Graswurzelinititaiven aus der Mitte des Unternehmens – #9vor9 mit Sabine und Alexander Kluge

Zu Gast bei #9vor9 waren am 13. April 2021 Sabine und Alexander Kluge, die seit Jahren Organisationen, Unternehmen, Teams und auch Einzelpersonen in Sachen Zusammenarbeit, Selbstorganisation und Führung begleiten und coachen. Wir haben zusammen über sogenannte Graswurzelinitiativen in Unternehmen gesprochen, Initiativen von unten, besser aus der Mitte des Unternehmens, die Dinge, Prozesse, Produkte, Zusammenarbeit, Kundendienst in einer Organisation verbessern wollen. Genau eben nicht per Order Mufti ,sondern meist aus Eigenmotivation der Mitarbeiter:innen.

Aus meiner Sicht ist ein solches Engagement generell und insbesondere in Zeiten der (nicht nur digitalen) Transformation besonders wichtig und notwendig, stoßen aber durchaus an Grenzen. Das kann das Hierarchiedenken oder Besitzstandsdenken sein, das kann Angst vor Veränderung sein oder das das nahende Quartalsende im neuerlichen „most important quarter in the history of our company“.

Technologie, entsprechende Produkte zur Zusammenarbeit und Kommunikation, zur Vernetzung sind dabei notwendige „Enabler“, aber nicht die eigentlich erfolgskritischen Faktoren. Man kann sicher mehr oder weniger trefflich über Funktionalität und Nuancen der ein oder anderen Lösung diskutieren – und die entsprechenden Apologeten tun dies auch sicherlich weiterhin. Entscheidender ist aber der „menschliche Faktor“, die Art und Weise, wie zusammengearbeitet und kommuniziert wird, wie gerade auch das Management eingebunden wird, wie man Sponsoren und damit Rückendeckung für Graswurzelinitiativen findet und der Mehrwert für das Unternehmen (und die Mitarbeiter:innen) deutlich wird.

Denn: Graswurzelinitiativen sind wichtig, notwendig, aber diejenigen, die sie treiben brauchen Standvermögen und einen langen Atem, denn erfahrungsgemäß kann es vielfältige der besagten Widerstände geben und es wichtig, sich hier nicht frustrieren zu lassen. Dabei können Methoden wie Working out loud oder andere Arten, sich zu vernetzen, extrem hilfreich sein. Genau in solchen Vorgehensweisen unterstützen Sabine und Alexander mit Rat und Tat, in ihrem 2020 erschienenen Buch „Graswurzelinitiativen in Unternehmen: Ohne Auftrag – mit Erfolg!“ – oder auch mit ihrem Podcast oder ihren Veröffentlichungen – und natürlich auch in Beratungsprojekten.

Konstruktiver Journalismus – Neue Wege im Umgang mit komplexen Themen? Ein Streitgespräch #9vor9 – Unser Digitalthema der Woche

Die Nachrichtenlage überfordert viele Menschen und deswegen schalten sie bewusst ab: 70 Prozent der Deutschen sagen, dass sie ab und zu abschalten müssen, weil ihnen die Berichterstattung zu viel oder zu negativ wird. Und über ein Drittel geben an, dass die vielen negativen Nachrichten eine Belastung für ihr Wohlbefinden sind. Ist konstruktiver Journalismus die Antwort darauf? In dieser Folge diskutieren wir, was hinter dem Konzept steckt: Lösungen anbieten statt reiner Problemfokus, Perspektivenreichtum statt nur Schwarz oder Weiß und mehr Dialog mit dem Publikum. Während Lars konstruktiven Journalismus als sinnvoll und hiflreich erachtet, bleibt Stefan skeptisch: Braucht es wirklich ein neues Label oder einfach besseren Journalismus? Und lässt sich in Zeiten von Filterblasen, Polarisierung und Social Media überhaupt noch ein konstruktiver Dialog führen? Ein Streitgespräch über Medien, Verantwortung und die Frage, ob konstruktiver Journalismus eine Antwort sein kann.
  1. Konstruktiver Journalismus – Neue Wege im Umgang mit komplexen Themen? Ein Streitgespräch
  2. KI im Krankenhaus: Wie verändert sich Diagnose, Dokumentation und Pflege?
  3. Viel Anschreien, wenig Austausch: Debattenkultur in Social Media am Limit
  4. Mythos oder Marketing: Wie gefährlich ist das neue KI-Modell von Anthropic?
  5. Karrierenetzwerk und KI-Futter – Wie geht's weiter mit LinkedIn?

Wer Lust hat, einfach mal reinschauen oder reinhören in unseren Video- oder Podcast. Es werden vielfältige Aspekte, auch kulturelle Unterschiede zwischen den Ländern diskutiert. Und wir schauen auch etwas nostalgisch auf Zeiten zurück, in denen Luis Suarez das Leben außerhalb des E-Mail-Posteingangs postuliert und schon vor mehr als 10 Jahren gefordert hat, mehr Informationen und Wissen zu teilen, Abteilungs- und Bereichssilos nieder zu brechen und soim Endeffekt auf verschiedensten Ebenen bessere Ergebnisse zu erzielen.

Wir freuen uns über Feedback, am liebsten auf Twitter Stefan – https://twitter.com/Digitalnaiv – und Lars – https://twitter.com/larsbas – oder Sabine – https://twitter.com/netzabine – und AlexanderKluge – https://twitter.com/alecmcint.

Bild von Comfreak auf Pixabay


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