Möge 2023 ein Jahr der menschlichen Intelligenz sein #9vor9

Möge 2023 ein Jahr der menschlichen Intelligenz sein. Das war das Schlusswort von Lars Basche in , nachdem wir minutenlang über künstliche Intelligenz und deren Auswirkungen diskutiert haben. Ich möchte hinzufügen: Möge 2023 ein Jahr der Menschlichkeit sein.

Im Bereich Technologie und Digitalisierung scheint es mir jenseits der vielen Säue, die durch das Dorf getrieben werden, eher ein Jahr des Übergangs zu werden, bevor eben KI, AR und VR und andere Technologien vielleicht ihren Durchbruch erleben. Gerade ChatGPT ist eine Beispiel, wo das, was real geleistet werden, und das, was gerade als Vision in unzähligen Artikeln behandelt wird, doch noch weit auseinander klaffen.

Selbst Sam Altmann von OpenAI werden die Erwartungen gedämpft, insbesondere auch an die neue, von vielen als bahnbrechend postulierten Version 4.0 GPT:

„Die Leute betteln geradezu darum, enttäuscht zu werden – und das wird auch passieren“

ChatGPT: Erwartungen an GPT-4 „völliger Bullshit“ – laut OpenAI-Gründer

2023 wohl eher ein Jahr des Übergangs – und das nicht nur im Bereich KI

Auch ich sehe, dass trotz aller bemerkenswerten Fortschritte rund um ChatGPT oder auch You.com noch ein weiter Weg zu gehen ist. Derzeit produzieren diese beiden Plattformen beispielsweise bei wissensintensiven Themen einfach Fehler und falsche Aussagen. Was nutzt die beste sprachgewaltige und formulierungspotente KI-Plattform, wenn die Fakten nicht stimmen, die ausgespuckt werden. Dann ist die KI nur ein Bessermacher für Texte. Ist ja auch schon was.

Ähnlich schätze ich es auch im Bereich AR und VR ein, wo Apple wohl die Auslieferung seiner Augmented Reality-Brille verschieben will. Bleibt derzeit “nur” der Einsatz im Gaming und in einigen Spezialgebiete wie beispielsweise Wartungsanwendungen für Unternehmen. Auch scheint – so Lars – Microsoft erst einmal vom VR-Zug abgesprungen zu sein und sein VR-Team gerade zu entlassen.

Zudem ist es auf den ersten Blick verwunderlich, wenn. gerade jetzt Projekte und Plattformen eingestellt werden, die genau in unserer jetzigen Situation vielleicht benötigt werden. Beispielsweise haben Maersk und IBM gerade ihre auf Blockchain-Technologie basierende Supply Chain-Lösung Trade Lens wegen zu wenig Kunden eingestellt, erstaunlich, wo gerade nach nahtlosen und nachvollziehbaren Lieferketten gefragt wird. Zu teuer, falsche Technologie?

Kruz diskutiert haben wir auch das große Thema Technologieeinsatz für mehr Nachhaltigkeit, von der dynamischen Verkehrsführungsapp, die in Darmstadt für einen fliessenden Verkehr sorgen soll, bis zu PV-Anlagen und zur Unterstützung dezentraler Energieeinspeisung und Ausbau der Stromnetzinfrastruktur, ein Thema, das wir sicher auch nochmals behandeln werden (müssen und wollen).

Und hier unser Talk als Podcast:

Die 112 – Über Twitter. Mal wieder. – Die Digitalthemen der Woche

"Traffic ist verschwindend gering, automatisierter Feed kostet uns Geld, Aufwand zu groß im Vergleich zu den Ressourcen." So begründet der österreichische Standard unter anderem die Entscheidung, einen Twitter-Kanal fürs Erste dicht zu machen. Wir fragen uns in dieser Folge bei 9vor9: Warum sind überhaupt noch so viele Medien auf Twitter? Warum gibt es nicht mehr Unternehmen und Organisationen, die Twitter verlassen und somit den Druck auf das Unternehmen und seinen untragbaren Besitzer erhöhen? Was muss noch passieren. Viele Spaß beim Hören.
  1. Die 112 – Über Twitter. Mal wieder.
  2. Die 111 – Über Every
  3. Die 110 – Über das Ende von Social Media
  4. Episode 109 – Über Künstliche Intelligenz in Journalismus, PR und Marketing
  5. Episode 108: Über den Digital-Index der Initiative D21
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