Im Zentrum steht das Jahr 2025 als Schrift. An der Zahl arbeiten sich verschiedene Bots ab, bauen Videos ein, bauen text ein, rote Warnzeichen sind bei einer Suchmaske zu sehen, ein Bot malt ein Bild, viele kleine Helferlein wuseln herum, AI, KI ist deutliche erkennbar, das ganze Jahr wird durch KI gestaltet. Die bisherigen Schriftzeichen bleiben

Antwortmaschinen, Agenten, Avatare: Mein KI-Tools 2025

Ja, ich nutze KI-Tools intensiv. Dafür gibt es verschiedene Motive:

  • Sie helfen mir privat (und im Job) bei vielen Routine- und (!!) Kreativarbeiten. Sie helfen beim Erstellen von Texten, z.B. für Social Media, beim Transkribieren, beim Erstellen von Titelbildern oder Kurzvideos und vielem anderen mehr.
  • Ja, es macht mir Spaß, die Tools auszuprobieren und mit ihnen zu spielen.
  • Doch bin ich mir sehr bewusst, dass ich Energie beim Nutzen und Testen verbrauche, doch …
  • … glaube ich, dass man nur dann mitreden, empfehlen, kritisieren und kommentieren kann, wenn man sie selbst benutzt hat.
  • Tools wie ChatGPT oder Perplexity sind gute Sparringspartner. Sie liefern mir durchaus neue Ideen und Sichtweisen und sind ein Ausgangspunkt für neue Konzepte.

Hier nun mein Jahresüberblick über „Stefans Top-Werkzeuge 2025“.

Die „Antwortmaschine“: Perplexity AI 

Die Pro-, also kostenpflichtige Version von Perplexity ist nun schon im mindestens zweiten Jahr das Tool, das bei mir die klassische Suche weitgehend ersetzt hat. Ich tippe meine Fragen in natürlicher Sprache ein, ich spreche sie auf dem Smartphone ein.

Spaces in Perplexity.ai

Mir gefällt das Design mit den Spaces oder den neuen „Aufgaben“. Ich habe eine Reihe von Spaces (in der deutschen Version: Bereiche oder Räume) mit entsprechenden Arbeitsanweisungen (Prompts) eingerichtet. Wenn ich einen Space nutze, wird der Prompt ausgeführt. Beispiel: Ich kopiere einen neuen Blogtext in den Space und Perplexity unterbreitet mir Vorschläge für die Überschrift, den Teaser oder die Texte, mit denen ich das Blogpost auf Social Media promoten kann. Dies ist für mich eine wichtige Funktionalität, die Le Chat mit Agenten und ChatGPT in der kostenpflichtigen Version mit seinen GPTs abbildet.

Nun sind noch (zu gut versteckt) Aufgaben hinzugekommen, die ich Perplexity stellen kann. So bekomme ich über eine Aufgabe (andere würden Agenten sagen) jeden Morgen eine Zusammenfassung der Digitalthemen, die in „den Medien“ behandelt wurden. (Bemerkung: Ich habe einige Quellen explizit vorgegeben.)

E-Mail Benachrichtigung über ausgeführte Task in Perplexity.ai

(Nicht nur) Perplexity halluziniert wie ein Weltmeister

Aber Achtung: Perplexity halluziniert wie ein Weltmeister. Selten, fast nie, erkennt das Tool den Autor eines Beitrags. Fast immer wird ein falscher Autor genannt. Also jede Antwort überprüfen, auch ob Perplexity etwas sehr kreativ „fabuliert“. Das gilt übrigens für alle Antwortmaschinen (und das nicht nur bei „einfachen“ Antworten).

Le Chat – der Test als mein tägliches LLM steht noch aus

Immer häufiger greife ich unterdessen auf Le Chat von Mistral zurück. Le Chat ist die datenschutzkonforme, französisch-europäische Alternative zu den großen bekannten US-Anbietern wie OpenAI, Google oder auch Microsoft. In den großen, professionellen Vergleichstests wird Le Chat immer als weniger leistungsfähig klassifiziert. Ich habe in den vergangenen Wochen einen guten Eindruck gewonnen.

Le Chat bietet sogenannte Agenten an. Wie in Perplexity habe ich dort Prompts hinterlegt, die ausgeführt werden, wenn ich den Agenten mit Inhalten füttere. Das gefällt mir – wie in Perplexity – sehr gut. Ich sollte mir im Jahr 2026 einen Monat aussuchen, in dem ich vor allem Le Chat nutze, um einen genaueren Eindruck zu gewinnen.

Die Platzhirsche: Gemini und ChatGPT

Auch die großen Platzhirsche habe ich genutzt: ChatGPT und Gemini von Google. Gerade Gemini wurde ja in den vergangenen Wochen hoch gelobt und besser als ChatGPT bewertet. Ich habe einen guten Eindruck gewonnen. Beispielsweise ist Gemini sehr leistungsfähig beim Transkribieren von Audiodateien und Podcasts. Enttäuscht bin ich jedoch von der Bildgenerierung Nano Banana. Die hat Probleme, Bilder in Formaten wie 16:9 zu erstellen, und bevorzugt das Format 1:1. Das sind Kinderkrankheiten, die in dieser Klasse nicht vorkommen sollten.

NotebookLM von Google als Gemini-„Erweiterung“

Ebenfalls von Google ist NotebookLM, das Lars und ich seit einigen Monaten nutzen, um die Themen unseres Podcasts vorzubereiten. Wir füttern dazu NotebookLM mit von uns ausgewählten Quellen, von der URL über den kopierten Text bis zu YouTube-Videos. Optional können wir dann noch eine Websuche starten. Aus diesen Quellen schlägt uns NotebookLM dann beispielsweise einen Vorschlag für den Gesprächsverlauf vor.

Zudem bietet NotebookLM im sogenannten Studio verschiedene anpassbare Standardsreports von einer Präsentation über eine Videoübersicht bis zur Audiozusammenfassung oder Infografik an. Sehr interessant, aber auch NotebookLM hat seine Schwächen, wie ich beim KI-generierten Jahresrückblick 2025 kommentiert habe.

ChatGPT als Sparringpartner für meine „Corporate Identity“ (Bildsprache)

Die Go-Version von ChatGPT habe ich in letzter Zeit genutzt, um eine einheitliche Bildsprache für die Titelbilder meines Blogs zu entwickeln, die sich an mein Blog-Design, meine Inhalte und meinen persönlichen Geschmack anlehnt. Die ersten Bilder könnt ihr seit Ende 2025/Beginn des Jahres 2026 sehen. Die „Arbeit“, das Ping-Pong mit ChatGPT, hat sehr viel Spaß gemacht, und ich habe jetzt eine Prompt-Library verfügbar, die ich für die Titelbilder nutzen will. Die sind auch direkt in ChatGPT erstellt worden, da …

ideogram.ai: Enttäuscht wegen der fehlerhaften Texte

… ich gerade etwas von ideogram.ai enttäuscht bin. Ideogram.ai habe ich in den vergangenen Jahren fast durchgängig genutzt, um die Titelbilder für meinen Blog zu erstellen. Es ist neben Perplexity die zweite KI, die ich im Jahr 2025 durchgängig abonniert habe. Mir hat sehr gut gefallen, dass ideogram.ai mir immer vier Bildvorschläge auf Basis meines Prompts liefert. Die Vorschläge können dann weiter verfeinert werden.

Das funktioniert auch sehr gut. Doch überraschenderweise habe ich das Gefühl, dass ideogram.ai beim Einbinden von deutschen Texten mittlerweile mehr Probleme hat und oft Fehler macht. Das war eigentlich eine Funktionalität, für die ideogram.ai gelobt wurde. Meine Begeisterung hat also nachgelassen, und ich überlege ernsthaft, ob ich mein Abonnement endgültig beenden und wieder auf die kostenlose Version zurückgehen sollte.

Ein Prompt – ganz unterschiedliche Bilder

Interessant ist übrigens, wie unterschiedlich Gemini, ideogram.ai oder ChatGPT auf Prompts reagieren. Beim selben Prompt kommen ganz unterschiedliche Ergebnisse, doch deutlich verschiedene Bilder heraus. KI interpretiert …

Videospielerei mit CapCut

Schließlich nutze ich seit wenigen Monaten zwei Video-KIs im Rahmen meines 60-Sekunden-Projekts. Ich versuche, meine Blogbeiträge in 60 Sekunden zu visualisieren, um die Themen vor allem einem jüngeren Publikum auf TikTok, Instagram/Facebook und YouTube als Reels oder Shorts zu präsentieren. Für die Blogbeiträge nutze ich die Instant-Ki-Video-Funktionalität von CapCut, dem Videogenerator des TikTok-Herstellers ByteDance.

Ich gebe ein Skript ein (bei dessen Erstellung mir die oben genannten LLMs helfen), wähle einen Stil und einen Sprecher, und CapCut erzeugt daraus ein Video. Die Ergebnisse sind – wenn ich eine Schulnote geben müsste – befriedigend bis gut. Auch CapCut hat Probleme mit Texten, und ich würde mir eine höhere „Stefan-Identity“ wünschen. Ich kann oder könnte das Video noch nachbearbeiten, tue dies auch manchmal, habe aber eigentlich den Anspruch, dass ich pro Video maximal 30 Minuten investiere. Mal schauen, wie sich das im Jahr 2026 weiterentwickelt.

Mach den Fußballreporter mit vidnoz.ai

Zum Grande Finale: Ein reines Spaßprojekt sind meine Fohlenticker-Videos, in denen ich in 60 Sekunden die Spiele und das Geschehen rund um „meine“ Borussia aus Mönchengladbach kommentiere. In Vidnoz.ai nutze ich dazu verschiedene Stefan-Avatare, die dann meinen Text „sprechen“. Könnte man das noch besser machen? Bestimmt, aber ich genieße es einfach, den Herbert Fassbinder oder den Harry Valerien (Reminiszenz für ältere Leser meiner Generation) zu „machen“. Und klar, mit meiner eigenen Stimme wäre es beispielsweise authentischer. Würde halt kosten.

Die KI-Tools und ihre Kosten für private Nutzer

Und schon sind wir beim Schlusswort: Alle genannten Tools bieten eine kostenlose Einstiegsversion, die auch schon gute Basisfunktionalität bietet. Aber jedes Tool hat natürlich auch erweiterte, professionelle Versionen, die dann Geld kosten. Und das kann sich läppern. Ich versuche, die entsprechenden Ausgaben als privater Nutzer im Rahmen zu halten und habe – wie schon erwähnt – derzeit „nur“ Perplexity (für $120/Jahr) und ideogram.ai (für $122,60/Jahr) fest abonniert. ideogram.ai habe ich schon einmal prophylaktisch für April 2026 gekündigt.

Preise im Vergleich

Bei allen anderen Tools habe ich kostengünstige Testzeiten genutzt und dann wieder gekündigt. Ein solcher Test läuft gerade noch mit ChatGPT und ich muss entscheiden, ob ich das Abo der Go-Version (€ 8/Monat) beende. Die Pro-Version ist mir einfach als privater Nutzer zu teuer (€ 23/Monat). Zum Vergleich: Google Gemini kostet in der Version AI Plus einschließlich NotebookLM € 7,99/Monat, in der AI Pro-Version € 21,99/Monat. Mistral verlangt für Le Chat € 17,84/Monat. Günstiger wird es im Jahresabo. Gerade von Mistral würde ich mir ein attraktiveres Angebot für Privatanwender wünschen. Man kann also viel Geld ausgeben und ich muss mich im Zaum halten, die entsprechenden Ausgaben nicht ausufern zu lassen.

So bewertet Notebook.LM meine KI-Nutzung in 2025 – Zoom AI nutze ich übrigens überhaupt nicht. Halluzination mal wieder.

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