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Studie des IAB: Kaum ein Beruf ist derzeit vollständig durch Computer ersetzbar

Digitalisierung, Automatisierung und neue Möglichkeiten durch Systeme der künstlichen Intelligenz wie IBM Watson werden derzeit heftig und kontrovers diskutiert. Vor allem die Furcht vor massivem Verlust von Arbeitsplätzen geht um. Laut einer amerikanischen Studie sind die Hälfte der Arbeitsplätze gefährdet. Wird die neue Arbeitswelt von intelligenten Robotoren dominiert? Eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) von Dezember 2015 gibt eine ganze andere Prognose für Deutschland ab:

Kaum ein Beruf ist derzeit vollständig durch Computer ersetzbar. Nur 0,4 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten arbeiten in Berufen, die durch Computertechnologie und Automatisierung komplett verschwinden könnten. Dazu gehören vor allem Berufe im Bereich der Industrieproduktion. Bei sozialen und kulturellen Dienstleistungen ist die Wahrscheinlichkeit dagegen vergleichsweise gering, dass die beruflichen Tätigkeiten demnächst von Computern erledigt werden. …

Insgesamt sind 15 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland dem Risiko ausgesetzt, dass innerhalb ihres Berufs mehr als 70 Prozent der Tätigkeiten durch Computer oder computergesteuerte Maschinen übernommen werden könnten.

Source: Digitalisierung_kb2415 | IAB

Die Autorinnen der Studie halten die Befürchtungen eines massiven Beschäftigungsabbaus im Zuge einer weiterführenden Digitalisierung derzeit für unbegründet, mahnen aber insbesondere ständige Weiterbildung nicht nur gering Qualifizierter, sondern auch für Fachkräfte an.

Die IAB-Studie ist im Internet abrufbar unter http://doku.iab.de/kurzber/2015/kb2415.pdf (Kurzbericht) bzw. http://doku.iab.de/forschungsbericht/2015/fb1115.pdf (ausführlicher Forschungsbericht). Das Institut wurde 1967 als Forschungseinrichtung der damaligen Bundesanstalt für Arbeit gegründet und ist seit 2004 eine besondere Dienststelle der Bundesagentur für Arbeit (BA) .

Filed under: Digitalisierung & Wirtschaft

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... arbeitet in Communications bei Kyndrl Deutschland, dem weltweit führenden Anbieter zum Management kritischer IT-Infrastruktur. Den gelernten Journalisten hat seine Leidenschaft für das Schreiben, Beobachten, Kommentieren und den gepflegten Diskurs nie verlassen. Diese Passion lebt er u.a. in seinem privaten Blog StefanPfeiffer.Blog oder auch als Moderator von Liveformaten wie #9vor9 - Die Digitalthemen der Woche und Podcasts aus. Digitalisierung in Deutschland, die digitale Transformation in der Gesellschaft, in Unternehmen und Verwaltung oder die Zusammenarbeit am modernen Arbeitsplatz sind Themen, die in leidenschaftlich bewegen. Vor Kyndryl hat Pfeiffer in der IBM im Marketing in unterschiedlichen internationalen Rollen gearbeitet. Seine weiteren beruflichen Stationen waren FileNet und die MIS AG. Auf Twitter ist er als @DigitalNaiv „erreichbar“. 

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