Das Ende von #GooglePlus: Ich wundere mich nicht und vermisse es nicht

Mal wieder stellt Google einen Dienst ein. Bei Google Reader hatte ich noch mehr als eine Träne im Auge: Wo bleibt der Aufschrei der angeblichen Netzelite zur Einstellung von Google Reader?, war der Titel meines Postings, ein Vorwurf an die Netznerds, die aus meiner Sicht gegenüber dem ehemaligen Gutkonzern meist sehr unkritisch und blauäugig war (und ist?).

Google+ – wo jetzt die Pforten geschlossen werden – wird wohl kaum jemand vermissen, trotz des durchaus gelungenen Designs und einiger Funktionen:

Und es war nicht nur der Reiz des Neuen und die überfällige Antwort des Suchmaschinen-Konzerns auf Facebook, die zu der Anfangseuphorie führte. Vieles im Design, im Aufbau und in der Funktionalität überzeugte mich über lange Zeit. Etwa Dienste wie Hangout on Air – also der erste Livestreaming-Dienst für Konferenzschaltungen …

über Das Ende von #GooglePlus: Erinnerung an eine Disputation mit Frank Schirrmacher #KarlssonvomDach – Was für eine schöne Diskussion @ChristophKappes @mspro | ichsagmal.com

Gunnar Sohn, den ich oben zitiere, hat zudem nostalgischere Erinnerungen gerade an eine Debatte mit Frank Schirrmacher. Nun ja, ich erinnere mich an keine sinnvolle Debatte außer der Diskussion, ob denn Google+ sein müsse … Lisa Hegemann bringt es auf ZEIT ONLINE auf den Punkt:

Zu Hause war ich dort nie, es war nicht mal ein Ort, den ich regelmäßig besuchte.

über Google+: Freunde hatte ich dort eh nie | ZEIT ONLINE

Google+ sei das Bielefeld unter den sozialen Netzwerken. Na ja, da gibt es nicht nur Google+. Zahllose andere Versuche, gerade auch unabhängige soziale Netzwerke (Ello, Path, Vero …) zu schaffen, sind „Bielefelds“ oder eben auch geschlossen. Leider. Ohne Moos, sprich Einnahmen, auch in sozialen Netzwerken nichts los.

(Stefan Pfeiffer)

4 Kommentare zu „Das Ende von #GooglePlus: Ich wundere mich nicht und vermisse es nicht

  1. Google+ war so groß angelegt und sollte mit der Brechstange expandieren. Dann wurde der Chefentwickler vor die Tür gesetzt und das Team aufgelöst. Da war das Ende absehbar.

  2. Sascha Lobo kommrntiert, warum neben Facebook andere soziale Netzwerke keinen Erfolg haben:

    Der bekannte ökonomische Netzwerkeffekt besagt, dass die Nutzer eines Netzwerkprodukts von der zunehmenden Größe eines Netzwerks profitieren. Auch deshalb ist es sehr schwierig, ein Netzwerk zu wechseln – oder ein neues aufzubauen. Es scheint eine Art digitaler Naturkonstante zu geben: soziale Gravitation, ein Begriff des Netzdenkers Michael Seemann*.

    über Soziale Medien: Das Realitätsgefühl ist die neue Realität – SPIEGEL ONLINE

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