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“Seit jeher ist die Rede- und Pressefreiheit der wirkungsvollste Feind des Extremismus”

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Ein Plädoyer von Handelsblatt-Korrespondent Hans-Peter Siebenhaar, das ich nur unterschreiben und unterstützen möchte. Und wenn wir von Rede- und Pressefreiheit reden, sprechen wir auch und gerade vom Internet, mit allen Herausforderungen, die wir hier sehen:

Der Kampf gegen den religiös motivierten Terror als neues globales Krebsgeschwür kann nicht mit Drohnen und Bomben gewonnen werden. Die Auseinandersetzung wird mit Worten entschieden. Statt einen sinnlosen Kampf der Kulturen zu predigen und militärisch sowie juristisch aufzurüsten, müssen wir verstärkt die mediale und gesellschaftliche Auseinandersetzung suchen und zu einem wahrhaften Dialog der Kulturen zurück finden und. Das sind wir den Opfern aus dem Überfall auf die Redaktion von „Charlie Hebdo“ schuldig.

Seit jeher ist die Rede- und Pressefreiheit der wirkungsvollste Feind des Extremismus. Für diese Art der Verteidigung republikanischer Werte wie Freiheit und Gleichheit braucht es mehr Mut denn je.

Die schärfste Waffe im Kampf gegen militante und gefährliche Ideologien ist der Humor. Das wusste bereits Charlie Chaplin. Sein Anti-Hitler-Film „Der große Diktator“ entzauberte den „Führer“ und desmaskierte Nazi-Deutschland. Wie gefährlich Humor sein kann, wusste auch „Charlie Hebdo“.

Gerade die spitze Feder des Pariser Satireblattes traf die islamistischen Terrorkämpfer immer mitten ins Herz. Die millionenfach gerufene Erkenntnis „Je suis Charlie“ ist für uns alle daher eine Verpflichtung. Ohne Meinungs- und Pressefreiheit gibt es keine freie Gesellschaft. Deshalb ist der Kampf für das freie Wort so wichtig wie nie zuvor.

via Der Medien-Kommissar: Mehr Meinungs- und Pressefreiheit! – Kolumnen – Meinung – Handelsblatt.

Zuerst publiziert auf DigitalNaiv.com

Filed under: Netzpolitik & die große Politik, Soziale Medien & "das Netz"

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... arbeitet in Communications bei Kyndrl Deutschland, dem weltweit führenden Anbieter zum Management kritischer IT-Infrastruktur. Den gelernten Journalisten hat seine Leidenschaft für das Schreiben, Beobachten, Kommentieren und den gepflegten Diskurs nie verlassen. Diese Passion lebt er u.a. in seinem privaten Blog StefanPfeiffer.Blog oder auch als Moderator von Liveformaten wie #9vor9 - Die Digitalthemen der Woche und Podcasts aus. Digitalisierung in Deutschland, die digitale Transformation in der Gesellschaft, in Unternehmen und Verwaltung oder die Zusammenarbeit am modernen Arbeitsplatz sind Themen, die in leidenschaftlich bewegen. Vor Kyndryl hat Pfeiffer in der IBM im Marketing in unterschiedlichen internationalen Rollen gearbeitet. Seine weiteren beruflichen Stationen waren FileNet und die MIS AG. Auf Twitter ist er als @DigitalNaiv „erreichbar“. 

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