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Und führe mich nicht …: Ist das neue MacBook Pro 14 Zoll mit dem M1 Max-Chip eine Anschaffung wert?

Mein (privates) MacBook Pro ist von 2019, 13 Zoll Bildschirm, 16 GB Arbeitsspeicher, 512 GB Festplatte. Ich habe mir das Gerät angeschafft, weil ich oft dienstlich und privat live streame, Videos oder auch Audiodateien schneide. Das ging mit dem vorhergehenden 2015er MacBook Pro nur sehr zäh. Hätte mir gewünscht, dass die Firma ein leistungsfähiges Gerät beschaffen würde, aber da standen Prozesse und Standardkonfigurationen im Weg, aber das ist eine andere Geschichte.

Ich bin nun seit vielen, vielen Jahren Mac- und generell Apple-Anwender. Es war wohl 2009, als ich mein damaliges blütenweißes MacBook im IBM Netz anmeldete und seitdem arbeite ich mit Macs. Gefühlt haben Hardware- und Softwarequalität von Apple seitdem deutlich abgenommen. Trotzdem bin ich auf der Plattform geblieben, weil ich natürlich ein Ökosystem angeschafft habe, aber auch weil Mac OS noch immer gefühlt einfacher und schneller ist.

Wenn ich mal an die Windows-Maschine meiner Frau oder Mutter musste, habe ich über Windows auf dem Lenovo Yoga nur geändert. Ätzend langsam und natürlich war ich das Betriebssystem einfach nicht mehr gewohnt. Vor einigen Wochen ist die letzte Windows-Maschine raus geflogen und meine Mutter arbeitet happy auf meinem alten 2015’er Mac, betreibt Online-Banking, schaut ihre Fotos an oder schreibt ihre E-Mails, Signals und WhatsApps. Ob das mit so einer alten Windows-Maschine noch ginge?

Und ja, ich habe viele der Kritiken gelesen, wo alte Apple-Fans in die Microsoft-Welt gewechselt sind. Die hatten dann auch immer die neusten und schnellsten Geräte. Aber wie geschrieben: Wer einmal in einem Ökosystem ist, kommt schwer raus, aus technischen Gründen, aber auch als Gewohnheitstier.

Warum nun diese Einleitung: Ich werde gerade in Versuchung geführt. Schon die Bemerkungen von Sascha Pallenberg zum ersten MacBook mit dem M1-Chip waren euphorisch. Die Kritiken des neuen MacBooks mit den M1 Pro und Max-Chips sind jetzt einfach nur zu gut. t3n zitiert das Fachmagazins Anandtech:

Im Ergebnis bescheinigt der Bericht den neuen Apple-Prozessoren eine überragende Performance, speziell für Power-User. Man habe mit einem solch „monströsen Leistungssprung“ nicht gerechnet. Die Macbooks seien nicht nur in der Lage, alle konkurrierenden Laptop-Designs in den Schatten zu stellen, sondern auch mit den besten Desktop-Systemen zu konkurrieren. Das sei einfach absurd. Anandtech schließt mit den Worten: „Die Kombination aus roher Leistung, einzigartiger Beschleunigung und schierer Energieeffizienz ist etwas, das man derzeit bei keiner anderen Plattform findet.“

Quelle: Chipexperten über Apple M1 Pro und Max: „Solch monströse Zuwächse nicht erwartet“ – t3n – digital pioneers

Das hört sich sensationell an. Kostet aber auch entsprechend. Ich bin auch etwas verwirrt, welche Ausstattung für mich Sinn machen würde, M1 Max oder M1 Pro, wie viele CPUs oder GPUs? Für einen Nicht-so-Techniker doch sehr verwirrend. Ich gehe mal von einem „kleinen“ 14 Zoll MacBook mit M1 Max-Prozessor aus. Doch wie laufen die Programme? Gerüchte sind zu mir vorgedrungen, dass Microsoft Office nicht sauber laufe. Wie laufen Camtasia oder ECamm? Hat jemand Erfahrungen?

P.S. Eigentlich kommt eine Neuanschaffung zu früh, denn das jetzige Gerät ist ja nun wirklich nicht alt, würde aber auf die ein oder andere Weise recycelt.

Nachtrag #1, 28.10. 2021 – Vowe kommentiert und emfpiehlt

Nachdem ich meinen Beitrag oben geschrieben habe, bin ich auf den Artikel von Volker gestoßen. Tenor: Endlich hat Apple all den Schaden repariert, den man dem MacBook Pro vor 6 Jahren zugefügt hat. Eine Vielfalt von Anschlüssen, richtige Funktionstasten, bessere Kamera, bessere Mikros sind einige Punkte, die er aufzählt.

Seine Empfehlung:

The sweet spot for me are the 2749 Eur 14″ and the 2979 Eur 16″ model. There will be people who browse Facebook on these machines. 🙂

The less than a year old 13″ Pro is now offically old. And last year’s 13 Air found its rightful place. Still incredibly fast, quiet and relatively affordable.

A few thoughts on the Apple event

2,794 Euro sind ein Wort. Er führt mich in Versuchung.

„Alte“ Apfel-Beiträge

Filed under: Digitaler Arbeitsplatz, Kommunikation & Zusammenarbeit, Technologie im Job & daheim

About the Author

Veröffentlicht von

Unterdessen in Communications bei Kyndrl Deutschland. Nie hat den gelernten Journalisten seine Leidenschaft für das Schreiben verlassen, die er vor allem in seinem persönlichen Blog StefanPfeiffer.Blog (ehemals DigitalNaiv) auslebt. Daneben ist er immer mehr als Moderator von Livevideostreams - #9vor9 - Die Digitalthemen der Woche - und Podcasts aktiv. Seine inhaltliche Leidenschaft im IT-Umfeld gilt dem Digital Workplace und generell der digitalen Transformatiom. Auf Twitter ist er als @DigitalNaiv „erreichbar“.

1 Comment so far

  1. Habe mehrfach in Podcasts gehört und in ersten Berichten gelesen, dass der M1 Pro wohl mehr als ausreichend sein sollte. Es sei denn Video-Bearbeitung in 8K etc. steht regelmäßig an. Eigentlich soll ja bereits ein MacBook Air für „normalen“ Videoschnitt und Podcast ausreichend sein. Zumal der geräuschlose Betrieb gerade bei der Podcastproduktion hochgradig attraktiv wäre. Aber alles in allem tendiere auch ich in Richtung 2749€. Einzig die Zukunftssicherheit spräche vielleicht noch für 32 GB RAM, aber 460€ mehr …

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