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E-Mail und Telefon sind die wahren Produktivitätstreiber? Kommentar zur Plantronics-Studie

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E-Mail und Voice – das gute alte Telefonieren – sind demzufolge die Tools, die am meisten zu Produktivität und Erfolg am Arbeitsplatz beitragen. Damit einhergehend werden in der Studie von Plantronics Social Media mal plakativ abgewatscht:

“Posting or reading updates on popular social/professional networking sites and blogs was identified as the least critical communications activity for business productivity”.

Hier fehlt mir doch der differenzierte Blick. Im Unternehmen – im Enterprise 2.0 – spielen die entsprechenden Werkzeuge durchaus eine wichtige Rolle für die Produktivität, wie John Brunswick korrekt bemerkt:

Enterprise 2.0 Enables Business Productivity

Without Enterprise 2.0 capabilities it would be difficult for organizations to
* Communicate asynchronously across geographies
* Scale expertise in the enterprise / unlock tacit knowledge through ongoing discussions
* Browse and search contextualized, collective knowledge, to continue adding insights
* Locate and interact with peers centered around areas of practice

… Social technologies are very relevant to enhancing an organization’s ability to execute. AIIM’s defines Enterprise 2.0 as „a system of web-based technologies  that provide rapid and agile collaboration, information sharing, emergence and integration capabilities in the extended enterprise“ – seems like that would be excellent for business productivity and a key part of „How we Work“.

Und Zack Whittaker schreibt auf ZDnet, daß die Generation Y das Bild ändern werde:

As the Generation Y slowly start to integrate themselves as part of the ‘legitimate’ workforce, the numbers will change over the years and will probably only make sense in hindsight.

Ich denke, eine differenziertere Analyse ist notwendig als sie in der Plantronics-Studie durchgeführt wurde. Ja, es gibt noch sehr viele – wahrscheinlich die Mehrheit – die E-Mail- (und Datei-orientiert) arbeiten. E-Mails und damit einhergehend Dateien und Attachments werden auch nicht verschwinden. Und auch Telefonieren behält seine Berechtigung. Diese Kommunikationswege werden aber mittel- oder gar kurzfristig durch die neuen Technologien substituiert werden. Und damit einhergehend wird sich auch die Wahrnehmung wandeln, E-Mail trage in hohem Maße zur Produktivität und Erfolg im Geschäftsalltag bei. Die Annahme erstaunt mich eh, denn täglich erfahre ich, wie E-Mail-Pingpong und Dateianhänge zu ineffizienter Kommunikation und inkonsistenter Informations- und Dateibeständen beitragen. Wir werden alle lernen müssen, die richtigen Werkzeuge für den richtigen Zweck einzusetzen. Und dies wird eine neue Mixtur von E-Mail, Voice, Conferencing und Social Media sein.

Posted from Digital naiv – Stefan63’s Blog

Filed under: Digitaler Arbeitsplatz, Kommunikation & Zusammenarbeit

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... arbeitet in Communications bei Kyndrl Deutschland, dem weltweit führenden Anbieter zum Management kritischer IT-Infrastruktur. Den gelernten Journalisten hat seine Leidenschaft für das Schreiben, Beobachten, Kommentieren und den gepflegten Diskurs nie verlassen. Diese Passion lebt er u.a. in seinem privaten Blog StefanPfeiffer.Blog oder auch als Moderator von Liveformaten wie #9vor9 - Die Digitalthemen der Woche und Podcasts aus. Digitalisierung in Deutschland, die digitale Transformation in der Gesellschaft, in Unternehmen und Verwaltung oder die Zusammenarbeit am modernen Arbeitsplatz sind Themen, die in leidenschaftlich bewegen. Vor Kyndryl hat Pfeiffer in der IBM im Marketing in unterschiedlichen internationalen Rollen gearbeitet. Seine weiteren beruflichen Stationen waren FileNet und die MIS AG. Auf Twitter ist er als @DigitalNaiv „erreichbar“. 

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