Die Causa Kaeser: Das Ende des Social CEO? Das Ende von Haltung zeigen?

Christian Henne hat sich in einem Beitrag mit dem Thema Siemens und Friday for Futures unter dem Aspekt „Was kann man draus lernen“ beleuchtet. Ich wage es, einen Effekt der Causa Siemens-Kaeser vorauszusagen, der mir nicht passt: Viele Unternehmen, besser die Kommunikationsabteilungen und CEOs werden noch vorsichtiger, in sozialen Medien selbst aktiv zu werden, den Social CEO ablehnen. Sie zeigt einmal mehr, dass viele in Unternehmen und in der Unternehmenskommunikation noch immer nicht die Mechanismen, Chancen, aber eben auch Risiken der sozialen Medien verstanden haben. Ich hoffe nicht, dass es eine Blaupause für „herum eiern“ und keine Haltung zeigen ist.

Lesezeichen: Der heutige kalte Tech-Krieg ODER kann Europa eine Alternative zu GAFAM und China bauen

Mehr digitaler Protektionismus gekoppelt mit unreguliertem Daten­kapitalismus auf der Welt spielt Donald Trump in die Hände. In den USA wird über eine Zerschlagung der US-amerikanischen Plattformen diskutiert. Ja, China beginnt sogar auf der Plattform-Ebene mit TikTok anzugreifen, sicher noch ein erster Versuch, aber bemerkens- und beobachtenswert angesichts der derzeitigen Dominanz der GAFAM-Konzerne und -Plattformen von Google, Apple, Facebook, Amazon und Microsoft. Europa und die EU scheinen doch eher von nationalen Interessen geprägt. Und ob Frankreich und Deutschland willens und in der Lage sind, eine europäische Plattform, eine auf Open Source basierende Alternative zu bauen, die eine entsprechende, kritische Masse an Nutzern erreicht, ist mehr als fraglich.

Vor 10 Jahren: Verderbt es Euch nicht mit Paul. Er wird morgen Euer Chef sein

Inspiriert hat mich damals ein wirklicher Paul und das Buch Direktkarriere von Gunter Dueck . Stromlinienförmig und geschmeidig gleitet er durch den Konzern, hat die wichtigen Dinge des Konzerns schnell gelernt. Und Karriere machen ist ja auch per se nicht schlimm. Doch liest sich der Text heute anders und das nicht nur, weil der Blackberry schon lange kein Managersymbol mehr ist. Offensichtlich haben sich auch Wertesysteme verschoben, denn der jüngeren Generation sagt man nach, sie lege mehr Wert auf Privatleben, die berühmte Worklife Balance, und sie sei nicht mehr so karrieregeil.

Technologien, die unser Leben in 2020 verändern – NYT

Allenthalben wird in die Glaskugel geschaut, was denn die technologischen Trends für 2020 sind. Brian X. Chen hat in der New York Times folgende Technologien identifiziert, die unser tägliches Leben maßgeblich ändern, The Tech That Will Invade Our Lives in 2020. Smarter Home und Automatisierung daheim. Er nennt Alexa, Google Assistant and Siri, die Einzug … Technologien, die unser Leben in 2020 verändern – NYT weiterlesen

Digital naiv!? Gedanken und Regeln für das "Mitmach-Web" in der Kristallkugel für 2010

Beim Surfen durch meine olle Blogbeiträge unter dem Motto „Heute vor 10 Jahren“ bin ich Kristallkugel 2010: Marketing „benutzt“ das Web 2.0 gestoßen, einen Ausblick zum Jahresbeginn, den ich auf Wunsch von „Stäbchen“ Thorsten Zörner geschrieben habe. „Damals“ standen wir in den Anfängen des sogenannten Social Media Marketings und ich habe davor gewarnt, dass Unternehmen und Agenturen dort nur Werbebotschaften raus blasen, dass wir „ viele BILD-ende, marktschreierische Aktionen und Kampagnen im Web erleben, die das eigentliche Prinzip des Mitmach-Webs ad absurdum führen werden „. Doch nicht nur ich: Nicht umsonst hat Tim Berners-Lee, Erfinder des WWW, 2018 die Initiative #ForTheWeb ausgerufen : „Jeder Einzelne ist dafür verantwortlich, das Web zu einem besseren Ort zu machen“. Dezember 2009 habe ich versucht, einige Regeln im und für das Mitmach-Web runter zu schreiben, die wir auch in Workshops auf den DNUGs und anderswo diskutiert haben.

#Twitter-#Ticker zu angedachten neuen #Reply-Funktionen: Senf kontrollieren und Hass eindämmen oder mehr Desinformation und schlechterer Diskurs

Direkt beim Erstellen von Tweets soll man angeben können, ob ein Tweet global ist – jeder kann antworten und kommentieren, für eine Gruppe ist – Leuten, denen man folgt oder die man erwähnt, können kommentieren, für ein Panel ist – nur diejenigen, die im Tweet erwähnt wurden, können kommentieren, oder ein Statement ist, das man nicht kommentieren kann. Basierend auf diesem Experiment und den „Learnings“ könnte die Funktionalität später im Jahr global eingeführt werden. Und ich gebe zu, dass ich mir nicht sicher bin, ob dieser Weg richtig ist, um Konversationen besser zu steuern und trotzdem eine lebendige Diskussion zu erhalten, oder ob dadurch Grundmechanismen des sozialen Netzes ausgehebelt werden und gar diejenigen davon profitieren, die schon jetzt manipulieren, Propaganda betreiben. 10.1.2020 – Er hat gestern Abend noch seine Bemerkungen ergänzt, der Lars: Die neuen Funktionen sind ein Versuch wert, meint er … (2) Vermutlich wird es keine Standardeinstellung werden, deshalb glaube ich, dass nur wenige Nutzer tatsächlich diese neuartigen Twitter Replies häufig nutzen werden.

Kurz zitiert zu Digitalisierung: Keine Heilsversprechen, keine Erfolgsgarantie, aber wir können komplexe Probleme lösen (Andreas Stiehler)

Nur schnell kurz zitiert der Beitrag des geschätzten Andreas Stiehler zur Digitalisierung und digitalen Transformation, der Sau, die mit einem Gefühl der Dringlichkeit durch das Dorf getrieben wird: Experten sollten her, die den Weg in die digitale Zukunft weisen – mit passgenauen Plänen und Erfolgsgarantie. Der Ruf wurde erhört, die Beraterbranche hatte zuletzt Hochkonjunktur. Immer … Kurz zitiert zu Digitalisierung: Keine Heilsversprechen, keine Erfolgsgarantie, aber wir können komplexe Probleme lösen (Andreas Stiehler) weiterlesen

Vor 10 Jahren: Die Aufregung um ROI und Social Media

Gunnar hat mich mit seinem Beitrag zur Stimme als ultimativen Interface auf die Idee gebracht. Guck doch einfach mal nach, was Du so vor 10 Jahren verzapft hast. Gesagt, getan, hier ver- und rebloggt. Und schon schwindele ich*, denn ich habe einen Beitrag ausgesucht, den ich am 26.12.2009, also vor mehr als 10 Jahren, zum … Vor 10 Jahren: Die Aufregung um ROI und Social Media weiterlesen

Social Media-Splitter: WhatsApp 2020 vor dem Aus (?) und TikTok auch für "Erwachsene" attraktiv

In den Statusmeldungen sollen zukünftig Werbeanzeigen laufen, die mitunter individuell auf die Bedürfnisse und Interessen zugeschnitten sind – das ist natürlich möglich, weil Facebook ständig Daten von uns sammelt. Für TikTok kommt Christian auf 5,5 Millionen monatlich aktive, deutsche Nutzer die die App im Schnitt zehn mal am Tag öffnen. Und das sind dann - man beachte die elegante Überleitung von Christians Beitrag zu Thomas Knüwers glaskugeligen Kaffesatztlesereieien für 2020 - nicht nur Kids. Krasser noch Thomas Aussage zu TikTok, Datenschutz und China: "Denn seien wir ehrlich: Den Nutzern ist all das egal." Schließt sich da wieder der Kreis zu WhatsApp, Facebook und Co.? Meine Prognose ist, dass Marken auf TikTok springen und nur wenige wirklich kreativ sein werden.

Früher sagte ich, meine Frau versteht mich nicht – Siri versteht mich wirklich noch nicht

Unser Gunni hat im Archiv gekramt und unter dicken Staubschichten einen Beitrag von 2007 zur Stimme als ultimativem Interface raus gekramt. Alles natürlich viel zu früh … Da haben wir noch nicht an Siri, Alexa und Co gedacht. Mit Alexa und Co. ist ein deutlicher Sprung bei der natürlichen Spracherkennung gemacht worden. Aber als ultimatives Interface hat sich die Stimme immer noch nicht durchgesetzt. Tja, der deutliche Sprung … Habe mal wieder – angeregt durch Gunnis Artikel und eine kurze Diskussion dazu bei #9vor9 – einen Sprachtest mit Siri gemacht.