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Mein Online-Händler #4 – Delinat – sympathische Bio-Schweizer

Und  nun mein Online-Weinhändler #4. Vorher nochmals explizit die Bemerkung, dass die Bestellabwicklung und finanzielle Seite bei allen Onlinehändlern reibungslos ablief. Delinat liefert sogar auf Rechnung.

Delinat.de

„Seit 1980 bietet Delinat ausschliesslich Weine aus kontrolliert biologischem Anbau an.“ Aus der Schweiz kommend macht Delinat erst einmal einen sehr guten Eindruck. Ich hatte dort ein Kennenlern-Paket 6 Rotweine 2012 zu einem sehr günstigen Preis bestellt und bin noch dabei, mich durchzuprobieren. Der Château Coulon Sélection spéciale Corbières AOP 2010 hat nicht nur meinen Eltern zumindest sehr gut geschmeckt (und sie haben deshalb auch einen 6er Karton zu Weihnachten bekommen). Rein zufällig ist auch ein Karton in meinem Keller „hängen“ geblieben). Der Meinklang Zweigelt ist ok, muss aber nicht sein. Die Traube ist mir wohl etwas zu rund.

Die Webseite und den Katalog von Delinat empfinde ich als angenehm, informativ und nicht marktschreierisch. Die Auswahl ist im positiven Sinne übersichtlich. Derzeit nur 17 deutsche Weine. Da ginge ein bisschen mehr, denn auch in Deutschland gibt es unterdessen genug gute Öko- und Biowinzer. Französische, italienische und spanische Weine sind deutlich umfangreicher vertreten. Neben dem Wein- und Rund-um-Wein-Angebot gibt es eine Reihe informativer Seiten, vom Weinquiz bis zum Weinlexikon.

Delinat ist auch auf allen sozialen Kanälen aktiv (Google+, Facebook). Das Blog ist allerdings inhaltlich etwas dünne. Da ginge mehr. Einziges Manko bisher: Es scheint so, dass man zwecks Probieren oft nicht einfach mal eine Flasche bestellen kann. Es müssen wohl immer mindestens 6 sein. Und die Probierpakete decken nicht alles ab. Delinat bietet einen Degustierservice an. Davon bin ich in der Regel kein Freund. Ich suche mir lieber selbst aus, was ich probieren möchte, aber gebe dem Service mal im kommenden Jahr eine Chance. Delinat bietet auch Weinreisen und Kurse an, auch in Deutschland.

Delinat hat bisher einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Ich hoffe, das das nach ersten Erfahrungen mit dem Degustierservice und den Kursen so bleibt.

Anbieter Delinat
Produktauswahl Biologisch angebaute Weine aus verschiedenen europäischen Ländern
Online-Auftritt Übersichtlich, sachlich, informativ
Marketingansatz E-Mail Newsletter. Probierpakate, Degustierservice
Empfehlungsmarketing unterstützen soziale Kanäle, jedoch Blog stark verbesserungsfähig
Bewertung des Marketingansatzes
(Sterne 1 ausreichend bis 5 sehr gut)
★★★★
Bewertung des Weinangebots (Sterne 1 ausreichend bis 5 sehr gut) ★★★

Meine vorhergehenden “Besprechungen”:

Filed under: Essen & Trinken

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... arbeitet in Communications bei Kyndrl Deutschland, dem weltweit führenden Anbieter zum Management kritischer IT-Infrastruktur. Den gelernten Journalisten hat seine Leidenschaft für das Schreiben, Beobachten, Kommentieren und den gepflegten Diskurs nie verlassen. Diese Passion lebt er u.a. in seinem privaten Blog StefanPfeiffer.Blog oder auch als Moderator von Liveformaten wie #9vor9 - Die Digitalthemen der Woche und Podcasts aus. Digitalisierung in Deutschland, die digitale Transformation in der Gesellschaft, in Unternehmen und Verwaltung oder die Zusammenarbeit am modernen Arbeitsplatz sind Themen, die in leidenschaftlich bewegen. Vor Kyndryl hat Pfeiffer in der IBM im Marketing in unterschiedlichen internationalen Rollen gearbeitet. Seine weiteren beruflichen Stationen waren FileNet und die MIS AG. Auf Twitter ist er als @DigitalNaiv „erreichbar“. 

8 Comments

  1. Vielen Dank für diesen ausführlichen Artikel – und ich freue mich, dass Delinat offensichtlich einen positiven Eindruck bei dir hinterlassen hat. Einige Anmerkungen:

    – Die Idee des DegustierService geht über ein blosses Probierpaket oder ein Weinabo weit hinaus. Wenn du das Paket tatsächlich bestellst, würde ich mich freuen, hier über deinen Eindruck davon zu lesen!

    – Es ist schon möglich, Einzelflaschen zu bestellen. Da wir in der Regel direkt die Original-Winzerkartons versenden, müssen wir die Flaschen dafür umpacken und berechnen dafür einen kleinen Zuschlag. Da das eher ungewöhnlich ist, werden wir das Thema in Kürze im Blog aufgreifen.

    – Apropos Blog: Du schreibst, der Blog sei dir inhaltlich zu dünn. Als Verantwortlicher für den Delinat-Blog bin ich darüber natürlich gestolpert. Kannst du deine Kritik genauer fassen? Was fehlt dir? Was ist zuviel? Ich bin offen für neue Anregungen!

  2. Hallo Matthias,

    danke für die Anmerkungen. Sorry, wenn ich den Degustierservice zu kurz beschrieben habe. Mir ist schon klar, dass Ihr da mehr versucht, deshalb habe ich ja mal abonniert und bin gespannt. Meine Eindrücke dann hier.

    Wegen der Bestellung von Einzelflaschen: Denke mal, dss die Möglichkeit gegeben sein sollte, auch mal Weine jenseits der Probierpakete zu kosten. Und da will man ja nicht gleich x Flaschen kaufen. Aber ich lese ja auch, dass Ihr dran seid. Super!

    Zum Blog: Ein Firmenblog ist immer eine schwierige Angelegenheit. Sie haben natürlich immer das Gerüchle der versteckten Werbung und Promotion. Und sie werben ja auch. Ist nur die Frage, wie platt oder interessant und glaubwürdig sie es tun. Ich kenne es ja aus meiner Branche, wo ich in einem mitschreibe. Was darf er (meiner Meinung nach) nicht sein: Er ist kein Ersatz für Pressemitteilungen und bloße, offiziöse Verlautbarungen. Ein Blog sollte von den Autoren, deren persönlichem Stil, deren Ecken, Kanten und Meinungen leben.

    Wenn er zu rund und glatt wird, wird er als Blog unglaubwürdig. Ich habe mich ja hier kritisch auch zu anderen Onlinehändlern geäussert, die im Rahmen eines Blogs Weine vorstellen, die natürlich alle toll sind. Da ist der Abgang beim Lesen des x-ten Beitrags, der wieder einen tollen Wein vorstellt, etwas sehr korkig.

    Und um es auch gleich zu sagen: Ihr macht das nicht. Jedoch ist es schon eher derzeit ein sachlicher „Verkündigungsblog“ denn ein Meinungspodium, auf dem sich Eure Mitarbeiter (vielleicht sogar Kunden oder Eure Winzer) mit ihrem eigenem Stil austoben. Warum nicht mal Videointerviews mit Euren Winzern? Dazu braucht es kein Riesenkamerateam. Das kann man mit einer Flip machen und gucken, wie es klappt. Ich spreche da aus Erfahrung. Wir haben das auch gemacht und dann Messen und Events genutzt, um auf denen dann mit einem professionellen Team Interviews zu machen. Das kostet dann natürlich auch was. Ich würde erst mal ausprobieren und dann sehen. Aber jetzt bin ich schon sehr in den Details.

    Werde diesen Kommentar auch in meinem „beruflichen“ Blog verlinken. Vielleicht kommt ja da von den Social Media-Experten ’ne Meinungsäußerung, wie sie einen Blog verstehen und was sie Euch empfehen würden.

    Ansonsten wünsche ich Dir und dem ganzen Delinat-Team ein frohes und erfolgreiches 2013. Auf zufriedene Kunden und viele gute, bezahlbare Weine.

    Stefan

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  6. Hallo Stefan,

    bei Delinat habe ich den Degustierservice schon lange abonniert.
    Was mir gefällt ist eben die Überraschung, neue Weine zu kennenzulernen und zu verkosten, die ich normalerweise nicht kaufen würde.

    Um nicht immer an denselben Weinen hängen zu bleiben, nimmt mir der Degustierservice die Auswahl ab. Und dann kann man die Beschreibungen mit seinen eigenen Eindrücken vergleichen.
    Den Degustierservice finde ich ein cleveres Instrument, Wein zu verkaufen.

    • Hi Michael,

      ich habe den Service auch abonniert und finde es ähnlich interessant. Jedoch haben mich die ausgewählten Weine – die sicher nicht schlecht waren – nicht aus den Socken gerissen. Hat es keiner in meine Kellerliste geschafft.

      Schönen Tag noch!

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