Leseempfehlung: Noch 5 Jahre Galgenfrist, damit Verlage sich endlich reformieren, transformieren, ändern …

Das deutsche Verlagsweisen zeichnet sich nicht gerade durch Innovationskraft und Kreativität aus. Der Überlebenswille manifestiert sich darin, bestehende Verhältnisse möglichst einzementieren zu wollen. Das Leistungssschutzrecht und der Zwang, auch online „die Zeitung“ zu abonnieren,  sind zwei eindeutige Zeichen, dass die Verlage das Internet-Zeitalter noch immer nicht verstanden und die Herausforderungen wirklich angenommen haben. Des Themas, das auch mich immer wieder erregt, hat sich jetzt mit großer Leidenschaft Thomas Knüwer angenommen und er spricht mir in vielerlei Beziehung aus dem Herzen.

Kein Mut zu Experimenten sind ebenso kennzeichnend wie der Unwille, vielleicht die Unfähigkeit sich mit neuen Modellen einer Mischfinanzierung auseinanderzusetzen. Immer wieder rege ich mich darüber auf, dass die Verlage mich in Abonnements zwingen wollen. Wie kennzeichnend für das Internet möchte ich aber gezielt nur die Infos, die mich interessieren, und nicht überteuerte Preise zahlen oder unzählige „Zeitungen“ abonnieren. Auch Blendle, die ein solches Modell versuchten, scheinen aufzugeben. Thomas bringt es auf den Punkt:

Der Kauf eines Abos oder eines Einzelartikels oder eines E-Papers muss so simpel sein wie der Einkauf eines Artikels beim größten aller Onlinehändler – dies ist der Maßstab, an dem sie sich messen lassen müssen.

über Weil der Verlag sich ändern muss – Version 2019

Thomas sagt das Ende der gedruckten BILD und anderer WELT-en voraus. In fünf Jahren werde es keine Printausgaben mehr geben. Und dies sei die Frist, die den traditionellen Verlagen noch verbleibe, um sich zu reformieren.

Eine klare Leseempfehlung meinerseits!

Und als Nachtrag zwei persönliche Erfahrungen der vergangenen Tage:

  • Gerade versuche ich, den Spiegel-Artikel Geplante Modernisierung Neue Bundes-IT wird zum Milliardenfiasko einzeln zu erwerben, gebe es aber gleich auf, Mag ja meine Dummheit sein, aber wenn ich als einigermaßen netzaffiner Anwender schon scheitere …
  • Die Rheinische Post berichtet regelmäßig über meine Borussia, die galoppierenden Fohlen, die leider gerade an den Bullen gescheitert sind. Ja, ich weiß, lieber Gunnar. Also mein Preußen Münster, lieber Thomas. Aber auch hier kommt immer öfter die Bezahlschranke, wenn ich über Fohlen Hautnah die Presseberichte zu den Fohlen aufrufe.

(Stefan Pfeiffer)

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