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Lesezeichen: Der Populismus holt Amazon in New York ein ODER …

Welch eine populistische Überschrift von Robert Lindner in der FAZ, der andererseits wiederum den Kritikern von Amazon Populismus vorwirft. Er kommentiert, dass Amazon nun doch nicht nach New York geht unter dem Untertitel Eine lautstarke Protestbewegung veranlasst den Online-Händler zu einem abrupten Rückzieher in New York:

Die Kontroverse um Amazon in New York fällt in eine Zeit, in der sich Technologieunternehmen allgemein verstärktem Argwohn gegenübersehen. Gerade Facebook und Google geraten in jüngster Zeit regelmäßig in Erklärungsnot, etwa wegen ihrer Datenschutzpraktiken, ihrer Marktmacht oder wegen der Verbreitung fragwürdiger Inhalte auf ihren Plattformen.

In Amerika ist oft von einem „Techlash“ die Rede, also einer zunehmenden Feindseligkeit gegenüber der Technologiebranche.

über Der Populismus holt Amazon in New York ein – FAZ

Meine 2 Cents:

  1. Sollte es einer „lautstarken Protestbewegung“ gelungen sein, Amazons Entscheidung zu kippen, macht das für Europa und den „Mob“ Mut.
  2. Die martialischen Aussagen des New Yorker Bürgermeisters Bill de Blasio klingen anders (siehe Ende des Beitrags von Lindner). Scheinbar war es auch das Verhalten von Amazon nicht gerade kompromissbereit: If you can make it there, you can make it anywhere …
  3. Das zunehmende Misstrauen gegen die Tech-Riesen ist kein Populismus, sondern hat ernste, nachweisbare Gründe, lieber Robert Lindner. Gerade auch gegenüber Amazon! Diese Überschrift und immanente Bewertung und das in die Ecke stellen von Amazon-Kritikern ist komplett daneben und einem Qualitätsmedium nicht würdig! So auch Ihr Kommentar. Fast glaube ich den Chef-Zwitscherer Donald zu vernehmen:

Denn jenseits der Sachargumente rund um das konkrete Projekt haben sie Amazon allzu pauschal verteufelt. …

Aber ohne Zweifel haben sie unterstrichen, wie einflussreich die wachsende linkspopulistische Bewegung in Amerika geworden ist.

über Die Proteste gegen Amazon werfen eine Frage auf – FAZ

(Stefan Pfeiffer)

Filed under: Netzpolitik & die große Politik

About the Author

Veröffentlicht von

... arbeitet in Communications bei Kyndrl Deutschland, dem weltweit führenden Anbieter zum Management kritischer IT-Infrastruktur. Den gelernten Journalisten hat seine Leidenschaft für das Schreiben, Beobachten, Kommentieren und den gepflegten Diskurs nie verlassen. Diese Passion lebt er u.a. in seinem privaten Blog StefanPfeiffer.Blog oder auch als Moderator von Liveformaten wie #9vor9 - Die Digitalthemen der Woche und Podcasts aus. Digitalisierung in Deutschland, die digitale Transformation in der Gesellschaft, in Unternehmen und Verwaltung oder die Zusammenarbeit am modernen Arbeitsplatz sind Themen, die in leidenschaftlich bewegen. Vor Kyndryl hat Pfeiffer in der IBM im Marketing in unterschiedlichen internationalen Rollen gearbeitet. Seine weiteren beruflichen Stationen waren FileNet und die MIS AG. Auf Twitter ist er als @DigitalNaiv „erreichbar“. 

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