Lesezeichen: Gläsern ODER ein Tag in Deinem Leben, erzählt von Google | NZZ

Danke an Michael Prokop, durch dessen Tweet ich auf den Beitrag in der NZZ von Reto Stauffacher aufmerksam geworden bin. Er hat Mitte 2018 einen Test gemacht und eine Woche lang sämtliche Daten ausgewertet, die Google über ihn gesammelt hat. Einfach seinen eigenen von Google dokumentierten Tagesablauf lesen und dann überlegen, warum jeder besser Firefox als Browser und Qwant, Ecosia oder DuckDuckGo als Suchmaschine nutzen sollte. Jeder kann seine Daten übrigens einsehen, wie Reto am Ende des Artikels schreibt:

Das Aktivitätenprotokoll und den Zeitstrahl der besuchten Orte kann jeder angemeldete Google-Nutzer selber einsehen:

Aktivitätenprotokoll: myactivity.google.com/myactivity

Zeitstrahl: google.com/maps/timeline

über Ein Tag in meinem Leben. Erzählt von der Google-Datenspur. | NZZ

Und Reto stellt folgende Frage:

Warum beschäftigen wir Journalisten uns (meist zurecht) so intensiv mit Facebooks Datensammlerei, hingegen kaum mit derjenigen von Google? …

Für Facebook steht, vereinfacht gesagt, das langfristige Sammeln von Nutzerdaten im Zentrum. Denn nur wenn der Konzern die Präferenzen und Wünsche seiner Nutzer gut kennt («Was gefällt ihm?», «Wie fühlt er sich?»), kann er auch entsprechende Werbung schalten.

Google dagegen verdient den Grossteil seiner Milliarden mit Werbeanzeigen, die an Suchwörter gekoppelt sind.

über Ein Tag in meinem Leben. Erzählt von der Google-Datenspur. | NZZ

Na ja, für mich Pest und Cholera. Sicher hat Facebook in 2018 mehr Aufmerksamkeit im negativen Sinne erregt und Google und ein Dritter im Bunde – Amazon – sind wohl in den Hintergrund getreten.

Und um es nochmals klar zu schreiben, gerade weil ich in den vergangenen Wochen leider viele negative Berichte zum „Netz“ und sozialen Medien veröffentlicht habe. Ich bin weiter der Meinung, dass das freie Netz positiv, ja unverzichtbar ist und Aufklärung, Diskussion und konstruktiver Meinungsaustausch fördern kann, ja muss. Jedoch müssen wir alle individuell dafür eintreten wie es auch Tim Lee-Berners in seiner Initiative fordert, eintreten, indem wir Alternativen nutzen und promoten sowie streitbar #ForTheWeb sind.

(Stefan Pfeiffer)

 

3 Kommentare zu „Lesezeichen: Gläsern ODER ein Tag in Deinem Leben, erzählt von Google | NZZ

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