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Bundesratsinitiative für mehr Datenschutz – BITKOM-Scheer gegen Einschränkung öffentlicher Bildaufnahmen

„Speziell bei Google Street View werden schon jetzt Gesichter und Nummernschilder automatisch unkenntlich gemacht. Jeder kann auch der Abbildung seines Wohnhauses widersprechen. Bedarf für ein neues Gesetz gibt es nicht.

Ja, es gibt sicherlich derzeit viel Aktionismus und Applaushascherei in punkto Datenschutz. Aber wenn ich BITOM-Präsident Scheer hier lese, bleibt ein ungutes Gefühl. Was ist der richtige Weg? Müssen sich Google oder andere erst die Genehmigung holen, um mein Haus abzubilden oder muß ich Widerspruch einlegen, nachdem sie es getan haben? Was heißt das jenseits von Google Streetview für die Anbieter nützlicher Tools, die ich nicht missen will, z.B. von Navigationssystemen?

Schwierig. Für mich absolut unstreitig ist – jenseits von Selbstverpflichtung des ein oder anderen Unternehmens -, daß Gesichter, Autokennzeichen etc. unkenntlich zu machen sind. Aber wie weit soll man noch gehen? Gefühlsmäßig tendiere ich dazu, daß Google & Co. mein Einverständnis einholen müssen, aber ist das ein realistisches Unterfangen oder würde so etwas auch den nützliche Einsatz von Bildern behindern oder unmöglich machen? Wie weit kann und soll das Recht an „meinen Bildern“ gehen?

Filed under: Datenschutz & Datensicherheit, Netzpolitik & die große Politik

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... arbeitet in Communications bei Kyndrl Deutschland, dem weltweit führenden Anbieter zum Management kritischer IT-Infrastruktur. Den gelernten Journalisten hat seine Leidenschaft für das Schreiben, Beobachten, Kommentieren und den gepflegten Diskurs nie verlassen. Diese Passion lebt er u.a. in seinem privaten Blog StefanPfeiffer.Blog oder auch als Moderator von Liveformaten wie #9vor9 - Die Digitalthemen der Woche und Podcasts aus. Digitalisierung in Deutschland, die digitale Transformation in der Gesellschaft, in Unternehmen und Verwaltung oder die Zusammenarbeit am modernen Arbeitsplatz sind Themen, die in leidenschaftlich bewegen. Vor Kyndryl hat Pfeiffer in der IBM im Marketing in unterschiedlichen internationalen Rollen gearbeitet. Seine weiteren beruflichen Stationen waren FileNet und die MIS AG. Auf Twitter ist er als @DigitalNaiv „erreichbar“. 

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