Social Media 2019: „The pendulum is swinging back to social’s roots: real, personal and authentic“ | Ryan Holmes, CEO von Hootsuite

Hootsuite CEO Ryan Holmes schaut in die Glaskugel voraus in 2019 … und zurück in 2018. Hier einige seiner Thesen mit meinen Kommentaren.

Kein Vertrauen mehr in Social Media und Netzwerke.

According to Edelman’s 2018 Trust Barometer Report, 60% of people no longer trust social media companies. Against a backdrop of “fake news” and data manipulation, users have grown distrustful of influencers–both celebrities and media personalities.

über Hootsuite CEO’s social media predictions for 2019

Tja, wen wundert es angesichts von Datenskandalen, zuletzt den von der New York Times veröffentlichten Geschäftspraktiken von Facebook. Und die Nachrichten von Donald Trump, Diskussionen um Social Bots, Einflussnahme auf Wahlen und „Fake News“ haben das ihrige dazu getan. Das hat auch Einfluss, wie man sich als Unternehmen in Social Media bewegen sollte. Vertrauen und Transparenz sollten ganz vorne stehen, meint Holmes – und ich nicke dazu.

Alle wollen jetzt Stories … oder?

Instead of posting on their news feeds, users are increasingly sharing “Stories” with their network. In contrast to standard updates, these ephemeral slideshows generally disappear after a day, and they’re growing 15 times faster than feed-based sharing, with more than a billion users of Stories across Instagram, Facebook, WhatsApp, and Snapchat.

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Statt Informationen, einzelne losgelöste Updates im News Feed, scheinen Stories immer mehr die Art zu verändern, wie soziale Medien zumindest von der jüngeren Generation konsumiert werden. Ein interessantes Ergebnis hat dabei der Guardian vermeldet: Nicht die aufpolierten Stories, in Hochglanz von Marketing-Agenturen vorproduziert, erzielten das höchste Engagement, nein, vielmehr die spontanen, durchaus nicht perfekten Videos brachten dem Magazin deutlich mehr Follower. Holmes sagt voraus, dass Unternehmen sich in 2019 mit dieser anderen Art des Geschichten erzählens beschäftigen werden müssen. Tja, da sind wir wieder beim Story Telling, diesmal im Marketing und in sozialen Kanälen und nicht im Journalismus.

Und dann ist da noch LinkedIn, dass schon in 2018 einen Boom erlebt hat. Klaus Eck bringt es auf den Punkt:

LinkedIn hat sich in den vergangenen Jahren erheblich gewandelt. Aus einer international ausgerichteten Karriereplattform ist eine Businessplattform geworden, die sich von Marken auf vielfältige Weise nutzen lässt.

über Warum LinkedIn immer attraktiver wird – Klaus Eck auf LinkedIn Pulse

Vor allem wird das Netzwerk immer mehr auch als Blogging oder Content Plattform genutzt:

A content powerhouse, LinkedIn now publishes more than 100,000 articles a week on its blogging platform.

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Vor allem Unternehmen, die im B2B-Umfeld tätig sind, entdecken das Netzwerk, das Microsoft gehört, als eine Plattform der Besserverdienenden und Wohlhabenden, um ihre potentiellen Kunden zu erreichen. Den News Feed finde ich derzeit (noch) nicht so spannend und stimme hier nicht mit Klaus Eck überein: Zu viel Werbung, zu viele Promotions, zu viele, die etwas verscherbeln wollen. [Auf Xing scheint es noch schlimmer zu sein.]

Wie der Algorithmus von LinkedIn, habe ich noch nicht herausgefunden: Sind es die CEOs, die posten und ihre Gefolgschaft mitbringen? Sind es die „Celebrities“ und Influencer? Oder ist es wirklich der hochwertige Content, die packend, gut geschriebenen Inhalte? Ich werde es sowohl auf LinkedIn wie auch auf Xing in den kommenden Monaten intensiv verfolgen.

[Randnotiz: Mir scheint das Content Powerhouse leider klassisch abgeschottet. Mit Werkzeugen wie Hootsuite beziehungsweise dem Hootlet in Firefox hat zumindest bei mir das Teilen von Beiträgen nicht geklappt. Man muss wohl die hauseigenen Funktionen von LinkedIn benutzen. Auch der Press This-Button von WordPress geht bei mir nicht*.]

Zu viel Werbung und Promotions in den Newsfeeds der sozialen Kanäle

Zu viel Werbung und Promos habe ich eben geschrieben. Das sieht auch Ryan Holmes in seinem Beitrag. Wir erleben einen Hype auf Facebook. Und auch LinkedIn scheint zu „explodieren“. Nicht nur Holmes stellt den ROI, das Ergebnis, der entsprechenden Investitionen in Frage.

In other words, while companies may be paying more than ever for ads in 2019, that’s no guarantee anyone’s going to pay attention. … Just squeezing a bland banner ad into a news feed doesn’t cut it any longer.

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Na ja, vielleicht wandern die Mittel ja dann bald in WhatsApp-Newsletter, einen Trend, den auch ich für 2019 vorhersage. Dazu passt auch der Holmes’sche Paragraph zu Gruppen, die – egal auf welcher Plattform – an Bedeutung zu gewinnen scheinen. Geschlossene(re) Gemeinschaften, in denen man sich intimer als im großen, wilden Netz austauschen kann. Generell sind Messenger jetzt en vogue, dummerweise dominiert aber Facebook mit WhatsApp und Facebook Messenger den westlichen Markt: Neun von zehn Konsumenten wünschen sich die Möglichkeit, mit einem Messenger mit Unternehmen zu kommunizieren, auch wenn die Deutschen noch sehr zurückhaltend sind (siehe Infografik am Ende des Beitrags).

„Das Pendel schwingt zurück zu den Wurzeln sozialer Medien

Ich hoffe mal, dass Ryan Holmes mit seinem Schlusswort wirklich Recht behält, trotz kommerzieller Interessen und des Geldes, das auch Plattformen verdienen müssen und wollen:

In the beginning, social media was a place to connect in meaningful ways, with people you actually knew or, at the least, wanted to know. Dramatic growth and global popularity changed those intimate spaces into wild, sometimes scary, digital jungles, filled with dubious actors, suspect claims, and aggressive sales pitches. But users have clearly had enough. They’re insisting on more value and transparency in exchange for their time and information. They want to be treated like individuals, not demographics. The pendulum is swinging back to social’s roots: real, personal and authentic.

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Hoffen wir, dass es so kommt und arbeiten wir gemeinsam daran.

Und hier die angekündigte Infografik:

twilio_global_consumer_mobile_messaging_trends_infographic
über How Consumers Use Messaging Today – Commerce Communications – Twilio

(Stefan Pfeiffer)

* Zu den Problemen zwischen Hootsuite und WordPress mit LinkedIn:  Bin gerne vom Gegenteil zu überzeugen und würde natürlich dann den Beitrag korrigieren.

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