendung rund um Digitalthemen, die uns interessieren und beschäftigen. Wir reden über die ARD-ZDF Onlinestudie, die die öffentlich-rechtlichen Sender im November veröffentlicht haben. Wir stellen die wichtigsten Ergebnisse vor und kommentieren diese, so zum Beispiel die immer noch bestehende Dominanz der Meta-Plattformen in Deutschland, vor allem Facebook steht immer noch gut da. Video in seinen unterschiedlichen Formen und auf den unterschiedlichen Plattformen ist absoluter Mainstream, selbst die älteren Generationen nutzen immer mehr Bewegtbild im Netz, wovon vor allem die Mediatheken von ARD und ZDF profitieren. Und Audio ist ebenfalls ein Massenphänomen. Musik spielt hier immer noch die größte Rolle, aber auch Podcasts oder Radiosendungen/-beiträge zeitversetzt werden immer stärker regelmäßig gehört. von 30% der Gesamtbevölkerung und sogar fast 50% der 14- bis 29-Jährigen. Viel Spaß denn auch beim Hören dieses Podcasts.
  1. Episode 100 – Über die ARD/ZDF Onlinestudie
  2. Episode 99 – Über Twitter und den Chief Twit
  3. Episode 98 – Über kompreno
  4. Episode 97: Über Digitalisierung und Schule
  5. 9vor9 Episode 96 – Über das Smart Home
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Der DigitalNaive Wochenrückblick #52: Ewig grüßt das Murmeltier, Porschemännchenpolitik und nicht so digitale Deutsche

Und ewig grüßt das Murmeltier. Wir gehen in den Herbst und Winter und erneut stellen sich altbekannte Fragen. Wie können wir das Infektionsgeschehen eindämmen? Wie können wir Tote verhindern? Wie können wir das Klinikpersonal entlasten. Eine Partei spielt dabei eine mehr als unrühmliche Rolle.

Natürlich schreibe ich von der FDP, die beim Landtagswahlen in Niedersachsen eine Klatsche einstecken musste. Zu Recht. Und sie nervt nicht nur Robert Habeck. Wolf Lotter bringt es besonders auf den Punkt: Porschemännchenpolitik und Schlimmeres. Ich kann mich bei dem Gefasel auch nur aufregen. Über den unsäglichen Kubicki gar nicht zu reden.

Wenn ich die Sprüche der FDP lese, bekomme ich schon schlechte Laune. Wenn ich das Wahlergebnis in Niedersachsen sehe und die Prognose für Brandenburg, wird sie noch schlechter. Die rechten Spinner profitieren von der Entwicklung, die vor allem durch den russischen Angriffskrieg durch die Ukraine verursacht wurde. Und Herr Merz versucht noch mit dummen Sprüchen und Verallgemeinerungen am rechten Rand zu fischen. Es wird viele harte Überzeugungsarbeit brauchen, einige, die jetzt AfD gewählt haben oder wählen wollen, wieder zurück zu holen. Die kommenden Wintertage werden das nicht einfacher machen.

Diese Woche ist der eGovernment Monitor der Initiative D21 erschienen. Es ist noch viel zu tun und das Tempo ist noch nicht immer nicht hoch genug. Doch die Bürgerinnen und Bürger fremdeln mit den Online-Leistungen, weil oft die Nutzerfreundlichkeit und die Durchgängigkeit fehlt, meint Sandy Jahn, die maßgeblich an der Studie beteiligt war, im Handelsblatt.

Und noch ein Servicebericht: Wie kann man in diesen Zeiten, in denen die Energiepreise steigen, Strom sparen. Der Spiegel empfiehlt:

Bei all dem Mist, der mich gerade wieder aufregt, sollten wir uns alle nicht die Laune zu sehr verderben lassen. Für mich als Amateur-Tennisspieler ein Hingucker, dieses Video mit Roger Federer.

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Knapp ein Jahr nach dem Pflanzen: Wie geht es unseren Bäumen im Odenwald?

Es ist fast ein Jahr her, dass wir – einige Kyndryls – im Odenwald bei Erbach damit begonnen haben, 1.000 Bäume zu pflanzen. Für diejenigen, die damals dabei waren, war es ein tolles Ereignis. Nun haben wir, Roland Seel und ich, knapp ein Jahr danach im August 2022 die Lichtung besucht und uns dort mit Forstdirektor Jost Arnold und Oberförster Hubertus Kasper verabredet.

Im Video könnt Ihr unsere Bäume sehen und Jost erklärt uns einmal mehr in plastischer Art und Weise, wie es derzeit aussieht. Wir nehmen die Spannung vorweg: Wir hatten unsere Bedenken, aber unsere Bäume haben den heißen Sommer vergleichsweise gut überstanden und wachsen inmitten eines buntes Pflanzenökosystems gut auf.

Und wer einmal in der Gegend ist: Es lohnt sich einen Abstecher zu unserem Wald am Nibelungenweg zu machen. Bald wird dort auch ein Kyndryl-Schild stehen. Wir beide werden auf jeden Fall wieder kommen und den Wuchs unserer Bäume verfolgen und die schöne Natur und Gastronomie der Gegend genießen.

Hier findet Ihr unseren Wald bei LifeTerra. Und das sind die Google-Koordinaten.

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Der DigitalNaive Wochenrückblick #51: Musk’sche Eskapaden, Brüderchen Frost, deutsche Resilienz, iranische Frauen und Unterstützung für die Krebshilfe

Auch wenn ich hier oft auf die kleinen alltäglichen Ereignisse und Problemchen zurück blicke, sollten wir natürlich nicht die großen Probleme und Ereignisse vergessen: den Protest vor allem der tapferen Frauen im Iran und auch den kontinuierlichen Widerstand der Ukrainerinnen und Ukrainer. Deshalb eröffne ich diesen. Wochenrückblick mit diesen Berichten und hoffe, dass beide „Widerstandsbewegungen“ erfolgreich sein werden.

Das Internet, Chatgruppen und soziale Medien spielen beim Widerstand im Iran eine wichtige Rolle. Das hatten wir im Nahen und Mittleren Osten beim arabischen Frühling schon einmal. Hoffen wir, dass es für die Iranerinnen und Iraner besser ausgeht.

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Der DigitalNaive Wochenrückblick #50: Microsoft, das Produktivitätstheater, dem Druck der Arbeitnehmer sowie Preiserhöhungen und Abhängigkeiten

Zu Microsoft habe ich eine sehr ambivalente Beziehung. Das war ja schon oft Thema in diesem Blog. In meinen Jobs bin ich den Weg von Geschäftspartner, der mit dem Siegeszug von Windows mit gewachsen ist, zu scharfem Wettbewerber bis jetzt wieder Geschäftspartner gegangen. Und ich bin aktuell jemand, der wieder zu den Wurzeln zurückgegangen ist und viele Microsoft-Werkzeuge wie beispielsweise Outlook für E-Mail, Teams und Planner für die Zusammenarbeit auch mit unseren Agenturen oder SharePoint zum Aufbau und Betrieb unseres Intranets nutzt und Kolleginnen und Kollegen coacht. Manchmal geht das Leben halt krumme Wege.

In dieser Woche sind mir auch einige Nachrichten rund um Microsoft in die Timeline gespült worden. Marcus Reif hat den Bericht von heise über den Work Trend Index „gezwitschert“. vorgestellt. Unter dem Titel „Work Is Just Work. Are We Doing It Wrong?“ stellt Microsoft die Ergebnisse seiner weltweiten Umfragedaten vor und gibt samt Handlungstipps für die Chefetagen.

Im Studientext gibt es klare Ansagen. Es sei ein „Produktivitätstheater“ entstanden, in dem Remote-Angestellte mit inhaltsleeren Meetings beschäftigt erscheinen wollen, nicht aber an effizienter Arbeit interessiert seien. Viele Arbeitgeber und Chefs litten an Produktivitätsparanoia und gefährdeten den langfristigen Erfolg eines hybriden Arbeitszeit- und platzmodells.

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Vom smarten Eierkocher zu zu energiesparenden Thermostaten – #9vor9 zum SmartHome

Das SmartHome: Licht per Smartphone ausschalten, gucken, wer vor der Tür ist, den Rasen zeitgesteuert sprengen und viele andere Spielereien. Angesichts der Energiekrise könnte SmartHome jedoch angesichts explodierender Energiepreise an Bedeutung gewinnen. Smarte Thermostate steuern die Heizkörper und helfen sparen. Bringt das was? Das habe ich mit Lars diesen Dienstag (27.9.2022) diskutiert.

Unbestritten hat Lars das intelligentere Gerät im Einsatz: den intelligenten Eierkocher. Bei mir sind es die besagten Thermostate neben Energiespar-Steckerkleisten schon lange im Einsatz. Bringen sie was? Das glaube ich schon, aber es braucht doch einige Zeit, bis sie sich amortisieren, besonders natürlich dann, wenn man sich in der eh etwas teureren Apple Home-kompatiblen Welt bewegt, in der wir uns daheim bewegen.

Von welchem Einsparpotential kann man denn ausgehen? Da gehen die Aussagen natürlich auseinander. Die Anbieter smarter Thermostate propagieren – so der aktuelle Bericht auf Zeit Online -, dass Kunden „Heizkosten im Schnitt um 22 Prozent senken können“. Die Stiftung Warentest ging 2019 für Wohnungen von einem Sparpotenzial von fünf bis acht Prozent aus. Vieles hängt natürlich davon ab, wie man vorher manuell seine Heizung gesteuert hat, ob man zeitnah die Thermostate runter geregelt hat.

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