Der DigitalNaive Wochenrückblick #45: Nicht in meinem Garten, kein Halloween, keine Tretminen, keine Stromfresser und auch keine Attention Hacker

Die selektierten Beiträge und Tweets zum Thema Digitalisierung und Verwaltung spare ich in diesem Wochenrückblick aus, denn Lars und ich werden das Thema einmal mehr am kommenden Dienstag (30.8.2022) bei diskutieren. Aktueller Anlass ist die Digitalstrategie der Ampelkoalition, die kommende Woche auf der Kabinettssitzung auf Schloss Meseberg verabschiedet werden soll.

Erneuerbare Energien: Bürokratie und „Not in my backyard“

Eingehen möchte ich aber auf deutsche Bürokratie und Genehmigungsverfahren, die an vielen Stellen bremsen, beispielsweise beim Ausbau von erneuerbaren Energien. 24 Monate im Schnitt bis ein Windrad genehmigt ist. Oder aber einige wenige Miteigentümer, die den Bau einer Photovoltaik-Anlage blockieren. Und dann natürlich auch die Mentalität „Not in my backyard“, die überall zu verfolgen ist. Das scheint es in diesem unserem Lande leichter zu sein, das Wiederanfahren von AKWs zu fordern. Bei Windrädern ist das wohl dagegen in Bayern eher schwierig.

Stromfresser in der Wirtschaft und daheim

Hier noch zwei hoffentlich interessante und nützliche Links: Der große Heizkosten-Vergleich und die Aussagen von Susanne Nolte, wie viele Server – also Computer – in Unternehmen ohne jegliche Aufgabe laufen und Strom verbrauchen. Und diesen Beitrag habe ich bewusst aufgenommen, um auch daheim auf Stromfresser aufmerksam zu machen. Müssen alle Geräte wirklich im Betrieb sein? Und vielleicht macht es Sinn, Computer und Fernseher komplett auszuschalten statt in den doch Energie fressenden Ruhezustand (StandBy) zu versetzen? Es scheint, dass wir hier in der Wirtschaft und daheim sensibler werden müssen.

Attention Hacker und virale Postgeneratoren auf LinkedIn

Thomas Knüwer nimmt in seinem Beitrag die so lästigen Attention Hacker und Social Seller auf Netzwerken wie LinkedIn auseinander. Auch mir gehen die Unternehmen und Coaches auf die Nerven, die ihre Dienstleistungen an die Frau und den Mann zu bringen suchen. Und manch einer zieht sich noch das Deckmäntelchen Corporate Influencer an. Da passt doch die Aufforderung von Volker Weber, die Timeline von LinkedIn mit „inspirational bullshit“ zu fluten. Der ViralPostGenerator.com hilft dabei, genug braune Masse zu produzieren, um ein wirklicher Influencer zu werden. Die Posts werden – so die Webseite – von einer künstlichen Intelligenz geschrieben, derzeit wohl leider nur in englischer Sprache.

Treteminen an der Modau, kein Restaurant mehr auf Burg Frankenstein, Elon Musk über Ewerschtt

Braune Masse ist die perfekte Überleitung. Auch bei uns in Darmstadt herrscht massive Tretminengefahr und ich kann die Sauerei einfach nicht verstehen. Dazu Jos Kommentar. Des Weiteren: Kein Halloween mehr auf Burg Frankenstein. Für mich viel schlimmer: Kein Restaurant mehr auf der Burg, einem unserer Ausflugs- und Wanderziele. Da kann ich eher auf die SpaceX-Satelliten verzichten, die die Tage wie an der Perlenschnur gezogen über den Himmel zogen.

Unser David Bowie heißt Heinz Schenk

Schließlich noch etwas hessische Kultur zum Abschluss des Newsletters. In Bonn ist sie bei Gunnar auf jeden Fall angekommen und den Roland belehre ich noch. Ach ja, ganz am Schluss habe ich noch eine Bitte.

Kann mal jemand bitte diese schwachsinnige Winnetou-Debatte beenden?

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