Auto-Mobil oder besser Tesla-Notizen: Börsenwert, Innovationsvorsprung, Qualität und warum man noch keine Werbung schaltet

Dreht sich eigentlich die ganze Autoindustrie nur noch um Tesla. Wenn man die „Auto-Nachrichten“ verfolgt gewinnt man zumindest diesen Eindruck. Nicht nur heise online berichtet über den Kurssturz:

Noch am 7. September schreibt car.IT über die goldenen Zeiten bei Tesla, den hohen Aktienkurs und die Risiken, falls der Innovationsvorsprung schrumpft oder Qualitätsmängel überhand nehmen und zitiert dazu Laut eine J.D.-Power-Studie, nach der die fehleranfälligsten Autos baue.

Apropos Qualität: Natürlich darf in diesen Auto-Notizen, nahezu Tesla-Notizen Ferndinand Dudenhöffer nicht fehlen. Anläßlich des Erscheinens der Mercedes S-Klasse sagt er zum SWR, dass der Mercedes EQS, das Topmodell der Elektrobaureihe, entscheide, wie gut Daimler zu Tesla stehe.

Die Wirtschaftswoche wiederum widmet sich dem Thema Tesla, Marketing und Werbung. Demnach setzt Elon Musk derzeit vor allem auf drei Säulen:

  • auf sich selbst und Twitter, wo seine Nachrichten verbreitet werden und er entsprechende Aufmerksamkeit genießt,
  • auf Pressearbeit, Public Relations, der Besuch in Deutschland ist ja ein gutes Beispiel und
  • auf seine Fangemeinde, die Mundpropaganda für Tesla macht.

Das wird, so die Wirtschaftswoche bald nicht mehr genügen, um sich gegenüber den Wettbewerbern zu differenzieren. Die erste Werbekampagne wird kommen: „Irgendwann sollten wir wahrscheinlich Werbung machen“, schrieb Musk jetzt.

Und wie sehr der Name Musk zieht, hat sich ja gerade bei seinem Deutschland-Besuch gezeigt:

Und natürlich geht sein Besuch bei Volkswagen, die Probefahrt mit dem ID.3 durch die Presse, die Spekulationen schießen ins Kraut und auf tagesschau.de wird getextet „VW: Kein Deal mit Tesla“. Bei all der Aufmerksamkeit muss sogar der IG Metall-Vorsitzende Jörg Hofmann eine Lanze für die deutsche Autoindustrie brechen:

Während Tesla hochsubventioniert seine Fabrik in Brandenburg gerade erst baut, wird 200 Kilometer südlich im Zwickauer VW-Werk bereits E-Mobilität produziert, in deutlich höheren Stückzahlen.

Probefahrt für Musk: VW: Kein Deal mit Tesla | tagesschau.de

Und jenseits der Diskussion und auch teilweise des Hypes um Musk und Tesla sind derzeit dunkle Wolken über der deutschen Automobilindustrie und vor allem auch den Zulieferern deutlich zu sehen, wie das Handelsblatt mit Bezug auf eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) oder auch EY analysiert.

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