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Heimat in der grossen Weinwelt > Kolumne zu Authentizität

Ohne Trendsorten, Barriques, ohne Konzentrator und High-tech im Keller, lässt sich – so die Überzeugung vieler Genossenschaften (aber auch Winzern) – keine „guter“ (lies verkaufbarer) Wein machen. Selbst das „Bio-Label“ und all die weintechnischen Extravaganzen (wie Vergraben von Amphoren, Beschallung mit Musik, Lagern in Stollen etc.) dienen mehr dem Marketing, als der Verbesserung der Weine. …

Heute aber ist dies kaum mehr möglich. Es gibt zwar (auch unter den Spitzenweinen) gute und bessere Weine, doch dies hat mit Terroir, Authentizität, Lage und Weinbaukunst wenig zu tun, viel mehr mit Labortechnik, Analyse und Einschätzung des gerade am besten vermarktbaren Weinstils.
Was im Bordelais (und andern renommierten Weingebieten) funktioniert, hat sich über die fast ganze Weinwelt ausgebreitet. Selbst China macht wunderbare Weine à la bordelaise, globalsprachlich ausgedrückt gute „Bordeaux-Blends“. Dazu gehören: Konzentrator, Eichenfass, die Rebsorten Cabernet Sauvignon und Merlot, der Rest wird dann als Ausdruck des Stils oder des Terroirs „verkauft“.

Weinplus.eu

Weit entfernt davon ein Weinkenner zu sein, trinke ich gerne ein gutes und preislich im Rahmen bleibendes Tröpfchen. Bei Carsten Sebastian Henn – dem Autor der Ahr-Weinkrimis – habe ich dann als Laie erstmals von Konzentratoren gelesen. Tja, manche Illusion vom Handwerk geht dahin und dieser Beitrag ist für mich ein weiterer Augenöffner. Wein ist en vogue, die industrielle Vermarktung und Produktion schreitet voran. Und nein, ich werde mich trotzdem nicht davon abhalten lassen, weiter Wein zu trinken – und nicht nur den von persönlich bekannten Winzern aus der Gegend.

Filed under: Essen & Trinken, Soziale Medien & "das Netz"

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... arbeitet in Communications bei Kyndrl Deutschland, dem weltweit führenden Anbieter zum Management kritischer IT-Infrastruktur. Den gelernten Journalisten hat seine Leidenschaft für das Schreiben, Beobachten, Kommentieren und den gepflegten Diskurs nie verlassen. Diese Passion lebt er u.a. in seinem privaten Blog StefanPfeiffer.Blog oder auch als Moderator von Liveformaten wie #9vor9 - Die Digitalthemen der Woche und Podcasts aus. Digitalisierung in Deutschland, die digitale Transformation in der Gesellschaft, in Unternehmen und Verwaltung oder die Zusammenarbeit am modernen Arbeitsplatz sind Themen, die in leidenschaftlich bewegen. Vor Kyndryl hat Pfeiffer in der IBM im Marketing in unterschiedlichen internationalen Rollen gearbeitet. Seine weiteren beruflichen Stationen waren FileNet und die MIS AG. Auf Twitter ist er als @DigitalNaiv „erreichbar“. 

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