Warum Homeoffice und Heimarbeit? Klimaschutz, Gleichberechtigung, verlorene Lebenszeit auf den Straßen …

Das Thema Homeoffice ist und bleibt ein heißes Thema, was ich gerade aktuell wieder feststellen durfte. Am 15. Dezember, einem Sonntag, habe ich diesen Tweet abgesetzt, in dem ich einen Beitrag auf manage.it des AP Verlags zitiert habe. Es geht dort darum, wie viel CO2 man einsparen könnte, wenn Arbeitnehmer einen Tag in der Woche daheim arbeiten würden, statt mit dem Auto zur Arbeit zu fahren.

Die Resonanz auf Twitter und LinkedIn war beeindruckend. Retweets und Kommentare kamen schon am Sonntag rein. Eine rege Diskussion, die zeigt wie wichtig das Thema ist, egal ob man Homeoffice als Grundrecht verankern sollte. Vielleicht holt ja noch unser Gunnar die Meinung auf Facebook ein, wo ich ja bewusst nicht mehr aktiv bin.

Im Januar 2019 habe ich noch eine andere, ähnliche Rechnung aufgemacht: Rund 7 Jahre lang bin ich jeden Tag von Darmstadt nach Bad Homburg gefahren. Dabei sind ansehnliche Kilometer und viele Tage zusammengekommen, die ich auf der A5 verbracht habe.

Den Beitrag habe ich dann vor kurzem auch nochmals für den Booksprint Vereinbarkeit 4.0 der Bertelsmann Stiftung aufgearbeitet.

Der Auslöser dieses Beitrags, der oben verzwitscherte Beitrag auf manage.it wird noch von Prof. Dr.-Ing. habil. Sascha Stowasser kommentiert, der zum ifaa-Gutachten zur Mobilen Arbeit Stellung nimmt und feststellt: Deutlich mehr Vorteile als Nachteile. Das ist auch mein Fazit, wohl wissentlich, dass man die Szenarien differenziert anschauen muss.

Und ja, man muss auch die Energiekosten bedenken, die durch Videokonferenzen von daheim verursacht werden, wie Dirk im Twitter-Thread anmerkt:

„Etwa 200 Milliarden Kilowatt Strom werden jährlich durch Streamingdienste und Skype verbraucht“, schreibt Zeit Online, wobei hier auch Netflix und Co beinhaltet sind. Meine flapsige Antwort dazu (und ich meine es ernst): Stellt Sonnenkollektoren auf Euer Dach und versucht generell den Energieverbrauch dezentral abzufangen. Ich weiß, geht auch nicht immer, aber wir werden Streaming-Dienste nicht stoppen können, sondern sollten sie so ökologisch verträglich wie möglich unterstützen.

Das Thema ist heiß und ich entnehme vielen Kommentaren, dass viele – nicht alle -. Arbeitgeber gerne Heimarbeit leisten würden, aber ausgebremst werden. Die Gründe dafür sind vielfältig, reichen von fehlendem Vertrauen bis zu Kontrollwahn in der hierarchischen Unternehmensorganisation – und auch fehlenden Voraussetzungen im eigenen Heim. Nicht jeder hat ein Arbeitszimmer. Nicht jeder wird daheim in Ruhe gelassen, um konzentriert arbeiten zu können.

Doch ich stehe zu meinem Zwischenfazit vom Januar 2019: Nicht in jedem Beruf geht Heimarbeit. Und ja, es macht durchaus Sinn, auch in Berufen, in denen es geht, sich zu Projektbesprechungen vor Ort im Büro zu treffen, sich in der richtigen Arbeits- und Workshopatmosphäre auszutauschen und so gemeinsam kreativer und produktiver zu sein. Das ist nun mal kein Entweder-Oder, sondern Hybrid-Modelle sind gefragt.  ‚Eine ‚Lösung für Alle‘ kann es nicht geben“. schreibt Ole Wintermann. Stimmt. Doch Homeoffice ist auch ein Stück gerade für Diversity und Gleichberechtigung für Teilzeitkräfte. Nicht zuletzt deshalb gehört es zur heutigen modernen Arbeitswelt.

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Und hier noch einige Beiträge zum Thema aus den vergangenen Jahren:

(Stefan Pfeiffer)

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2 Kommentare zu „Warum Homeoffice und Heimarbeit? Klimaschutz, Gleichberechtigung, verlorene Lebenszeit auf den Straßen …

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