#Twitter-#Ticker zu angedachten neuen #Reply-Funktionen: Senf kontrollieren und Hass eindämmen oder mehr Desinformation und schlechterer Diskurs

Direkt beim Erstellen von Tweets soll man angeben können, ob ein Tweet global ist – jeder kann antworten und kommentieren, für eine Gruppe ist – Leuten, denen man folgt oder die man erwähnt, können kommentieren, für ein Panel ist – nur diejenigen, die im Tweet erwähnt wurden, können kommentieren, oder ein Statement ist, das man nicht kommentieren kann. Basierend auf diesem Experiment und den „Learnings“ könnte die Funktionalität später im Jahr global eingeführt werden. Und ich gebe zu, dass ich mir nicht sicher bin, ob dieser Weg richtig ist, um Konversationen besser zu steuern und trotzdem eine lebendige Diskussion zu erhalten, oder ob dadurch Grundmechanismen des sozialen Netzes ausgehebelt werden und gar diejenigen davon profitieren, die schon jetzt manipulieren, Propaganda betreiben. 10.1.2020 – Er hat gestern Abend noch seine Bemerkungen ergänzt, der Lars: Die neuen Funktionen sind ein Versuch wert, meint er … (2) Vermutlich wird es keine Standardeinstellung werden, deshalb glaube ich, dass nur wenige Nutzer tatsächlich diese neuartigen Twitter Replies häufig nutzen werden.

Nicht schwarz-weiß – die Grauwerte sind die Realität, auch wenn das alles komplizierter macht

Faszinierenderweise haben die neuen Möglichkeiten digitaler Kommunikation rasend schnell dazu geführt, dass wir verlernt haben, wie Kommunikation funktioniert, was eine Debatte ist, wie der Austausch von Argumenten funktioniert und was der mit uns machen kann, nämlich uns dazu zu bewegen, Positionen zu finden, einzunehmen, nachzujustieren, ganz aufzugeben oder sie mit neuen Argumenten zu festigen.
Gerade diese Schwarz-Weiß-, Richtig-Falsch-Festlegung macht Angst, denn sie wird gerade von radikalen Kräften betrieben und instrumentalisiert.
Doch die reale Welt, die Herausforderungen sind in der Regel nicht schwarz oder weiß.
Das ist natürlich unbequemer und erfordert genau eine Streit- und Debattenkultur (wie sie auch Christian fordert), die Bereitschaft zu Kompromissen, die nicht faul sein müssen, und zuletzt den Respekt vor anderen Meinungen und Menschen.