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Offener Brief an die Verleger und Verlage: Hört vor allem online mit Euren Sch…-Aboangeboten auf und bietet ein zeitgemäßes, übergreifendes Angebot an!

 

Ich bin wirklich willens – und tue es auch -, für journalistische Beiträge, generell wertvolle und inspirierende Inhalte die mich interessieren, Geld zu bezahlen.

Ich bin aber nicht bereit, für jede Publikation – ob online oder Print – ein Abonnement anzuschliessen. Das wird mir zu teuer. Und das kann und will ich einfach nicht alles lesen.

Ich selektiere die Artikel, die mich interessieren. Ich stosse auf die Beiträge über Twitter, Twitter-Listen, meine Feeds in feedly oder Empfehlungen. Andere nutzen Facebook. Instagram, Xing, WhatsApp, LinkedIn … Das ist, wie heute Information konsumiert wird.

Liebe Verlage, kommt endlich aus Eurer Wagenburg raus. Die Welt hat sich geändert. Klassische Abos sind nicht mehr zeitgemäß und so werdet ihr noch weiter abnippeln.

Denkt mal über andere innovative Modelle nach. So schwer ist es nicht. Tut Euch zusammen. Schafft einen Pool, bei dem man Geld hinterlegt und dann verlagsübergreifend gezielt einzelne Artikel einkaufen kann. ICH würde das tun. VIELE, die ich kenne, würden das tun.

Und wenn Ihr ganz fortschrittlich seid, seid Ihr sogar mutig und baut eine Zufriedenheitskomponente ein. FLATTR gab es schon mal. Schon mal davon gehört? Nur war und ist die Bezahlung dort freiwillig. Denkbar, dass man für einen Artikel einen Basisbeitrag zahlt und wenn er einem besonders gut gefällt, zahlt man freiwillig mehr? Ich glaube, das könnte funktionieren.

Was gibt es denn zu verlieren? Einfach mal Rat einholen und schnell ausprobieren.

So verliert ihr immer mehr Leser.

In diesem Sinne

Stefan Pfeiffer

P.S. Jürgen Frisch hat mich in einer E-Mail auf den Dienst Blendle aufmerksam gemacht. Leider werden solche Angebote und Modelle von den Verlagen natürlich nicht promotet. Weitere Details im Kommentar zu diesem Beitrag.

Anhang

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So funktioniert es beu Blendle … Ich teste gerade.

 

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Die Welt online …

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Handelsblatt Online

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Spiegel Online

 

Filed under: Digitalisierung & Wirtschaft, Journalismus & Öffentlichkeit

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... arbeitet in Communications bei Kyndrl Deutschland, dem weltweit führenden Anbieter zum Management kritischer IT-Infrastruktur. Den gelernten Journalisten hat seine Leidenschaft für das Schreiben, Beobachten, Kommentieren und den gepflegten Diskurs nie verlassen. Diese Passion lebt er u.a. in seinem privaten Blog StefanPfeiffer.Blog oder auch als Moderator von Liveformaten wie #9vor9 - Die Digitalthemen der Woche und Podcasts aus. Digitalisierung in Deutschland, die digitale Transformation in der Gesellschaft, in Unternehmen und Verwaltung oder die Zusammenarbeit am modernen Arbeitsplatz sind Themen, die in leidenschaftlich bewegen. Vor Kyndryl hat Pfeiffer in der IBM im Marketing in unterschiedlichen internationalen Rollen gearbeitet. Seine weiteren beruflichen Stationen waren FileNet und die MIS AG. Auf Twitter ist er als @DigitalNaiv „erreichbar“. 

5 Comments

  1. Aus der E-Mail von Jürgen Frisch:

    „Ein solches Angebot git es bereits, aber es kommt nicht von den Verlagen. Es nennt sich Blendle: https://blendle.com/signup/kiosk

    Die Artikel werden dort einzeln zum Preis zwischen 0,50 und 1,50 Euro verkauft. Man überweist an Blendle einen beliebigen Betrag (bei mir sind das 15,00 Euro), und dann werden die Artikel aus diesem Topf bezahlt. Ist das Guthaben leer, erhält man eine Mail mit der Aufforderung zum Aufladen.

    Die Verlage haben sich diese Geschäftschance aus der Hand nehmen lassen, weil sie lieber an ihren veralteten Abo-Modellen festhalten.“

    Jürgen hat mir auch zwei Artikel zukommen lassen:

    https://www.heise.de/newsticker/meldung/Blendle-Online-Kiosk-fuer-Einzelkauf-von-Zeitungsartikeln-geoeffnet-2811234.html

    http://www.stefan-niggemeier.de/blog/22022/die-grosse-chance-und-der-kleine-haken-von-blendle/

    Lieben Dank für den Hinweis. Leider promoten natürlich die Verlage dieses Angebot nicht. Sie wollen klassisch Abos verkaufen (siehe Screenshots).

  2. Teste gerade Blendle und der erste Frust: Artikel der Wirtschaftswoche sind wohl nicht verfügbar. Und da sind wir bei der Krux: Solange nicht alle Artikel aller (relevanten) Verlage erworben werden können, wird das nix und ist das nix. Ich bleibe weiter dran,

  3. Pingback: Apple: Vergleichsweise weniger Skandale, aber das mag sich ändern – StefanPfeiffer.Blog

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