Elon Musk und wie er Twitter zugrunde richtet – Gianni Infantino, wie er das mit dem Fussball tut – Mein Wochenrückblick #59

Eigentlich habe ich keinen Bock mehr, über Elon Musk und wie er Twitter hinrichtet, zu berichten. Es ist eine Schmierenkomödie allererster Kajüte. Kann man bei ihm noch von roten Linien sprechen? Eigentlich nicht, denn er „überrascht“ einem immer wieder. Jedoch ist es schon „bemerkenswert“, dass der Hüter absoluten Meinungsfreiheit dann von einem Tag auf den anderen namhafte Journalisten einfach so aussperrt – und sie nach einem Tag wieder zulässt.

I’m so sorry …

Wer den Schuss jetzt noch nicht gehört hat, dem ist nicht zu helfen. Umso schlimmer, dass einige durchaus bekannte Journalistinnen und Journalisten noch immer Newsfeed und Mehrwert von Twitter verteidigen. Natürlich sollten und müssen wir alle Twitter sorgfältig beobachten, auch gezielt nutzen, aber bitte nicht noch promoten. Und wenn dann noch ein Marco Buschmann zwitschert, welche Größe es sei, eigene Fehler einzugestehen. Ok, der Mann ist FDP-Politiker …

An dieser Stelle möchte ich auf den Kommentar von Elmar Thewesen verweisen, der erklärt, warum er Twitter verlassen hat – das Geschehen dort aber weiter verfolgt.

Aber es gibt eine Reihe guter Gründe, wegen derer sich ein Schlussstrich nicht nur besser anfühlt, sondern auch besser ist als die Freude über eine möglichst große Zahl von Followern:
* Elon Musk spielt sich als Verteidiger der Meinungsfreiheit auf, aber reagiert mit Sperren auf eine kritische Berichterstattung von sauber recherchierenden Journalisten.
* Elon Musk hat bislang suspendierte Konten von Hetzern, Antisemiten und Rassisten wieder freigegeben.
* Elon Musk hat bei Twitter jede sorgfältige Kontrolle gegenüber Hass, Rassismus und Gewaltverherrlichung abgeschafft.
* Elon Musk verbreitet selbst Hetze, wie jüngst gegen den Coronaexperten der US-Gesundheitsbehörde, Anthony Fauci. Ich habe Musks Tweet bei Twitter gemeldet, natürlich ergebnislos.
* Elon Musk befeuert Verschwörungstheorien wie QAnon und trägt damit auch zu einer höheren Gewaltbereitschaft in unseren Gesellschaften bei.

Twitter unter Musk: Zeit gekommen, um Account zu löschen? – ZDFheute

Auf den Punkt gebracht. Würde und Anstand. Altmodisch. Außerdem hat Musk wohl nicht alle Journalistinnen und Journalisten wieder freischalten lassen. Und dass er Links zu Mastodon blockieren lässt, kommt bei der Diskussion auch etwas kurz.

Zwei Hypethemen: ChatGPT und Twitter verlassen …

Ich bin gespannt, ob es jetzt zu einer weiteren massiven Welle von Anwenderinnen und Anwendern kommt, die zumindest einmal in das Fediverse und das Mastodon rein schnuppern. Zumindest habe ich mehr und mehr US-amerikanische Freundinnen und Freunde gesehen, die mal schauen. Wird das nachhaltig sein? Wird es eine Welle? Ich weiß es nicht, habe aber bewusst meinen durchaus kritischen Artikel zum Fediverse mit Deepl ins Englische übersetzt und meinen beiden Plattformen, auf denen ich auf Englisch publiziere, mal angeboten. Schauen wir mal.


Elon for President

Fakt oder Fantasie, fragt Jens Tönnesmann Lisa Hegmann im Zeit Online Podcast? Hat Elon Musk gezwitschert: „One day I will run for president, if not here, then on Mars.“ Was meint Ihr?


Und am Ende gewinnt immer die FIFA

Was hat mich noch die Woche bewegt? Gianni Infantino führt die FIFA und den Fussball immer weiter in die Kommerzialisierung und wird uns wohl noch lange erhalten bleiben, da er seine Gelder geschickt selber einstreicht – und verteilt. Vielleicht sogar bis 2031? Football is not coming home, der Fussball siecht dahin. Und am Ende gewinnt immer die FIFA …

Ich habe die Woche die ARD-Serie „Das Netz – Spiel am Abgrund“ angeschaut. Hat perfekt als Begleitmusik zur WM gepasst. And the show is going on. Mal schauen, was beim Lamentieren von Herrn Lahm heraus kommt – oder eben nicht


„Jede Epoche braucht eine Ikone“

So richtig den Schuss gehört, hat BMW auch noch nicht: „Jede Epoche braucht eine Ikone“ – Und das soll der Panzer i7 sein????

Zur Nachricht

Time to say goodbye

Henning Uhle bringt den Anfang von Twitter auf den Punkt. Warum fällt mir nur Time to say goodbye ein?

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