
Ein Attentat auf Trump. Das ist war die erste Nachricht, die ich heute morgen auf meinem Hand gelesen haben und schon war ich trotz Nachwehen einer schönen Geburtstagsfeier wach. Ja, dieser Anschlag wird Folgen für die Präsidentschafts-Wahlen haben und den Trump-Mythos befeuern. Sind deshalb die Wahlen schon entschieden? Ich denke nicht, aber die Chancen für Trump sind größer geworden.
„Der Anschlagsversuch auf Trump könnte dramatische Auswirkungen auf den Wahlkampf haben“, schreibt Elmar Thevesen auf ZDFheute und er meint damit nicht primär die Wahlchancen von Trump.
Trumps blutüberströmtes Ohr, seine hochgereckte Faust, … könnten im kollektiven Bewusstsein Amerikas eingehen als Auftaktsignal für weitere Gewalt. Den Vereinigten Staaten stehen düstere Zeiten bevor.
Nach Attacke auf Trump: Amerika stehen düstere Zeiten bevor – ZDFheute
Der Sturm auf das Kapitol war ein dramatisches Signal. Das Bild dieses Attentats vom 13. Juli 2024 könnte sich ebenso einbrennen. Bastian Brauns sieht das auf T-Online genauso und befürchtet den Kontrollverlust:
Mit der beinahe tödlichen Attacke gegen Donald Trump könnte nun eine Spirale der Gewalt in Gang gesetzt werden, die kaum noch aufzuhalten ist – wenn nicht alle Beteiligten jetzt nach Kräften einen kühlen Kopf bewahren. Es herrscht jetzt Alarmstufe Trump.
Attentat auf Trump: Jetzt dürfen sie nicht die Kontrolle verlieren
Wenn sich die jeweiligen politischen Lager nicht zurückhalten und zusätzlich Öl ins Feuer gießen, könnte das dazu führen, dass die gesellschaftliche Kontrolle komplett entgleitet.
Verschwörungstheorien und reale Gewalt
Die Prognosen für die Demokraten sind für die kommenden Wahlen jetzt noch schlechter. Man muss kein Prophet sein, um vorauszusagen, dass die Verschwörungstheorien in den sozialen Netzen weiter sprießen, daramtisch weiter zunehmen werden. Da kommt es ja quasi passend, dass Mark Zuckerberg wieder auf Facebook und Instagram zulässt. Eine Wiederwahl Trumps bleibt für Demokraten – nicht nur die Partei in den USA – ein Worst-Case-Szenario, auch wenn die AfD das anders sieht. Die Befürchtung, dass es zu noch mehr politisch motivierter Gewalt in den USA kommt sind ebenso beängstigend. Man lese den bereits erwähnten Beitrag von Elmar Thevesen.
Elon Murks für Trump
Dass in einer solchen Situation Elon Musk noch Trump beispringen muss und seine Wahl empfiehlt, überrascht nicht wirklich, denn dass die beiden wöchentlich telefonieren, wurde ja bereits öffentlich kolportiert. Lediglich der Moment spricht für sich. Das Politikerinnen und Politiker ihre Verurteilung des Attentats auf Trump auf X veröffentlichen, verärgert mich immer wieder. Sie oder wahrscheinlich ihre sogenannten Social Media-Berater sind dermaßen verbohrt und sehen nicht, dass sie endlich von ihrer eigenen Plattform aus publizieren und nicht weiter ein Netzwerk unterstützen sollten, dass immer rechtspopulistischer und radikaler wird.
Nur Versprecher von Biden?
Meine Wochenschau publiziere ich in der Regel am Sonntag vormittags und stelle sie am Freitag und Samstag zusammen. Diesmal habe ich einen anderen Beitrag vorgezogen. Fest vorgesehen für die Wochenschau war aber das Thema Joe Biden und dessen Altersstarrsinn. Klar wird alles und jedes, was er tut und sagt jetzt hochgejazzt, aber es macht schon einfach Sorgen, dass er bei einer Nato-Zeremonie Wolodymyr Selenskyj als Wladimir Putin vorstellt und seine Vizepräsidentin Kamala Harris mit Donald Trump verwechselt. Nur Versprecher? Es hat nicht den Anschein, so aus der Ferne betrachtet. Dabei …
Dabei sind Bidens Verdienste unbestritten: Er hat Trumps Chaos-Präsidentschaft beendet, das Corona-Desaster bewältigt, die Wirtschaft angekurbelt, das Verhältnis zu den Europäern repariert und die Ukraine vor der vollständigen russischen Eroberung gerettet. Wenige US-Präsidenten können eine so eindrucksvolle Regierungsbilanz vorweisen.Aber nun ist er mit seinen Kräften offensichtlich am Ende.
Joe Biden klammert an sein Amt: Eine Person könnte ihn zur Vernunft bringen
Hätte eine Kamala Harris bessere Chancen gegen Trump? Ich weiß es nicht. Aber der offensichtlich schwächelnde Biden hat wohl nach dem missglückten Attentat auf jeden Fall noch weniger Chancen gegen das Stehaufmännchen und schamlos lügende Rumpelstilzechen Trump. Deshalb hoffe ich, dass es sich Biden und die Demokraten anders überlegen.
Meine Beziehung zu Menschen in den USA
Seit knapp 25 Jahren arbeite ich für amerikanische Unternehmen, noch länger mit US-Unternehmen. Ich habe das Land sehr oft besucht, meist die Westküste und einige größere Städte. Bei meinen Besuchen habe ich einige Freunde und viele Bekannte gewonnen, alle eher liberale, offene Menschen. Den mittleren Westen habe ich nicht kennengelernt, auch kaum oder keine Menschen mit erzkonservativen, eher hinterwäldlerischen Ansichten. Ab und an haben wir Europäer über die Unwissenheit besserwisserisch mancher Kollegen gelästert.
Ja, bei meinem ersten USA Besuch in Tallahassee, der Hauptstadt Floridas, habe ich die Pickups mit der Winchester hinter dem Sitz gesehen, wurde ich gewarnt, ja nicht die Freundin oder Frau eines Rednecks anzusehen, denn … Ernst genommen habe ich es nicht. Doch immer wieder bin ich schockiert über die Vorfälle und Toten, die es aufgrund des Waffenbesitzes in den USA gibt. Ein Trump, der für Waffenbesitz eintritt, wird von einer Waffe getroffen.
Weiterhin bin ich schockiert, wie sich ein Donald Trump mit seinen politischen Ansichten schon einmal durchsetzen konnte und nun wieder ansetzt, ins Weiße Haus einzuziehen. Die Situation in den USA bereitet mir sehr große Sorgen, für meine Freunde, Kolleginnen und Kollegen und unser aller Sicherheit.
Ich verzichte in dieser Wochenschau bewusst auf andere, bunte Themen wie Kater Larry oder unsportliche, deutsche EM-Fans, die ich normalerweise auch in meiner Wochenschau verlinke, und belasse es beim so wichtigen Thema USA.
Ideogram.ai hat u.a. folgenden Prompt für das Titelbild umgesetzt: A striking and thought-provoking image of a torn American flag, divided in the middle. On one side, Donald Trump is depicted with a bandage on his ear, while on the other side, Joe Biden has a confused expression on his face. The background shows dark, ominous clouds gathering over the Capitol, symbolizing the turbulent political climate. The overall mood of the artwork is intense and dramatic, with a strong message about the contrasting characters and their impact on the nation.


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