Die ersten Tage als E-Auto-Fahrer sind spannend: Wie weit komme ich wirklich? Wie lange dauert das Laden? Und wie funktioniert das überhaupt mit K & K: Kabeln & Karten. Wo kann ich überhaupt in Ewwerscht laden?

Die ersten Tage: Reicht die Weite und mal schnell laden #EAuto

Die ersten Tage als Fahrer eines E-Autos sind ins Land gezogen. Seit Montag fahre ich – wie beschrieben – einen Cupra Born, den wir für 5 Monate abonniert haben, bis dann hoffentlich unser Volkswagen ID.3 da ist. Beim Wagen handelt es sich um deinen Born mit 58 kW von 2023, also die kleinere Version des Cupras. Das Auto ist 13.000 Kilometer gelaufen. Der „kommende“ erwähnte ID.3 hat dann die 77 kW große Batterie und eine entsprechend höhere Leistung.

Reichweiiiiiittteeeeeeeenängst

Hier nun einige erste Eindrücke und Erfahrungen. Natürlich fange ich mit dem Thema Reichweite an. Wen wundert’s? Bei Anlieferung zeigte der Born noch eine Reichweite von 175 Kilometern an. Ich habe ihn dann am kommenden Tag auf 90 % Batterieleistung aufgeladen, was laut Display einer Reichweite von 305 Kilometern entspricht. Am Mittwoch bin ich mit dem Born in die Firma gefahren. Bei Sonnenschein habe ich die 38 Kilometer von Darmstadt-Eberstadt zum Weiher nach Kelsterbach in normaler, flotter Fahrweise zum Großteil auf der Autobahn zurückgelegt. Nach der Hin- und Rückfahrt über rund 80 Kilometer stand meine Batterie bei 66 Prozent und einer verbleibenden Reichweite von 214 Kilometern.

Für solch typische Strecken zur Arbeit ist der Born also absolut geeignet. Da muss man keine Panik schieben. Nochmals: Im normalen Betrieb mit Fahrten zur Arbeit und im Alltag genügt ein einigermaßen dimensioniertes E-Auto vollkommen. Da kommt es hier und da darauf an, das Laden vorausschauend zu planen. Wie es sich mit dem Verbrauch im Winter verhält, kann ich natürlich noch nicht sagen. Das werden wir dann mit dem ID.3 testen dürfen. Der Cupra zeigte im Cockpit übrigens einen Verbrauch von 17,9 kW/h an.

Was ich feststellen musste, ist dass der Angstbegriff Reichweite etwas auch mit mir gemacht hat. Man schaut ganz anders in sein Cockpit, ist fast fixiert auf die Kilometer- und Prozentanzeige, was natürlich absoluter Mumpitz ist. Ich denke und hoffe, dass sich das dann in der täglichen Praxis geben wird.

Ladelust oder Ladefrust?

Ein Blick auf die iPhone-App MyCupra.

Beim ersten Laden des E-Autos habe ich mich schon einmal dumm angestellt, da ich den Anschluss für den Typ-2-Stecker zuerst nicht gesehen habe. Die Ladesäule bei unserer Werkstatt um die Ecke unterstützt Schnellladen mit Gleichstrom (DC) über den CCS-Standard (Combined Charging System) und das langsamere Laden über Wechselstrom (AC) mit dem Typ-2-Stecker.

Der Schnellladeplatz war besetzt, also blieb nur die langsamere Variante. Für das Laden von 55 Prozent auf 90 Prozent der Batterie veranschlagte das System knapp zwei Stunden. Das braucht also eine Weile. Meine Cupra-App auf dem iPhone zeigte an, dass 67 Kilometer pro Stunde geladen werden. Das Schnellladen werde ich sicher bald auch probieren, denn das ist ja die Variante, die man nutzen möchte, wenn es mal auf eine längere Strecke geht.

An der Säule habe ich auch die erste Erfahrung mit Fahrzeughaltern machen dürfen, die eine Lademöglichkeit länger, gefühlt endlos, blockieren. Der Kia, der am CCS-Schalter hing, war bereits fertig, als ich zu laden begann. Die entsprechende Anzeige am Display der Säule irritierte mich, aber der freundliche Mitarbeiter der Firma Pullmann klärte mich auf, dass sich das „Fertig geladen“ eben auf das andere Fahrzeug beziehe. Er belegte noch immer den Ladeplatz, als ich den Cupra nach zwei Stunden abholte …

Zu den Kosten: Ich habe den Wechselstrom für 59 Cent die Kilowattstunde über die Maingau-App (ohne monatliche Gebühr) geladen. Der Gleichstrom wäre für 79 Cent zu beziehen gewesen. Hätte ich über den Betreiber der Säule, die Firma Mer Germany geladen, wären es 49 Cent für AC- beziehungsweise 57 Cent für DC gewesen. Ladekarten und -tarife sind sicherlich einmal einen separaten Beitrag wert.

Lademöglichkeiten in Ewwerscht

Doch zurück zum Thema: In Fußweite von unserer Wohnung in Darmstadt-Eberstadt gibt es drei Lademöglichkeiten, die ich gefunden habe. Die eine eben 600 Meter weg bei der VW Werkstatt der Firma Pullmann, die den besagten Schnellladepunkt anbietet. Eine weitere Lademöglichkeit gibt es am alten Eberstädter Rathaus in der Oberstraße 7 in gleicher Entfernung mit zwei Typ 2-Anschlüssen, die nächste auf dem Parkplatz an der Eberstädter Marktstraße rund 800 Meter weit weg ebenfalls mit zwei Typ 2-Steckern.

Ebenfalls interessant: Die Tesla Supercharger-Station in 2,4 Kilometer Entfernung in der Werner-von-Siemens-Straße in Pfungstadt, denn dort können Fahrzeuge auch anderer Anbieter seit Mitte 2024 laden. Wenn es also mal schnell gehen muss … Hier wurden mir laut Tesla-App 59 Cent pro kW/h angeboten.

Eigenen Strom laden

Perspektivisch wollen wir unser E-Auto natürlich vor allem über die eigene Wallbox an unserer PV-Anlage laden. Die soll in Kürze installiert werden und dann werden wir damit Praxiserfahrungen sammeln. Ich hoffe, dass wir das Thema Laden dann noch entspannter angehen können. Aber auch schon jetzt scheint es mir gut praktikabel zu sein. Es sind verschiedene Lademöglichkeiten in Fußweite vorhanden. Für mich als jemand, der hauptsächlich im Home Office arbeitet, ist es auch kein Problem, das E-Auto zwei bis drei Stunden an eine der „langsamen“ AC-Ladepunkte zu hängen.

Am Arbeitsplatz meiner Frau, die ja unser E-Auto einmal hauptsächlich nutzen soll, gibt es in der Tiefgarage des Parkhaus Dom Römer in Frankfurt ebenfalls genug Ladestationen, also eine Rückversicherung, falls es im Winter mal enger mit dem eigenen Laden werden sollte. Ich ziehe ein erstes positives Zwischenfazit.

So weit dieses Thema für den Moment. Noch ein Abschlussbewerkung: Ladekabel für die Haushaltssteckdose (nicht wirklich empfehlenswert) und ein Typ-2 Kabel lagen im Cupra Born im Kofferraum bereit. Das Ladekabel für den Schnelladepunkt CCS ist an der Säule angebracht,

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