Content Marketing: Inhalte müssen nicht perfekt sein, aber eine ernsthafte Debattenkultur würde gut tun

Wie perfekt muss Content (im B2B Marketing) sein? Dazu gibt Sascha Tobias von Hirschfeld einen Denkanstoß*:

Content ist in der Regel sehr viel früher “marktreif” als Marketers denken. Viele Whitepaper oder Blogartikel erfüllen ihren Zweck bereits, ohne dass Stunden, Tage oder Wochen daran feingeschliffen wird. Im Streben nach einem vermeintlich “perfekten” Ergebnis verpassen viele Marketers die Entwicklungsstufe, an der das Verhältnis von Aufwand und Wertschöpfung optimal ist. Diese Stufe nennen wir Minimum Viable Content.

Minimum Viable Content ist gerade “gut genug”, um die Erwartungen potenzieller Kunden zu erfüllen. Nicht mehr und nicht weniger.

über Content-Entwicklung im B2B: Agil ist das neue “perfekt”

Da ist viel wahres dran. Seien wir aber fair: Nicht jeder ist der/die perfekte Schreiber/in und nicht jedem/r fällt es leicht. Die entsprechende Fähigkeit, gute Texte zu schreiben, vor Mikrofon und Kamera zu sprechen, wird heutzutage meiner Meinung nach nicht entsprechend gewürdigt. Und wir müssen gerade auf der Audio-, Video- und Live Streaming-Seite den Mut zu „rauen“ und „eckigeren“ Formaten haben, finde ich.

Hier möchte ich den Beitrag von Andreas Stiehler zur Debatten- und aus meiner Sicht auch „Content“-Kultur zitieren und die Aussagen in Kontext mit dem „Minimum Viable Content“ stellen:

Unternehmen, die sich beim Content-Marketing von der großen Masse abheben möchten, sollten deshalb darüber nachdenken, wie sie mit ihren Inhalten am besten Lesern und Sache und nicht zuerst den Algorithmen dienen. Dazu gehört aus meiner Sicht, sich mit eigenen Inhalten in laufende Debatten einzubringen und dabei auch auf Arbeiten Dritter zu referenzieren, anstatt am Fließband neue Buzzwords zu kreieren und so das Rad immer wieder neu zu erfinden.

über Zwischenruf im Echoraum: Rückkehr des Analogen?! – QSC Blog QSC Blog

Und ja, lieber Andreas Stiehler, etwas Demut sowie bei aller notwendigen Zuspitzung und auch mal Polemik mehr Sachlichkeit und Fachkompetenz in der Diskussion täte gut, auch wenn das uns Marketingleuten, aber auch Agenturschreiberlingen und den zu alternden Schlagersängern mutierenden Digitalen Evangelisten oft schwer fällt. Buzzwords sind nun einmal einfacher zu hinaus zu posaunen als eine inhaltlich tiefere Debatte. Und machen wir uns ehrlich: Wir sind alle bis zu einem gewissen Maß am Buzzword-Bingo schuldig. Denken wir nur an „unsere“ Schlagwörter Web 2.0, Enterprise 2.0, Social Business, Digital Workplace, New Work bis zu Agile und Digitale Transformation.

Aber ich musste lernen, dass wir bei der Digitalen Transformation auch schon wieder out sind. Es gibt immer was Neues: Continous Next, auch immer einen neuen Begriff. Gartner hat es verstanden!

ContinuousNext is Gartner’s new position on the capabilities all organizations need to keep up with continuous change driven by technology. ContinuousNext is a formula for success in a world that is constantly changing…through and beyond digital transformation.

über From Digital Transformation to ContinuousNext – Don Scheibenreif

(Stefan Pfeiffer)

* Musste wieder Begriff „Agil“ in der Überschrift sein? Ich bin zugegebenermaßen beim dem Begriff mittlerweile modewort-technisch etwas genervt. Früher hat man schnell und flexibel agiert. Heute muss es immer wieder „agil“ sein.

 

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