Junge Leute, Medienkritik und weniger Corporates, meint der @larsbas #rp24

Im aktuellen Podcast gibt uns Lars seine Eindrücke und Themen der diesjährigen re:publica 2024 wieder. Ich konnte sie leider nur aus der Ferner verfolgen. Die re:publica 2024 kehrte nach einer Pause wieder in die Station Berlin zurück. Zum ersten Mal war man laut Veranstalter komplett ausverkauft und verzeichnete knapp 30.000 Teilnehmer. Die re:publica behauptet sich also, wo andere Messen udn Veranstaltungen deutlich schwächeln.

Besonders aufgefallen ist Lars die verjüngte Teilnehmerstruktur, wohl vor allem getrieben durch die Integration der Jugendkonferenz „Tincon“ mit 4.000 Besucherinnen und Besuchern. Dadurch habe die Veranstaltung deutlich jünger und frischer gewirkt. Also nicht mehr nur alte graue Männer, die im Hof der Station schwätzen.

Nicht nur viele Besucherinnen und Besucher, auch „die Politik“ war wieder vor Ort, beispielsweise Robert Habeck, Annalena Baerbock, Karl Lauterbach und Ursula von der Leyen sowie zahlreiche Medienvertreter. Die Themen der Diskussionen konzentrierten sich nach Lars Beobachtung auf gesellschaftlich relevante Bereiche wie Pflege, Care-Arbeit, Desinformation und Polarisierung.

Im Vergleich zu früheren Jahren spielten soziale Medien eine geringere Rolle auf der diesjährigen re:publica. Das habe ich durch meine Blase aus der Ferne anders wahrgenommen, wahrscheinlich weil ich anderen Bloggern und Journalisten aktiv folge. Ein zentrales Thema war laut Lars Medienkritik und der Vertrauensverlust in die Medien. Vorträge von Persönlichkeiten wie Carolin Emcke und dem Soziologen Steffen Mau setzten sich mit Medienskepsis und Nachrichtenmüdigkeit auseinander. Besonders die Mechanismen der Polarisierung besonders in Talk Shows und die Darstellung gesellschaftlicher Spaltung in den Medien wurden kritisch beleuchtet.

Künstliche Intelligenz (KI) war ebenfalls ein wichtiges Diskussionsthema auf der re:publica, haben wir aber in diesem Podcast nicht ausführlich behandelt. Was die Präsenz von Sponsoren betrifft, zog die Veranstaltung viele Medien- und Nonprofit-Organisationen sowie IT-Firmen an. Auffällig war jedoch der Rückgang an Vertretern großer traditioneller Unternehmen. Das war vor Jahren noch anders. Auch ich hätte heute eine Herausforderung, eine Präsenz meines Unternehmens als Sponsor oder Aussteller zu rechtfertigen.

Lars plant, auch im nächsten Jahr wieder an der re:publica teilzunehmen und betonte die Bedeutung der Veranstaltung trotz einer gewissen „Geschäftsfremdheit“ für Unternehmen. Die Marketingblase scheint zur OMR umgezogen zu sein. Trotz oder gar wegen der Herausforderungen mit der Welt der Unternehmen bleibt die Veranstaltung ein essentielles Forum für gesellschaftliche, politische und medienkritische Diskussionen. Wie habt Ihr die re:publica wahrgenommen? Wir freuen uns über Eure Eindrücke und Kommentare zur re:publica.

Diesmal wurden Titelbild (Foto: Stefanie Loos/re:publica) und auch das unten eingeblendeten Fotos nicht mit einer KI erstellt. Ich habe mich im Flickr-Stream der re:publica und danke den Fotografen Anne Barth/re:publica und nochmals Stefanie Loos/re:publica.

Das Bild muss rein: Ganz rechts im gelben T-Shirt mein langjähriger re:publica-Kontakt Andreas Gebhard.

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