Gerade ist es in einigen Blogs Mode, 10 Jahre zurückzuschauen. Ich habe das dann auch mal in meinem Blog gemacht, musste den Kopf schütteln, manchmal schmunzeln, aber auch durchaus zustimmend nicken. Deshalb hier der erste Teil von Ten Years After. I’m going home. Nach Orlando, nicht nach Woodstock.
Marketing für IBM Collaboration Solutions – Lotusphere in Orlando
2016 (und schon vorher) war ich für das Marketing der Lotus-Produkte – da hieß der Bereich dann schon IBM Collaboration Solutions – in Deutschland zuständig. Dass ich vermarkte, merkt man auch vielen Artikeln dieser Zeit an, wobei ich hoffentlich nicht zu rosarot gemalt habe.
Ältere werden Lotus noch durch Lotus Notes, die Mutter aller Groupware-Produkte, kennen. Am 4. Januar 2016 publizierte ich einen Blogbeitrag, wie ich mit meinem Arbeitsplatz (bei IBM) in die Cloud umgezogen bin. Webbasierte E-Mails namens IBM Verse lösen bei mir den „Fat Client“ von Notes ab.
Ich schreibe über IBM Connections, eine Lösung, in der alle Module zur Zusammenarbeit integriert waren: Blogs, Wikis, Communities, Activities, Files und Profile. Leider hat es IBM nie geschafft, die Lösung vernünftig zu vermarkten und technologisch auf eine homogene Plattform zu stellen. Connections ist bis heute – auch im Vergleich mit SharePoint – meiner Ansicht nach die beste Lösung, mit der ich gearbeitet habe. Leider nur vom Ansatz her …

Während dieser Zeit gehörte im Januar/Februar immer eine Reise zur Lotusphere, später IBM Connect nach Orlando zum Ritual. Dort trafen sich die Lotus-Community lange Zeit im „Swolfin“ (den beiden Hotels Swan und Dolphin). Ich denke gerne an diese Zeiten zurück. Im Blog sind dazu viele Berichte zu finden. Damals wurde auch schon über Künstliche Intelligenz am Arbeitsplatz und im Unternehmen, über Watson gesprochen, aber keine Sorge: Kein Marketing-Sprech, sondern Erinnerungen an tolle Abende mit Henry und Jörg, mit Mini und Micky, mit Babs, Peter (den „Schut“), Tom und vielen anderen lieben Kolleginnen und Kollegen in dieser aufregenden Stadt Orlando.


Kurz zitiert:
Am 1. Januar 2016 zitiere ich Gunnar Sohn „Zum ‚Marktversagen‘ der europäischen Unternehmen im Technologie-Wettbewerb„. Ten years later …
Damals kochte die Flüchtlingspolitik so richtig hoch und ich zitiere die taz, ob man denn Menschen einfach vor unseren Grenzen sterben lassen kann. Einige Tage später zitiere ich die negativen Erfahrungen eines Bekannten, stehe aber zu unseren humanitären Werten, weise aber auch darauf hin, dass ich Flüchtlinge an unsere Regeln halten müssen. Wenn nicht, müssen sie gehen, so mein Tenor. Damals fing es so richtig an.
Schon damals heiß diskutiert: Meinungsdiktatur in Deutschland. Nein, gab es nicht und es gibt sie auch heute nicht.
Ach ja: damals habe ich noch Kolleginnen und Kollegen ermutigt, als Markenbotschafter auf Social Media aktiv zu sein und mehr oder weniger kluge Ratschläge gegeben.


Kommentar verfassen