Jetzt habe ich in meinen ersten Beiträgen über meine Alltagserfahrungen mit dem Cupra Born, unserem ersten E-Auto, hier im Blog veröffentlicht. Mir ist jetzt aufgefallen, dass ich dabei vor allem auf Herausforderungen und Problemchen eingegangen bin, auch auf einfache Dinge, die ich neu erlernen muss. Dabei ist das Positive einfach zu kurz gekommen.
Ich bin begeistert, wie sich der Cupra Born fährt. Es ist das Gefühl des einfach ruhigen Dahingleitens. Vielleicht ist es nur Einbildung: Es ist ein entspannteres Fahren im Vergleich zu einem Verbrenner. Und natürlich ist die Beschleunigung beeindruckend, auch wenn es nur ein „kleiner“ Cupra Born ist. Nach den ersten Wochen kann ich nur bestätigen, dass der Wagen mit je nach Fahrweise und Wetter für die Fahrt zur Arbeit und die alltäglichen Fahrten mehr als tauglich ist. Und das selbst ohne Wallbox, die ja bald installiert wird. Mehrere Ladestationen sind fußläufig erreichbar und verfügbar.
Der Stromverbrauch lag bei mir die ersten Wochen zwischen 16,5 und 17,5 kW auf 100 Kilometer, derzeit unter dem, was der ADAC gemessen hat. Im ADAC Test erreichte die Version mit 58 kWh Akku und 231 PS einen Verbrauch von 21,2 kWh pro 100 Kilometer (inklusive Ladeverluste), was einer Reichweite von etwa 295 Kilometern entspricht. Bei ruhiger Fahrweise in der Stadt oder über Land sind auch 350 Kilometer durchaus realistisch.
Die Kopfsache mit der Reichweite
Bei Gelegenheit werden wir sicher einen längeren Ausflug mit dem Born machen. Aber auch hier bin ich optimistisch, wenn ich den Bericht von Christian Buggisch lese oder an unsere Podcasts zum Thema denke. Manche schüren die Reichweitenangst ganz bewusst. Aber es ist auch eine Menge Psychologie dabei. Im Verbrenner wurde im Cockpit meines BMW X2 angezeigt, wie viele Kilometer ich „schon“ gefahren bin. Nach der Tankanzeige habe ich eigentlich nie geschaut. Ich wusste, dass ich nach rund 700 Kilometern nachtanken sollte.
Im Cupra Born sehe ich dagegen im Cockpit, wie viel Prozent Ladung ich noch habe und welche Entfernung ich „nur“ noch zurücklegen kann. Es scheint mir wirklich auch eine Kopfsache zu sein: “Ich bin schon X Kilometer gefahren” versus “Ich kann nur noch X Kilometer fahren”. Dieses “Nur-Noch-Gefühl” ist tatsächlich eine Kopfsache, die sich mit der Zeit sicherlich relativieren wird.
Der Cupra Born ist bisher ein sehr gutes Alltagsauto, das mit seinem Fahrkomfort, der ausreichenden Reichweite und dem effizienten Verbrauch überzeugt. Die anfängliche Umstellung von Verbrenner- auf E-Mobilität mag ihre Herausforderungen haben, aber die Vorteile überwiegen für mich deutlich.



Kommentar verfassen