Die Illustration im Bauhaus-inspirierten, kubistischen Stil zeigt verschiedene Informationsquellen – etwa Zeitung, RSS-Feed, soziale Netzwerke und eine KI-Schnittstelle – die über geometrische Linien und Knoten zu mehreren E-Mail-Umschlägen zusammenlaufen. Einige dieser Newsletter-Umschläge sind grün markiert und stehen für ausgewählte, vertrauenswürdige Informationsquellen, während kleine rote Markierungen störende oder widersprüchliche Signale anzeigen. Rechts beobachtet eine stilisierte Profilfigur den Informationsfluss und wählt gezielt bestimmte Nachrichten aus. Die grüne Nasenspitze der Figur symbolisiert dabei sinnbildlich das „Aufspüren“ relevanter Nachrichten.

Mein Nachrichtenmix: Diese E-Mail-Newsletter und -Kolumnen lese ich 

Wie vor geraumer Zeit angekündigt, lese ich trotz oder wegen der Nutzung von KI-Antwortmaschinen wie Perplexity oder ChatGPT eine Vielzahl weiterer Nachrichtenquellen unterschiedlicher Art. Informationsjunkie bleibt Informationsjunkie. Dass der RSS-Reader eine zentrale Rolle spielt, habe ich bereits des Öfteren erwähnt. Doch ich bekomme auch viele Informationen per E-Mail und E-Mail-Newsletter. Hier nun eine Übersicht und warum ich welche Quelle nutze.

Politische Informationen

Ich fange ganz traditionell an: Unsere Tageszeitung ist die FAZ, die wir rein digital abonniert haben und von der ich mir morgens den FAZ Frühdenker zur ersten Orientierung schicken lasse. Warum die FAZ und keine andere Wochen- oder Tageszeitung? Aus alter Verbundenheit, wegen der geographischen Nähe (Hessen, Frankfurt, Darmstadt) und auch wegen des Feuilletons, das meine Frau (vor allem wegen der Kunst) und ich (vor allem wegen der Medienkommentierung) regelmäßig lesen.

Die nächste politische Information per Newsletter ist der T-Online Tagesanbruch, der sich immer einem Schwerpunktthema widmet und andere Themen des Tages kurz behandelt. Ich schätze den Chefredakteur Florian Harms und einige andere Autoren – und natürlich kostet T-Online keine Abogebühren.

Medien und Journalismus

Sehr zu schätzen weiß ich wegen der aktuellen Einordnung der Medienszene und -berichterstattung das Altpapier vom MDR. Hier bekomme ich – neben der FAZ – viele wertvolle Informationen und Kommentare rund um Medien und Journalismus. Eine Muss-Quelle, die ich unterdessen per RSS beziehe.

Social Media

Der Themenkomplex Social Media steht bei mir nicht mehr im Fokus wie vor Jahren, als ich teilweise Social-Media-Aktivitäten bei meinem Arbeitgeber verantwortet habe. Trotzdem verfolge ich noch das Geschehen. Und dort ist Thomas Gigolds Newsletter Social-Media-Morgen sieben:30 eine wichtige Quelle, die mich auf dem Laufenden hält.

Themenübergreifend grantelt Sascha Pallenberg in MeTacheles zu den Themen zwischen Social Media, IT oder Digitalisierung. Dass er in seinem Newsletter keine Umlaute verwendet, das Layout ein irritierendes Wirrwarr ist nehme ich in Kauf, weil er ein guter Bekannter ist, der die Dinge so knackig auf den Punkt bringt,

Informationstechnologie, Digitalisierung, Netzpolitik

Seit vielen, vielen Jahren bin ich ja beruflich in der IT unterwegs und dort zähle ich auf heise online als meine wichtigste Informationsquelle, auf die ich nicht verzichten möchte. Sie covern für mich wichtige Themen wie mehr Unabhängigkeit von US Big-Tech, aber auch netzpolitische Themen rund um Digitale Souveränität und Open Source.

Computerwoche oder CIO.DE lese ich übrigens nicht mehr. Dafür befinden sich noch zwei eher exotische Quellen in meinem Lektüre-Portfolio, die ich weiter abonniert habe, weil ich sehr punktuell „Perlchen“, also für mich interessante Beiträge finde. Das sind der tägliche Golem Newsletter und – man höre und staune – die XING News Internet & Telekommunikation. Nicht vergessen sollte ich die Branchen-News: IT des Handelsblatts.

Natürlich lese und unterstütze ich Netzpolitik.org. Das ist eine Muss-Quelle für jede und jeden, der sich mit dem Themenkomplex auseinandersetzt. Da ist der Weg natürlich nicht weit zu Markus Beckedahl und dessen Zentrum für Digitalrechte und Demokratie, das auch per E-Mail informiert.

Künstliche Intelligenz

Man kommt heutzutage nicht um das Thema Künstliche Intelligenz herum und ja, es interessiert mich auch besonders. Deshalb habe ich verschiedene Newsletter bekannter Medien abonniert. Dazu gehören das KI-Briefing des Handelsblatts, das ich sehr schätze. Und im Rahmen meines Abonnements der FAZ beziehe ich auch jeden Mittwoch den FAZ Pro Digitalwirtschaft-Newsletter, der mir manchmal zu sehr „einfach machen“ formuliert und Regulierung verteufelt. Nichtsdestotrotz ist er für mich eine sehr wichtige Quelle. Eigentlich sollte auch Natürlich Intelligent von der ZEIT bei mir ankommen; das klappt aber aus irgendwelchen Gründen noch nicht zuverlässig.

Kolumnisten, Blogger, Forward Thinker

Neben Medien und Publikationen lese ich auch einige Kolumnisten, Blogger und Forward Thinker sehr gerne. Immer wieder sonntags … kommen einige Newsletter, die ich sehr schätze. Ganz vorne ist Der Rationalist. Christian Stöcker, Fachhochschulprofessor und Spiegel-Kolumnist, nimmt viele Themen unter die Lupe, die auch mich interessieren: Technologie, Energiewende, Social Media, Digitalisierung und vieles mehr. Der Rationalist klärt auf, setzt auf Fakten, Fakten, Fakten, kommt meist nachmittags. Für mich eine Muss-Lektüre.

Jan Skudlarek ist Autor und Lyriker, der in seinem Newsletter viele Dinge einfach auf den Punkt bringt. Hier kann man seine Artikel abonnieren. Sein Themenspektrum ist vielfältig, und nur zu oft nicke ich. Nils Minkmar ist ein deutsch-französischer Journalist, Historiker und Publizist, dessen Newsletter Der siebte Tag immer wieder eine Bereicherung ist.

Darmstadt – Regionale Nachrichten

Wir wohnen nun seit rund 30 Jahren in Darmstadt und es ist unsere neue Heimat. Trotzdem lese ich keine Lokalzeitung. Sie ist mir zu teuer, sie wird immer dünner und auch die Qualität ist nicht das, was ich mir wünsche. Deshalb habe ich mir einen Google Alert zum Thema Darmstadt eingerichtet und experimentiere mit einem Perplexity Aufgaben. Beide Techniken liefern mir einige frei verfügbare Nachrichten rund um Darmstadt, meist aus der FAZ und der Frankfurter Rundschau.

Was liest und teilt meine Bubble?

Schließlich gibt es noch einen Exoten, den ich seit einiger Zeit nutze: Der Sill Daily Digest gehört zu einem Dienst namens Sill – einem relativ neuen News- und Link-Aggregator für das offene Social Web (vor allem Bluesky und Mastodon). Es scannt meine Timeline nach Links, die die Leute in meinem Netzwerk teilen. Die Links werden nach Popularität innerhalb meiner Bubble sortiert, und ich bekomme einmal täglich eine Liste der meistgeteilten Artikel als E-Mail (geht auch per RSS).

Wie ihr seht, kommt schon eine Menge an Informationen zusammen. Und ich befürchte, ich würde noch viel mehr aufsaugen, wenn bestimmte Seiten nicht einer Paywall lägen oder auch gewisse Quellen nicht per RSS oder eben E-Mail-Newsletter konsumiert wären. Vielleicht ist das aber gut so, denn in diesem Beitrag sind ja nur die Infos enthalten, die ich per E-Mail erhalte. Hinzu kommen noch all die Quellen und Blogs, deren Beiträge in meinen RSS-Reader laufen.

Welchen guten E-Mail-Newsletter verpasse ich?

Aber natürlich bin ich weiter neugierig. Wenn ihr Empfehlungen zu Medien und Autoren habt, die sich in meinen Interessengebieten bewegen, immer her damit.

Was ist ein RSS-Reader?

Ein RSS-Reader wie Feedly, das ich nutze, ist eine persönliche Nachrichtenzentrale im Netz. Websites liefern ihre neuen Beiträge über sogenannte RSS-Feeds, die der Reader automatisch einsammelt. So entsteht eine Art laufender Nachrichtenticker: Neue Artikel erscheinen chronologisch in einer zentralen Übersicht, ohne dass man jede Seite einzeln besuchen muss.

Plastisch gesagt: Ein RSS-Reader ist wie ein digitaler Nachrichtenticker im Newsroom – nur dass dort nicht Agenturen melden, sondern genau die Websites, Newsletter oder Blogs, die man selbst ausgewählt hat. Keine Algorithmen, keine Plattformlogik – nur der Strom der Quellen, dene ich vertraue oder die mich interessieren.

Praktisch ist die Sortierung nach Themen. In Feedly lassen sich Quellen in Ordnern bündeln – etwa Politik, Medien oder Technologie. Bei mir gibt es zum Beispiel einen eigenen Feed für meinen Fußballverein Borussia Mönchengladbach, damit ich alle Nachrichten zum Klub auf einen Blick sehe. 

Fediverse-Reaktionen

Comments

2 Antworten zu „Mein Nachrichtenmix: Diese E-Mail-Newsletter und -Kolumnen lese ich “

  1. Datterich

    Nicht ganz am richtigen Fleck, aber die lokale Printzeitung lese ich immer gerne unterwegs bei einem Espresso. Das Darmstädter Echo und äquivalente Zeitungen hat man schnell durch. Nebenbei macht es Laune in einem Cafe vorbeizuschauen.

    Und den Lokalzeitungs-Newsletter konsumiere ich auch, zwar alles Paywall, aber meistens reichen die Überschriften. So hat man in 30 Sekunden einen Überblick was läuft.

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