Digitale Erwartungen an Restaurants und Cafés – Ein Blick auf aktuelle Trends

Mein Lieblingsitaliener hat gar nicht die Zeit, sich wirklich aktiv um die eigene Onlinepräsenz zu kümmern. Doch viele Deutsche erwarten heutzutage, dass Restaurants und Cafés online sind. Passend zur Urlaubszeit haben wir uns bei darüber unterhalten, ob Gastronomen mit ihren Lokalen online präsent sein müssen, welche Rolle Online-Bewertungen spielen und welche digitalen Services sie bieten sollten. Anlass sind die Ergebnisse einer Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 1.005 Personen in Deutschland – und meine Rückkehr aus dem Urlaub, in den Lars jetzt verschwinden wird.

Erstaunlich ist sicher nicht, dass viele Gäste heute eine Online-Präsenz von Restaurants begrüßen. Insbesondere wird erwartet, dass die Speisekarte online einsehbar und abrufbar sein sollte. Das ist eine Information, die auch Lars und ich regelmäßig nutzen. Was gibt es denn an Gerichten? Was ist die Wochen- oder Tageskarte? Das sind beispielhaft Fragen, die man gerne online beantwortet hätte.

Keine Zeit für die eigene Web- oder Facebook-Seite

Haben wollen und liefern können sind aber zwei verschiedene Dinge. Für bekannte Ketten oder Lokalen mit ständig wechselnden Angeboten ist eine aktuelle Online-Präsenz wohl unverzichtbar, gerade auch in großen Städten oder touristischen Zentren. Doch haben kleinere Familienbetriebe mit ihrer Onlinepräsenz durchaus Probleme. Sie haben meist weder Zeit noch Ressourcen und auch oft nicht das Verständnis für das Thema.

Mein Lieblings-Italiener hier in Ewwerscht, die Pizzeria Labbadia, sucht generell Personal. Online ist man „nur“ – wie viele andere Lokale – auf Facebook präsent. Immerhin steht jetzt auch die aktuelle Adresse nach dem Umzug von Weiterstadt nach Eberstadt auf Facebook. Ich kann die Inhaberinnen und Inhaber verstehen. Sie führen ein Lokal, wollen ein volles Haus, gut kochen, glückliche Kunden, guten Service liefern – an welcher Stelle steht dann die eigene Online-Präsenz, wenn man schon schuftet … Klar, alles wäre technisch oder durch einen Dienstleister machbar. Vielleicht etwas für meinen Unruhestand?

Von der Online-Präsenz ist der Weg nicht weit zu Services, die man online anbietet. Kann man online einen Tisch reservieren? Kann man online bestellen? Zwei klassische Fragen, die sich stellen. Und auch hier antworten die kleineren Lokale konventionell. Gäste sollten halt anrufen. Auch hier habe ich Verständnis. Wie soll ein kleines Lokal Online-Reservierung und Reservierung über Telefon oder vor Ort übereinander bekommen? Ja, theoretisch geht alles, aber lasst uns hier nicht im Angesicht der Arbeitsbelastung klugscheissern.

Ja, ich genieße es, dass ich beispielsweise bei meinem Lieblings-Asiaten vor Ort, dem Su Grill & Sushi in Seeheim-Jugenheim, per E-Mail bestellen und reservieren kann. Aber ich würde auch anrufen … Hauptsache, es geht jemand ran und das Essen oder der Tisch sind fertig. Und ein Service, den wir alle begrüßen und wohl auch wollen: Freies WiFi im Lokal. Also Lars braucht das nur, wenn er alleine wo ist. Sonst unterhält er sich natürlich angeregt mit seinen Partnerinnen und Partnern am Tisch. Übrigens fand ich es bemerkenswert, dass alle Lokale in meinem Urlaubsort Georgioupoli diesen Service anbieten.

Social Media und die Macht der Online-Rezensionen

Und damit kommen wir zum Thema Online-Bewertungen. Uns hat überrascht, dass demnach 41 % der Befragten selbst Bewertungen schreiben. geben an, selbst häufig online Bewertungen zu schreiben. Lars schreibt hier und da eine Bewertung auf Google, ich nutze meist Trip Advisor oder schreibe etwas hier im Blog. Doch trotz der Wichtigkeit von Online-Bewertungen bleibt die persönliche Empfehlung von Freunden und Bekannten, Word-of-Mouth, der wichtigste Faktor bei der Auswahl eines Restaurants oder Cafés, so die Umfrage. Das sehen Lars und ich auch so. Auch scheinen die Diskussionen und Probleme um Negativbewertungen etwas abgeflaut zu sein.

Natürlich spielt dabei auch Social Media eine zunehmend wichtige Rolle bei der Auswahl von Restaurants und Cafés. Bei den Älteren ist es meist Facebook, die jüngere Generation geht eher auf Plattformen wie TikTok oder Instagram. Und was postet man typischerweise neben Text? Natürlich Bilder der hoffentlich leckeren Gerichte, die man zu sich nimmt. Und genau das nervt wohl viele andere Gäste, so ein Ergebnis der Bitkom-Umfrage. Ich fühle mich schuldig …

Fazit

Die digitale Transformation macht wohl auch vor der Gastronomie nicht halt. Studien wie die von Bitkom Research zeigen, dass eine starke Online-Präsenz und die Einbindung digitaler Tools die Kundenzufriedenheit steigern können. Das ist wohl eine Herausforderung für viele kleinere Betriebe. Die Erwartungen der Gäste werden weiter steigen, und der digitale Auftritt wird immer wichtiger für den Erfolg von Restaurants und Cafés Für mich bleibt aber immer noch am wichtigsten, dass es mir schmeckt und das Personal freundlich und zuvorkommend ist. Und nein, ich möchte weiter bei einer menschlichen Bedienung bestellen und nicht digital. Da bin ich ganz altmodisch.

Wie digital müssen Restaurants und Cafés heute sein? #9vor9 – Die Digitalthemen der Woche

Heute geht's ums Essen. Aber leider nur virtuell. Müssen Restaurants heutzutage online sein? Mit welchen Angeboten? Mit der Speisekarte? Mit online Tisch reservieren? Online bestellen? Und welche Rolle spielen eigentlich Online-Bewertungen? Wir sprechen drüber.

Die wichtigsten Ergebnisse des Beitrags hat Perplexity.ai wie folgt zusammengefasst:

  • Online-Bewertungen sind für 30% der Deutschen das wichtigste Kriterium bei der Auswahl eines neuen Restaurants oder Cafés.
  • 53% der Befragten schauen sich die Speisekarte online an, bevor sie ein neues Lokal besuchen. Bei den 16- bis 29-Jährigen sind es sogar 65%.
  • 47% der Befragten bevorzugen es, einen Tisch online zu reservieren. 69% erwarten, dass ein Restaurant oder Café einen Internetauftritt hat. Bei den 16- bis 29-Jährigen sind es sogar 80%.
  • 42% der Deutschen haben schon einmal ein Café oder Restaurant besucht, auf das sie in sozialen Medien aufmerksam wurden. Bei den 16- bis 29-Jährigen liegt dieser Anteil bei 57%.
  • Ebenfalls 42% erwarten kostenloses Kunden-WLAN in Restaurants und Cafés.
  • 42% würden gerne die Speisekarte digital, z.B. über einen QR-Code, abrufen können.
  • 24% würden gerne selbstständig digital bestellen, ohne Interaktion mit dem Servicepersonal.
  • Trotz des Trends zur Digitalisierung sind 40% genervt, wenn Gäste ihr Essen fotografieren.

Ich habe es mir dann doch nicht nehmen lassen und ideogram.ai mit einem Prompt gefüttert, um ein Titelbild zu generieren. Der Magic Prompt lautet: A captivating split-screen image showcases the perfect blend of a cozy restaurant ambiance and the digital world of online reviews. On the left, diners are immersed in a warm and inviting atmosphere, with dim lighting and wooden tables adorned with delicious meals. The right side features a glowing smartphone displaying positive reviews and high ratings, emphasizing the restaurant’s popularity. The soft blue glow from the phone brilliantly connects both sides of the image, symbolizing the seamless integration of physical and digital experiences.

Hat natürlich wenig Ähnlichkeit mit der Atmosphäre in meinen kretischen Lieblingstavernen. Für dieses Szenario hat ideogram.ai das unten abgebildete Bild mit dem Prompt „A charming Greek taverna terrace overlooking the Cretan sea at sunset. In the foreground, a rustic wooden table with a blue and white checkered tablecloth, set with traditional Greek dishes like souvlaki, tzatziki, and a carafe of retsina wine. Colorful bougainvillea flowers frame the scene, and in the distance, you can see the silhouette of the White Mountains. The atmosphere is warm and inviting, with soft lighting from string lights overhead“ erstellt. Schön kitschig.

Comments

2 Antworten zu „Digitale Erwartungen an Restaurants und Cafés – Ein Blick auf aktuelle Trends”.

  1. […] ein Phänomen unserer Zeit, das zu betrachten und zu analysieren sich wahrlich lohnt. Der Blogpost „Digitale Erwartungen an Restaurants und Cafés – Ein Blick auf aktuelle Trends“ ist ein Werk, das in seinem stilistischen Bemühen die aktuelle Debatte über die digitale Präsenz […]

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