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E-Mail-Abwesenheitsnotiz mal anders – Realistisch?

Holger Reisinger rät auf CIO.DE, zu dieser Abwesenheitsnotiz, um der E-Mail-Flut Herr zu werden:

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

aufgrund der absurd großen Anzahl an ungelesenen E-Mails in meinem Postfach habe ich beschlossen, das „Hamsterrad“ der E-Mail-Beantwortung zu verlassen und mich stattdessen auf meine eigentliche Arbeit zu konzentrieren.

Sobald ich morgen wieder meine E-Mails lese, erhalten die Nachrichten höchste Priorität, die:

  1. nicht mehr als 100 Worte umfassen.
  2. in der Betreffzeile einen eindeutigen Zweck angeben.
  3. mir erlauben, eine der folgenden Antworten zu geben: „Stimme zu“, „stimme nicht zu“ oder „benötige weitere Informationen“.

Für dringende Angelegenheiten bin ich nach 15 Uhr für einen zehnminütigen Skype4Business Anruf verfügbar. Wahrscheinlich können wir die Sache so schneller und effizienter lösen.

Danke für euer Verständnis.

Source: Konzentriertes Arbeiten: Abwesenheitsnotiz mal anders – cio.de

Radio Eriwan. Im Prinzip eine gute Idee, aber würde das im Unternehmen intern akzeptiert? Wie reagieren Chefs – bitte heute bis EOB (End of Business) erledigen – und Kollegen darauf? Wie reagieren Kunden und Externe darauf, wenn eine solche Nachricht eintrifft? Und was ist mit all den anderen Kanälen, die auch – oft noch aggressiver – aufpoppen und den Arbeitsfluss unterbrechen? Das Mobiltelefon, mit dem man ja auch telefonieren können soll, stellen wir dann auch aus?

Ich glaube, dass definierte Zeiten, in denen man auf E-Mails reagiert eine notwendige Regelung ist, die man selbst ergreifen sollte. Vielleicht muss das sogar noch zu wirklich festen Zeiten weiterentwickeln. Aber ganz oder sehr lange abkoppeln vom E-Mail- und generellen Informationsfluss ist schwer vorstellbar, vor allem, weil die Flut einem doch wieder einholt. Wie nach dem Urlaub. Und natürlich hängen die Möglichkeiten auch von dem Job ab, den man selbst inne hat. Im Kundenkontakt muss man für seine Kunden da sein.

Trotzdem, wir müssen weiter diese dicke Brett E-Mail-Flut bohren.

Filed under: Digitaler Arbeitsplatz, Kommunikation & Zusammenarbeit

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... arbeitet in Communications bei Kyndrl Deutschland, dem weltweit führenden Anbieter zum Management kritischer IT-Infrastruktur. Den gelernten Journalisten hat seine Leidenschaft für das Schreiben, Beobachten, Kommentieren und den gepflegten Diskurs nie verlassen. Diese Passion lebt er u.a. in seinem privaten Blog StefanPfeiffer.Blog oder auch als Moderator von Liveformaten wie #9vor9 - Die Digitalthemen der Woche und Podcasts aus. Digitalisierung in Deutschland, die digitale Transformation in der Gesellschaft, in Unternehmen und Verwaltung oder die Zusammenarbeit am modernen Arbeitsplatz sind Themen, die in leidenschaftlich bewegen. Vor Kyndryl hat Pfeiffer in der IBM im Marketing in unterschiedlichen internationalen Rollen gearbeitet. Seine weiteren beruflichen Stationen waren FileNet und die MIS AG. Auf Twitter ist er als @DigitalNaiv „erreichbar“. 

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