Gerade ist die neue IBM CIO Studie 2011 unter dem Titel The Essential CIO erschienen, in der weltweit über 3.000 CIOs zu ihren Präferenzen und Schwerpunkten befragt werden. Prozentual auf der Prioritätenliste der CIOs stehen demzufolge Business Intelligence und Analytics (83 %) und – man höre und staune – Mobility-Lösungen (74 %). Es folgen Themen wie Virtualisierung, Cloud und Outsourcing. Neben diesen technologischen Trends kristallisierten sich in der Befragung vier maßgebliche Mandate von CIOs heraus: So wird IT im Leverage-Mandat als Hebel gesehen, um mithilfe von Technologie die Effizienz zu steigern. Doch die Mandate gehen heute oft deutlich über die Rolle der IT als technischer Enabler hinaus. Die Mandate reichen von Erweiterung (Expand-Mandat) und Modernisierung der Geschäftsprozesse und unternehmensweiten Zusammenarbeit über Transformation (Transform-Mandat) der Wertschöpfungsprozesse und der Kundenbeziehungen eines Unternehmens bis zum grundlegenden Re-Engineering (Pioneer-Mandat) von Produkten, Märkten und Geschäftsmodellen.
In der Studie sind klar die Belege zu finden, dass für jedes der vier Mandate verbesserte Kommunikation und Zusammenarbeit unabdingbar sind. Nahezu 3/4 der Befragten, die unter dem pragmatischen Effizienzsteigerungsmandat stehen, erwarten, dass Veränderungen in den internen Kollaborationsprozessen ein hohes Potential für ihr Unternehmen haben. Daneben sehen sie das Teilen von mehr Informationen mit ihren Kunden als Schlüssel zu besseren Kundenbeziehungen an. Die Werkzeuge, die hierbei zum Einsatz kommen sollen, sind Real-time-Kommunikation (also z. B. Instant Messaging), Blogs und andere Arten der elektronischen und vor allem auch mobilen Zusammenarbeit. Genau diese beiden Aspekte – Teilen von Informationen und bessere Kommunikation mit Kunden – unterscheiden hier die Top-Performer von den weniger performanten Unternehmen.

Auch für die CIOs, die mit dem Expand-Mandat Änderungen vorantreiben, sind Kollaboration und Integration maßgeblich. Mehr als 2/3 dieser CIOs fokussieren auf interne Zusammenarbeit und Kommunikation, und genau dies macht auch wieder den Unterschied aus. Fortschrittliche Kollaborationslösungen mit vielfältigen Funktionen — Wikis, Blogs, Dateiablagen, Veranstaltungskalendern, Bilder- und Videogalerien, Räumen zur Zusammenarbeit usw. – sind für diese CIOs kritische Elemente. „Interne Kollaboration ist ein Muss, kulturelle Fragen müssen adressiert werden und Wissen muss geteilt und genutzt werden“, sagt einer der CIOs. Diese CIOs denken auch stark über Unified Messaging und mobile Lösungen nach.
Bei den CIOs mit Transformations-Mandat steht das Nutzen solcher Werkzeuge insbesondere in der Zusammenarbeit und Kommunikation mit Interessenten, Kunden und Partnern oben auf der Agenda. Hier wird großes Potential gesehen, die Beziehungen durch den Einsatz dieser moderneren Technologien deutlich zu verbessern. Für die Pioniere schließlich ist es unerlässlich, neue Kanäle zu öffnen, um mit Kunden und Partnern neue Produkte und Geschäftsmodelle zu entwickeln. Und auch dafür ist moderne Kommunikation und Kollaboration unerlässlich. Generell gibt die Studie allen CIOs mit:
Collaborate beyond what is currently imagined. Get everyone talking, via new channels, on new schedules and with new tools. Teach and enable your entire enterprise to connect as often and as effectively as possible with their own most important stakeholders.
Das Mandat ist klar: Wer Veränderung, Verbesserung, Transformation oder neue Geschäftsideen treiben will, wird um verbesserte Kollaboration und Kommunikation mit den neuen modernen Werkzeugen nicht herumkommen. Social Software und Unified Communications im Unternehmen und gerade auch in der Zusammenarbeit mit Externen bieten ein ungeheures Potential zur Veränderung. Solche Funktionen werden als Social-Business-Layer im Unternehmen eingezogen werden müssen. Und das Optimierungspotential wird nochmals größer, wenn dann die sozialen Funktionen mit analytischen Funktionen kombiniert werden. Dies wird in nicht allzu großer Ferne der nächste Schritt sein.
Informationen zur Studie und der Download der Studie sind hier möglich.

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