Netzökonom Holger Schmidt hat Stowe Boyd interviewt. Ich finde folgende Stellen einfach sehr prägnant (und zitiere sie deshalb hier einfach einmal).
Zur Entwicklung des Internets:
Das Web ist primär sozial geworden. Früher haben die Menschen im Netz auch kommuniziert, aber das Web hatte die Anmutung einer riesigen Bibliothek. Hunderte Millionen Internetseiten, die untereinander verlinkt sind. Die Nutzer waren aber nur die Leser in den Bibliotheken. Das war eine Kunstwelt. Daher ist das Internet sehr schnell zu einem Ort der Kommunikation und Interaktion geworden. Die zweite Welle im Web ist somit die soziale Revolution. Aber damit ist die Entwicklung nicht beendet. In den kommenden Jahren bildet sich wieder ein neues Internet, das ich das Internet des Flusses nenne, im Gegensatz zum Internet der Seiten.
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Und zu dem, was wir bei IBM Social everywhere nennen:
Viele Unternehmen bauen nun soziale Interaktionen in die fundamentalen Ebenen der Computer-Infrastrukturen hinein. Das Soziale wird in mobilen Systemen wie dem iPad oder in Windows 7 eingebaut sein – und das in einem viel tieferen Niveau, als es Facebook heute ist. Noch sind die sozialen Funktionen in diesen Systemen nicht an erster Stelle, aber das ändert sich gerade.
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Tja, und dann seine Hoffnung, dass Regulierungsbehörden die Gorillas des Netzes zu Offenheit verpflichten. Ich bin da skeptischer:
Es gibt einen Plattform-Krieg. Es besteht die Gefahr, dass die Unternehmen versuchen, die Interoperabilität mit anderen Plattformen zu verhindern, so wie es die Handy-Netzbetreiber versucht haben, als es nicht möglich war, eine Nachricht von einem Handy-Netz in ein anderes Netz zu senden. Damals hat die amerikanische Regulierungsbehörde FCC eingegriffen und das verhindert. So wird es auch künftig nationale oder internationale Organisationen geben, die Einschränkungen der Interoperabilität verbieten.
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