Teamführung: Der Chef als Schutzschild (7 Regeln) – Harvard Business Manager

Ein sehr schöner Aufsatz von Robert I. Sutton aus dem Harvard Business Manager. Auch wenn er viele amerikanische Beispiele heranzieht, sind die Lehren lesenswert. Ich verkneife mir natürlich detaillierte Kommentare. Mein(e) Chef(s) könnten ja mitlesen und einiges missverstehen:

Lange Besprechungen, idiotische Anweisungen, Einmischungen von ganz oben – es gibt vieles, das Angestellte davon abhält, ihren Job ordentlich zu machen. Gute Vorgesetzte befolgen sieben Regeln, um ihren Mitarbeitern den Rücken freizuhalten. … Diese Idee, dass Manager als eine Art Puffer fungieren sollten, die die Kernarbeit des Unternehmens vor Ungewissheiten und externen Störungen schützen, ist in der Organisationstheorie ein uraltes Thema …

via harvardbusinessmanager.de
Ich bin dafür, dieses Prinzip auf Telefonkonferenzen zu übertragen:

Außerdem ließ er sich einen originellen Trick einfallen, um seine Designer von der Einberufung unnötiger Besprechungen abzuhalten: Immer wenn jemand eine Konferenz anberaumte, musste er einen Dollar bezahlen.

via harvardbusinessmanager.de
Und so was geht ja gar nicht im Zeitalter des Mobiltelefons, von Instant Messaging und E-Mail:

Im Jahr 2008 nahmen 300 Ingenieure und Manager bei Intel an einem Pilotprogramm teil, in dessen Rahmen sie ihre E-Mail- und Instant-Messaging-Programme jeden Dienstagvormittag vier Stunden lang abschalteten und alle Anrufe auf den Anrufbeantworter umleiteten. In diesen vier Stunden fanden nach Möglichkeit auch keine Konferenzen statt,

via harvardbusinessmanager.de
Und was ist denn das für eine politisch inkorrkete Überschrift. Ich bin erschüttert:

4. Wehren Sie Idioten von oben ab … Wenn die Leistung oder das Wohlbefinden Ihrer Mitarbeiter durch idiotische Anweisungen von oben bedroht ist, müssen Sie entscheiden, ob Sie nachgeben oder sich dagegen wehren wollen, je nachdem, womit Sie Ihren Leuten – und sich selbst – am meisten helfen können. Manchmal lohnt es sich nicht, Widerstand zu leisten, weil der politische Preis, den Sie dafür zahlen müssten, zu hoch wäre; manchmal erweisen scheinbar idiotische Anweisungen sich im Nachhinein aber auch als durchaus sinnvoll.

via harvardbusinessmanager.de
Übrigens folgen in dem Beitrag noch weitere solche Formulierungen … Und nicht nur das:

Boshafter Gehorsam dagegen bedeutet, idiotische Anweisungen von Vorgesetzten so buchstabengetreu zu befolgen, dass die Sache schiefgehen muss.

via harvardbusinessmanager.de

Sehr lesenswert, der gesamte Beitrag!

Nachtrag vom 11.1.2021: Der Beitrag ist hier wieder publiziert worden, allerdings leider hinter einer Paywall.

„Boshafter Gehorsam dagegen bedeutet, idiotische Anweisungen von Vorgesetzten so buchstabengetreu zu befolgen, dass die Sache schiefgehen muss.“ Robert I. Sutton auf Harvard Business Manager #Führung

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