Auf die Ohren: Der Handelsblatt Disrupt Podcast zu Tech-Trends 2023

Mal wieder etwas auf die Ohren: Ich empfehle den Handelsblatt Disrupt Podcast vom 13. Januar über die wichtigsten Tech-Trends des Jahres 2023. Larissa Holzki und Silicon-Valley-Korrespondent Stephan Scheuer und Chefredakteur Sebastian Matthes besprechen, was sie im kommenden Jahr für besonders relevant halten. Natürlich – logisch angesichts des Hypes – spielen Künstliche Intelligenz, Chatbots und insbesondere ChatGPT eine Rolle.

Angesichts von KI: Was macht einen guten Journalisten aus?

Als passioniertem Schreiberling haben mir die Aussagen zu Journalismus und den recherchierenden und Texte schreibenden Chatbots gut gefallen: „Ein Journalist macht das, was ein Chatbot nicht so gut kann“, sagt Stephan Scheuer, und werde gute Journalisten nicht ersetzen.

Wenn ich als Journalist nicht in der Lage bin, einen Text zu schreiben, der besser ist als ein Chatbot, dann bin ich kein guter Journalist.

Auch ich glaube, dass Kontext herstellen, kommentieren, einordnen, bewerten immer noch einzigartige menschliche Fähigkeiten sind und erst einmal bleiben werden. Und derzeit sollten die Journalisten unbedingt noch die Fakten überprüfen, die die KI ausspuckt, denn da hakt es doch noch gewaltig.

Ist das Kunst, was die KIs produzieren?

Im Podcast diskutieren Holzki, Scheuer und Matthes weitere mögliche Einsatzgebiete, zum Beispiel in der Rechtsberatung oder gar vor Gericht. Dort, wo ein umrissenes Einsatz- und Wissensgebiet definiert werden kann, könnten Chatbots bald eine wichtige Rolle spielen Viele Bürojobs, wo geschrieben wird, von der E-Mail bis zum Newsletter, werden betroffen sein, so Larissa Holzki. Kontrovers wird von den Dreien diskutiert, ob die KI Kunstwerke erstellt. Ist das Kunst, was die KIs in teilweise optisch beeindruckender Form produzieren? Das ist ein weiteres Thema, das kontrovers im Podcast diskutiert wird.

Bürojobs ändern sich: Chatbots als Assistenzsysteme

Aber warum soll man das Potential von Chatbots als persönliche Assistenzsysteme für Recherche und Texterstellung nicht nutzen? Vielleicht oder scheinbar sind sie Tools, die einem die Arbeit erleichtern, oder wie sagen es die Handelsblatt-Journalisten so schön, repetitive Aufgaben erledigen und durchaus auch inspirieren. Genau das werde ich den nächsten Wochen und Monaten in meinem Arbeits- und Schreiballtag ausprobieren und ChatGPT oder YouWrite auf verschiedene Aufgaben los lassen. Ich bin gespannt, wie alltagstauglich die Tools schon sind.

Google: Gelbe Seiten statt guter Suchmaschine?

Natürlich sind KI und Chatbots nicht der einzige Trend, den die 3 Journalisten besprechen. Eine Aussage aus diesem Dunstkreis möchte ich noch aufgreifen: Google ist keine mehr so leistungsfähige Suchmaschine, verkommt stattdessen, wie wohl die Financial Times geschrieben hat, zu den Gelben Seiten des Internets mit vielen Anzeigen und bekommt Konkurrenz. Es scheint so, dass gerade Schritte exponentielle Sprünge in der Leistungsfähigkeit von KI gemacht werden. Rein hören und sich auch von den anderen Themen 2023 inspirieren lassen.

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