Wein-erlei oder mein Online-Händler #6 – Vipino – Der etwas andere zeitgemässe Ansatz für Weinvertrieb

Nach längerer Pause endlich eine Beschreibung meines Onlineshop

ViPINO.de

Das Motto von Vipino ist Wein für Freunde. Irgendwie muss ich da an einen Ferienclub denken … Urlaub unter Freunden. Gestossen bin ich auf Vipino durch den hier schon exzessiv erwähnten Michael Liebert, dessen Weinempfehlungen ich ungemein schätze. Über ihn habe ich hier schon viele mir gut schmeckende und dabei leckere Tropfen entdeckt.

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Und das ist auch das Konzept hinter Vipino: Nicht nur Michael Liebert, sondern eine Reihe von Sommeliers und Weinmachern empfehlen“Ihre“ Weine, u.a. Paula Bosch oder Winepunk Marco Giovanni Zanetti, von dessem Porcheria 2010 ich total begeistert war: ein saumässig leckerer Wein! Genau dieses Konzept der Weinempfehlungen über Weinblogger und Experten liebe ich. Es ist zeitgemäss für das Web 2.0, wesentlich persönlicher und direkter als die meist geschwollenen Texte manch anderer Anbieter, wo jeder Wein toll und herrlich lang im Abgang ist.

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Die Auswahl an Weinen ist überschaubarer als die bei den Breitsortiment-Anbietern, aber das empfinde ich eher als angenehm denn als störend. Die empfohlenen Weine kommen aus Deutschland, Italien, Spanien, Südafrika … Von den grossen Weinländern fehlt eigentlich nur Frankreich. Und das wäre ein Tipp, den ich den Betreibern noch geben würde. Nehmt noch einen Frankreichkenner an Bord. Ansonsten würde ich das Sortiment gar nicht mehr gross ausbauen und stattdessen über die Vermarktung gerade auch in die Szene nachdenken, die nicht auf Hochglanzmagazine und schwülstige Weinbesprechungen abfährt.

Die Webseite finde ich generell gelungen. Sie bietet verschiedene Einstiegswege in die Weine: über die Länder, über die Sommeliers und Weinmacher oder über Weintypen vom Sofawein über Alltagswein bis zum Meditationswein. Ich weiß, über solche Klassifizierungen kann man streiten, aber für viele durchaus ganz hilfreich. Aus meiner Sicht könnte die Webseite noch ’sozialer‘ und interaktiver werden, aber klar, das Unternehmen ist ja gerade erst gestartet und das Geld muss verdient werden, um den Markenauftritt auch zu finanzieren.

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Die Bestellung, Abwicklung und Bezahlung war immer reibungslos. Man kann sogar noch auf Rechnung bestellen, ein Vertrauensbeweis, den nicht mehr viele Anbieter in ihrer Kunden haben. Vipino ist auch aufgrund vielfältiger Aktionen und geschickt verführender – positiv gemeint – E-Mails bei mir ganz oben auf meiner Liste, wo ich bestelle. Ein eher alternativer Laden, bei dem ich mich zu Hause fühle und auch mitmachen würde. Weiter so!

AnbieterVipino
ProduktauswahlSommeliers und Blogger empfehlen Wein
Online-AuftrittÜbersichtlich, eher persönlich-familiär
MarketingansatzE-Mail Newsletter, „Wein-Pakete“ der Sommeliers, Sonderaktionen
EmpfehlungsmarketingZum Beispiel über den Blog von Michael Liebert, eigener Twitter-Account
Bewertung des Marketingansatzes
(Sterne 1 ausreichend bis 5 sehr gut)
★★★
Bewertung des Weinangebots (Sterne 1 ausreichend bis 5 sehr gut)★★★

Meine vorhergehenden “Besprechungen”:

DSGVO-konforme Share-Funktion Shariff Wrapper des c't Magazins
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2 Kommentare zu „Wein-erlei oder mein Online-Händler #6 – Vipino – Der etwas andere zeitgemässe Ansatz für Weinvertrieb“

  1. Frohes Neues Jahr, Ei-Gude! 😉 Danke für die Empfehlung, ich werde mir den Shop dann auch mal genauer anschauen. Suche nämlich immer mal wieder gute Weine aus Spanien…

  2. Hallo Heike, Dir auch ein gutes Jahr und danke für Deine interessanten Beiträge. Bei spanischen Weinen greife ich immer auf meinen Freund Rafael zurück > http://iberbodega.de/. Er hat immer gute Weine von kleineren, nicht so bekannten Weingütern.

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