… oder „Ich habe doch nichts zu verbergen“
Seit einiger Zeit hat Apple im App Store auf dem Mac, iPhones und iPads einen „Beipackzettel“ Apple eingeführt. App-Entwickler sollen auf diesen “Privacy Labels” offen legen, welche Daten zu welchem Zweck gesammelt werden und wie Anwender und Anwenderinnen getrackt werden. Hier die Daten vom Facebook Messenger, von WhatsApp, dem Signal Messenger und Threads im Vergleich:




Die Screenshots sprechen für sich. Man kann sich durch Klick auf die Angaben noch weitere Details einblenden lassen. Wofür werden welche Daten verwendet. Das Beispiel WhatsApp:



Aber wie sagen viele Bekannte so schön: Ich hab ja nichts zu verbergen, oder? Die Datensammelwut des Meta-Konzerns kann nicht besser – oder schlimmer – dokumentiert werden. Der Facebook Messenger sammelt und verwertet übrigens noch umfangreicher Daten.
Ich kann nur jedem empfehlen, sich ebenfalls einmal die Datenschutz-Angaben für Programme wie Facebook, für LinkedIn oder Xing anzuschauen. Es ist aus meiner Sicht ein wahrer Augenöffner. Und ich sehe es wie Jörg Schieb: „Genau so sollte es meiner Ansicht nach in allen App-Stores sein. Der Gesetzgeber sollte eine derartige Transparenz (gerne noch weitergehend) einfach vorschreiben.“
Und nicht nur Facebook schaltet Anzeigen und tobt! Werbenetzwerke, Targeting-Firmen und Anbieter von Tracking-Technologie sähen ihr Geschäftsmodell in Gefahr, so die Süddeutsche Zeitung. Und auch manche:r Softwarentwickler:in, die über Facebook-Buttons und Code Nutzerdaten sammeln und verwertem. wird unruhig. Kein Wunder, dass Verlage und und der Werbebranche protestierten. Um es klar zu stellen: Apple ist kein Unschuldslämmle, im Gegenteil, hat aber in dieser Frage meine volle Sympathie.
Dies ist eine Aktualisierung meines Beitrags vom 28. Dezember 2020.


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