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Für ein freies Internet: Warum Firefox Pflicht ist

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Ich kann Martin Weigert nur zustimmen. Auch für mich DER Grund, warum ich Firefox auch auf meinem Mac nutze. Angesichts von Chrome, Internet Explorer und Safari und den dahinter stehenden Konzernen, ist es fast Pflicht Firefox und somit „freie“ Software zu unterstützen. Zudem will ich auf viele AddOns nicht mehr verzichten, die es in dieser Vielfalt meist für die anderen Browser nicht gibt.

Googles Chrome-Browser gewinnt kontinuierlich an Marktanteilen, während Firefox Nutzer verliert. Doch wer an einem freien Internet interessiert ist, das nicht durch kommerzielle Interessen sabotiert wird, müsste sich eigentlich gegen diesen Trend stemmen.

Ich habe gestern Google Chrome von meinem Rechner gelöscht und bin nach vielen Jahren zu Firefox zurückgekehrt. Dabei war ich mit Chrome eigentlich rundum zufrieden. Doch ich empfinde es als meine Pflicht, mit meinem Handeln für Vielfalt im Internet sowie gegen eine Einseitigkeit bei den vorherrschenden Interessen einzutreten. Aus diesem Grund war es für mich nicht mehr zu rechtfertigen, trotz adäquater Alternativen auf den Browser des Unternehmens zu setzen, das in der digitalen Welt nahezu überall seine Finger im Spiel hat. …

Firefox-Macherin Mozilla ist von den dominierenden Browseranbietern meiner Ansicht nach derjenigen, der am ehesten die Prinzipien des freien Internets verkörpert. Als Stiftung ohne Gewinninteressen ist die Mozilla Foundation schlicht nicht darauf angewiesen, stetig monetäres Wachstum zu produzieren und die Loyalität und Aufmerksamkeit seiner Anwender konsequent zur Gewinnsteigerung einzusetzen. …

Umso wichtiger ist es aber, Firefox und Mozilla als letzte verbliebene Kämpfer für ein freies, nicht allein von Regierungs- und Konzerninteressen gesteuertes Internet in seiner größten Domäne zu unterstützen. Denn nur so gibt man Mozilla die Möglichkeit, sich selbst neu für das mobile Zeitalter zu erfinden. …

Ohne große Würfe und einige unkonventionelle Schritte bin ich wenig optimistisch, dass Firefox noch eine große Zukunft vor sich hat. Dennoch möchte ich dem Dienst durch meine Rückkehr noch eine Chance geben, den börsennotierten Digitalriesen Paroli zu bieten. Am Ende ist wohl auch mein Schritt nicht mehr als eine Geste. Sie fühlt sich aber richtig an.

via Interessenvertretung für ein freies Internet: Warum ich Chrome gelöscht habe und wieder Firefox nutze | netzwertig.com.

Erwähnens- und lobenswert ist sicher auch der neue „Vergessen“-Knopf, den Mozilla nun einführt: Firefox vergisst Surfverhalten auf Knopfdruck.

Filed under: Digitaler Arbeitsplatz, Kommunikation & Zusammenarbeit, Digitalisierung & Wirtschaft, Technologie im Job & daheim

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... arbeitet in Communications bei Kyndrl Deutschland, dem weltweit führenden Anbieter zum Management kritischer IT-Infrastruktur. Den gelernten Journalisten hat seine Leidenschaft für das Schreiben, Beobachten, Kommentieren und den gepflegten Diskurs nie verlassen. Diese Passion lebt er u.a. in seinem privaten Blog StefanPfeiffer.Blog oder auch als Moderator von Liveformaten wie #9vor9 - Die Digitalthemen der Woche und Podcasts aus. Digitalisierung in Deutschland, die digitale Transformation in der Gesellschaft, in Unternehmen und Verwaltung oder die Zusammenarbeit am modernen Arbeitsplatz sind Themen, die in leidenschaftlich bewegen. Vor Kyndryl hat Pfeiffer in der IBM im Marketing in unterschiedlichen internationalen Rollen gearbeitet. Seine weiteren beruflichen Stationen waren FileNet und die MIS AG. Auf Twitter ist er als @DigitalNaiv „erreichbar“. 

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