Neues Datenleck, Facebook-OS geplant und die Frage, ob Facebook mit einer Kneipe verglichen werden kann – Berichte und Tweets der vergangenen Tage zu #Facebook kuratiert

Mit Gunnar habe ich ja die vergangenen Tage wieder einmal eine heftige Diskussion darüber geführt, ob man Facebook aufgeben sollte oder nicht. Besser vielleicht noch die Fragen:

Bei letzterer Frage bin ich mir nicht sicher. Bei erster Frage habe ich meine persönliche Entscheidung getroffen und auch hier am 20. Dezember 2018 begründet.

Ich will auch das ganze Fass nicht wieder aufmachen. Ob nun ein alternative europäische Plattform sinnvoll wäre  und kritische Masse erreichen könnte, ob man den Konzern zerschlagen müsste, ob und wie Hasskommentare und Propaganda gestoppt werden könne, all das sind weitere sehr relevante Fragen, die diskutiert werden müssen.

Hier jedoch lediglich einige Berichte kuratieren und zitieren, über die ich die letzten Tage aktuell gestolpert bin, und die meiner Ansicht nach in hohem Maße für sich sprechen:

21. Dezember 2019

Der US-Konzern stoppt zwei Desinformationskampagnen: Eine von ihnen hatte offenbar das Ziel, positive Nachrichten über US-Präsident Donald Trump zu verbreiten.

über Desinformation: Facebook löscht mehr als 600 Konten | ZEIT ONLINE

20. Dezember 2019

Daraus u.a. zitierenswert:

„Wir sollten die Kneipe nicht den Nazis überlassen“, schrieb mir ein Freund, nachdem er mich nicht mehr auf Facebook gefunden hatte …

Um auf den Vergleich mit der Kneipe zurückzukommen: Manch Wirt freut sich ja auch eher über den Bierdurst seiner Gäste als dass er ihrem Stammtischgefasel lauscht.  …

Ich habe Facebook verlassen und hoffe, dass es andere möglichst schnell auch tun werden, denn jeder, der bei Facebook angemeldet ist, hält den Dienst mit seinen Daten am Leben, ob er nun postet oder nicht.

über Nützes Gedöns (IV.) – Nie wieder Facebook | heise online

Die TU München hat seit diesem Jahr ein neues Ethik-Institut, dass mit 7,5 Millionen Dollar von Facebook gefördert wird. Wir haben das Originaldokument veröffentlicht, in dem Facebook die Bedingungen der Förderung erläutert. Darin zeigt sich, dass der Geldsegen sehr wohl an Erwartungen und Auflagen gekoppelt ist, auch wenn die TU dies stets bestritten hat.

über Wochenrückblick KW 51 – Hände hoch und Passwort her! – Netzpolitk.org

19.12.2019

Privacy Shield
EU-Generalanwalt gibt Schrems in Facebook-Fall Recht

Der EU-Generalanwalt schürt erhebliche Zweifel an der Basis für den Datentransfer zwischen Europa und den USA. In seinem Schlussantrag vor dem Europäischen Gerichtshof fordert er die irische Datenschutzbehörde auf, endlich aktiv zu werden.

über Privacy Shield – EU-Generalanwalt gibt Schrems in Facebook-Fall Recht – netzpolitik.org

Auch Accounts von Parteien profitieren von gekauften Likes …

Die Auswertung ergibt demnach, dass unter den im Bundestag vertretenen Parteien die FDP 17-mal, die SPD 16-mal, die CDU 13-mal und die AfD zwölfmal manipulierte „Gefällt-mir“-Angaben verwendet hatte. Und je dreimal die Grünen und die Linke.

über Soziale Medien: Auch Accounts von Parteien profitieren von gekauften Likes | ZEIT ONLINE

18. Dezember 2019

17. Dezember 2019 (Artikel befindet sich hinter Bezahlschranke)

Der Facebook-Fluch
Mark Zuckerbergs umstrittener Digitalkonzern wünscht sich staatliche Regulierung – aber nur, wenn sie seinem Geschäft nützt. Dagegen organisiert sich der Widerstand …

über Facebook: Der Facebook-Fluch | ZEIT ONLINE

16. Dezember 2019

Über netzpolitik.org auf diesen Beitrag gestoßen, der partiell hinter einer Bezahlschranke ist. So „macht der Beitrag auf“:

Digitale_Privatsphäre__Überwacht_und_verkauft_-_SZ_de.png

Sie haben es oft dabei, fast immer. Sie ahnen, dass es viel über Sie weiß und viel über Sie verrät. Und trotzdem vertrauen Sie ihrem Smartphone. Manchmal verraten Sie ihm sogar Dinge, die Sie Freunden und der Familie nicht sagen: Krankheiten, Stimmungen, Finanzen und Vorlieben.

Diese Informationen gibt ihr Smartphone weiter. Apps und Webseiten teilen Ihre Daten mit Hunderten Firmen. Und Datenkonzerne wie Google, Facebook und Co. bauen daraus Persönlichkeitsprofile und verkaufen den Zugang zu ihnen an die Werbeindustrie. Aber wer erhält welche Informationen über Sie? Und was passiert damit? Für einen normalen Nutzer ist das nicht nur intransparent – es ist kaum möglich, das herauszufinden.

über Digitale Privatsphäre: Überwacht und verkauft – SZ.de

13. Dezember 2019

11. Dezember 2019

6.12.2019

Netzwerkdurchsetzungsgesetz Soziale Medien müssen Hasspostings künftig dem BKA melden

Facebook, Twitter und YouTube müssen Hakenkreuzbilder und Morddrohungen künftig nicht nur löschen, sondern auch mit der Absender-IP-Adresse dem BKA melden. Beleidigungen bleiben vom Plan der Bundesregierung ausgenommen.

über NetzDG: Soziale Medien müssen Hasspostings künftig dem BKA melden – SPIEGEL ONLINE

(Stefan Pfeiffer)

 

 

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